Spotlight Community #08: Von Alpha-Männern und roten Pillen
Shownotes
In unserer Gesellschaft wird Männern oft beigebracht, dass Stärke bedeutet, keine Gefühle zu zeigen. Gerade bei Jugendlichen kann das zu Einsamkeit führen oder diese zementieren. Trügerische Orientierung und Zugehörigkeit finden sie dann auf Social Media, wo extreme Meinungen überzeugend wirken und so Werte der toxischen Männlichkeit und Misogynie vermittelt werden. Wie kann die Schule für dieses Thema sensibilisieren und Schülerinnen und Schülern gesunden und substantiellen Halt geben?
Gefördert im Rahmen des Landesprogramms »Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus«
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- Unterrichtsimpuls: »Typisch Junge, typisch Mädchen? — Rollenbilder in Medien und Alltag«
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Quellen & weiterführendes Material
- Internetpräsenz des feministischen Jungen- und Jugendprojekts »HEROES«:
- Internetpräsenz des HEROES-Standorts in Offenbach
- Internetpräsenz der Initiative »Social-Media-Sprechstunde« von Thomas Hillers und Silke Müller:
- Hussain (2025): KI-Schönheitsfilter: Wie moderne Beauty-Ideale unsere Wahrnehmung formen, 24.05.2025, vogue.de, Zugriff: 10.03.2026
- MaLisa Stiftung (2026): Soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte, 13.02.2026, malisastiftung.org, Zugriff: 10.03.2026
- IZI (2026): Pressemitteilung: TikTok formt Werte und Weltbilder: „Soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte“ Wie toxische Männerbilder für Jungen attraktiv werden, 13.02.2026, izi.br.de, Zugriff: 10.03.2026
- WDR (2026): Aurel Mertz – Männlichkeit, in: WDR 5 Neugier genügt - Redezeit, 07.02.2026, wdr.de, Zugriff: 10.03.2026
- Lüder (2026): »Männer rutschen im Alter oft in eine ganz komische Peinlichkeit ab«, 29.01.2026, spiegel.de, Zugriff: 10.03.2026
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00:00:00: Fehlende Empathie, emotionale Kälte und Macht als sogenannte Stärken endlich machen statt nur labern.
00:00:07: Einfache Lösungen und über jeden Zweifel erhabene auch mit Gewalt durchzusetzende Klarheit – all das sind Eigenschaften und vermeintliche Tugenden die gerade hoch im Kurs zu stehen scheinen!
00:00:18: Nicht nur auf der politischen Weltbühne sondern auch wenn es darum geht als junger Mensch Geschlechteridentitäten auszuhandeln und sich zu finden….
00:00:27: Besonders männliche, jugendliche und junge Männer – und genau dazu sprachen wir nämlich in der vergangenen Folge – stehen hier im Beschuss der sogenannten Menospher.
00:00:36: Wie ihnen die gefährliche Illusion einer einfachen Antwort auf eine immer noch ungelöste Frage bietet….
00:00:42: Wann ist ein Mann?
00:00:43: Ein Mann!
00:00:45: Über vierzig Jahre nach Veröffentlichung des Songs Männer von Herbert Grünemeyer stellt sich diese Kernfrage der geschlechtsbezogenen Identität derzeit gravierender denn je.
00:00:54: Heute wollen wir dazu wieder auf eure Meinungen, Erfahrungen und Ideen schauen.
00:01:09: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unseres Community-Formats.
00:01:14: Das Besondere ist, heute begrüße ich Vera neben mir nicht wie sonst meine geschätzte Kollegin Mirna.
00:01:21: Die ist leider eben krankheitsbedingt heute nicht zugegen aber ich freue mich natürlich auch mit dir heute die Folge zu bestreiten.
00:01:29: Ja, Vera du bist erfahrene langjährige Medienpädagogin und bis ja auch jetzt kein ganz... neues Gesicht in unserem Podcast.
00:01:37: Du hast ja schon in Eiding-Folgen halt auch aktiv mitgewirkt und warst eben, du hast Rede und Antwort gestanden und selbst durch entsprechende Folgen geführt.
00:01:48: aber es gibt natürlich noch mehr!
00:01:50: Du bist ja auch Mutter eines Sohnes und damit wird's ein bisschen persönlich gleich zu Anfang vielleicht vor diesem Hintergrund und auch vor dem Hintergrund dass wir über die Menospher gesprochen haben Wenn ich das fragen darf, wie spielt bei dir in der Familie mit deinem Sohn eine Rolle?
00:02:12: Eine große und begleitet uns schon mindestens seit der Geburt.
00:02:18: Einige Fragen haben wir uns auch schon im Vorfeld gestellt.
00:02:21: also von der Menospher ist er tatsächlich noch etwas entfernt denn er ist neun Jahre alt und kommt mit dem Content noch nicht so in Kontakt.
00:02:28: Das heißt dieser Theorie Praxisabgleich steht uns noch bevor.
00:02:32: aber Ich glaube ganz, ganz vieles was irgendwann in diese sehr extremen Vorstellungen von Männlichkeiten münden könnte.
00:02:40: Passiert in jungen Jahren in der Kindheit denn da prägt sich ganz viel es.
00:02:46: und
00:02:48: Ja,
00:02:48: wenn ich so zurückdenke.
00:02:49: Womit haben wir uns befasst?
00:02:51: Es war sicherlich die Frage unseres Vorbildes.
00:02:53: oder ist es weiterhin was leben wir vor?
00:02:56: denn wir als Eltern haben ja gerade in den ersten Jahren absolute Schlüsselrolle gehabt.
00:03:00: da war's noch nicht das Umfeld sondern wir.
00:03:01: und dann ist so die frage wie leben wir ein Rollenbild von Männlichkeit und Weiblichkeit vor?
00:03:08: Da habe ich festgestellt, dass man sich das in der Theorie vor der Geburt sehr einfach vorstellt und ich da auch mit Idealen dran gegangen bin.
00:03:16: Die dann aber doch sehr schnell auch in gesellschaftlichen Realitäten scheitern.
00:03:19: so was wie wer verdient mehr?
00:03:21: Wer geht in Elternzeit?
00:03:24: Wer arbeitet voll Zeit weiter vermittelt ja auch schon Zuständigkeiten.
00:03:28: Wer ist in der Rolle der kümmernden Person?
00:03:31: Wer ist die Rolle der versorgenden Person?
00:03:34: Habe ich gemerkt, dass die Ideale so nicht immer lebbar sind?
00:03:37: oder ist sehr viel Bedarf um das auch wirklich in der Realität zu leben?
00:03:42: Ja spannend.
00:03:43: Vielen Dank für die Einbringung.
00:03:44: jetzt auch ein bisschen so der älterlichen Perspektive nenn ich es jetzt mal und es ist ja auch keine Selbstverständlichkeit, dass du das hier eigentlich auch so öffentlich teilst.
00:03:53: deswegen danke dafür.
00:03:54: aber nun natürlich zu euch.
00:03:56: wir haben ja wie immer und das tun wir im Prinzip jeden Monat wo wir halt unseren Podcast veröffentlichen, auch nach eurer Meinung.
00:04:04: Euren Erfahrungen, euren Eindrücken gefragt und dazu platzieren wir immer eine Instagram-Umfrage.
00:04:10: Und ja da möchten wir auch nochmal auf ein paar Ergebnisse die wir eigentlich ganz spannend fanden eingehen.
00:04:16: uns zum einen haben wir nämlich da eingangs gefragt wie stark denn meistens sind es Lehrkräfte die uns Antwort geben aber Es können ja auch ganz andere, einfach an Medienbildung interessierte Menschen sein.
00:04:30: Eine Polarisierung von Geschlechterrollen auf Social Media überhaupt wahrgenommen wird und da hatten wir so einen Schieberegler geschaltet Und da fand ich es auch schon wieder sehr spannend also dass dieser Ausschlag doch in die sehr starke Richtung geht Also das schon offensichtlich ... präsent ist und diese Polarisierung auch wahrgenommen wird, über die wir gesprochen hatten.
00:04:52: Eine gewisse Einseitigkeit halt auch vorliegt... ...und ganz spannend auch dann in dieser darauffolgenden Frage ja wie stark beeinflusst deiner Einschätzung nach den Social Media nun das Männerbild von Jugendlichen?
00:05:04: Und da hatten wir auch ein Schieberegler eben installiert quasi,... ...und da war der Ausschlag noch stärker in Richtung Starkung.
00:05:10: Das sagt ihr eigentlich schon einiges, also da wird schon auch eine Wirkmächtigkeit von entsprechendem Content angenommen oder eben auch selbst erlebt in Schule oder bei den eigenen Kindern.
00:05:21: Das heißt es ist etwas worüber man sprechen muss und das ist da und man kann es nicht ignorieren sozusagen.
00:05:31: Und dann hatten wir quasi darauf noch mal gefragt glaubst du und das speziell eben an Lehrkräfte auch geframed dass die Schülerinnen und Schüler darüber, über diese Konfrontation problematische Männlichkeitsbilder und Geschlechterrollen vermittelt bekommen.
00:05:49: Das wiederum fand ich spannend!
00:05:51: weil nur elf Prozent oder ich sage jetzt nur elf prozent damit ja größtenteils geantwortet haben.
00:05:58: Sechstenfünfzig Prozent also die überwiegende Mehrheit teilweise nur gesagt hat und ein Dritte, also jeder dritte Befragte hat gesagt ne das sehe ich nicht so dass das problematisch ist.
00:06:11: wie würdest du das einfach jetzt mal ganz spontan bewerten einschätzen auch von dem Hintergrund deiner Erfahrung?
00:06:16: Weil das fand ich wiederum ein bisschen überraschend.
00:06:18: also da hätte ich mehr damit Gerechnet, dass es schon als problematischer wahrgenommen wird.
00:06:22: Wäre ich auch ein bisschen ratlos bei der Beantwortung der Frage?
00:06:25: Ich hätte ...
00:06:26: Wir stellen so schwierige
00:06:27: Fragen!
00:06:28: Nein, weil ich ja gar nicht in der Blase bin.
00:06:32: Die jungen Menschen haben ihre eigene Blase, haben ihre eigenen Nutzungen und die ist ja ganz unterschiedlich von Kind zu Kind, von Person zu Person.
00:06:43: Ich muss sagen, es braucht schon auch viel Austausch und Kontakt zu vielen verschiedenen Kindern und Jugendlichen um wirklich einschätzen zu können.
00:06:50: Wie sieht das denn im Schnitt aus?
00:06:52: Wir haben dann punktuelle Einblicke vielleicht geframed durch Situationen in denen sie besonders problematischen Rollenbildern begegnen.
00:07:01: Vielleicht aber auch durch Gespräche mit besonders reflektierten Schülerinnen und Schülern die ganz tolle alternative Rollen Bilder in Form von Influencerinnen und Influencern entdecken.
00:07:13: Ich könnte das schwer beantworten, wenn ich mich bewege durch TikTok Instagram mir Profile anschaue dann begegnen wir auf jeden Fall sehr sehr problematische Rollenbilder und was durchaus mein Eindruck ist dass die Situation so ist.
00:07:28: Dass diese sehr dominieren, dass sie sehr laut sind sich sehr durchsetzen und sehr schnell verbreiten weil sie einfach ihr hattet ja auch im Podcast drüber gesprochen ja auch eine sehr einfache Lösung bieten auf dem Silbertablett und da gibt es psychologische Mechanismen, weshalb ihr besonders darauf reagieren und sich das schneller verbreitet.
00:07:45: Ich glaube aber tatsächlich dass gerade in Bezug auf Männlichkeit im Internet weniger alternative Rollenbilder oder Rollenvorbilder auch tatsächlich zu finden sind.
00:07:56: wenn ich mich jetzt als junger Mann hinsetzen möchte und mir eine Blase aufbauen möchte die Gegengewicht bildet zu diesem Menusfier-Content Glaub ich, stoße ich auf weniger Rollenvorbilder als das Mädchen hätten?
00:08:13: Ja.
00:08:13: Das vermute ich auch und vor allen Dingen muss ich es mir auch selektiv erst mal zusammensuchen wie komme ich da hin?
00:08:19: also wie viel nicht entsprechenden Content wo ja auch nachgewiesener Maßen der Algorithmus eigentlich dazu führt dass sich sehr schnell schon zu Beginn auf entsprechendem Menosphere-Content eigentlich stoße und ruckzuck bin ich in diesem vermeintlichen Rabbit Hole dann eben drin?
00:08:34: Total wichtige Anmerkung.
00:08:37: Genau, und dann fand ich es auch total spannend noch weil das hatten wir auch gefragt... ...und wir hatten es ja in der Hauptfolge auch beleuchtet dass dieses Thema Einsamkeit offensichtlich so einen Nährboden einfach darstellt für diese Durchschlagskraft und die Attraktivität von entsprechenden Content.
00:08:50: Und dieser Einsamkeiten ist gerade bei jungen Männern oder eben männlichen Jugendlichen ausgeprächter deutlich ausgeprächter.
00:09:00: und da hatten wir eben gefragt wie Präsent sind dann diese Themen eigentlich im Schulkontext.
00:09:05: Wird das irgendwo angegangen, wird das behandelt?
00:09:08: Auch da wieder eine Schiebereglerantwortmöglichkeit und da war der Ausschlag wirklich nach ganz unten.
00:09:13: heißt mit anderen Worten es ist eigentlich so gut wie nicht präsent und das finde ich auch.
00:09:18: naja das zeigt schon wie problematisch das Ganze ist weil wir packen nicht an die Ursache an Und das hast du schön eingangs ja auch in quasi den persönlichen Exkurs ein bisschen beleuchtet.
00:09:29: Genau darum geht es um Gefühle sprechen.
00:09:32: Also das Einsamkeit ist letztendlich ein Gefühlsmix, der resultiert aus verschiedenen anderen Grundlagen und da muss man drüber sprechen können und offensichtlich findet genau dass auch in Schule nicht statt oder kann nicht stattfinden.
00:09:46: Ja wir wissen natürlich um die knappen Ressourcen an Schule Wir wissen um die Schwerpunkte, um was sie ja auch in kurzer Zeit vermitteln müssen Was erfüllt sein muss Und es gibt ganz viele Themen die ganz wichtig sind.
00:09:59: Interessant da auch nochmal von unseren Zuschauern in die Rückmeldung zu bekommen, wie das dann an der Realität an Schule aussieht.
00:10:06: Aber es ist auch etwas, was erlebe ich nicht nur an Schule, sondern tatsächlich bei außerschulischen Bildungsangeboten.
00:10:12: Ich habe vor meiner Tätigkeit als Medienpädagogin zehn Jahre in der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet und hatte dort den Arbeitsschwerpunkt geschlechtsspezifische Arbeit mit Mädchen.
00:10:23: Nun war auch die Besetzung zwischen den Geschlechtern so, dass es innerhalb der Mitarbeitenden in der Jugendzentren deutlich mehr Frauen als Männer gab.
00:10:31: Das heißt das Potenzialgeschlechtsspezifische Arbeit mit jungen Menschen zu machen war deutlich größer bei den Frauen denn wenn ich geschlechts- spezifischer arbeiten mit Kindern mache kann ich nur mit Mädchen arbeiten und Männer nur mit Jungen und es gab einfach weniger Männer die das übernehmen konnten.
00:10:46: Es gab weniger Ressourcen dafür Und der Bereich der Gleichstellung was Förderung von auch jungen Mädchen und junge Frauen betrifft, wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten doch durchaus gefördert mit finanziellen Mitteln, mit Ressourcen.
00:11:05: Da wurde ordentlich Power reingesteckt und ich hatte immer so den Eindruck das passiert aber nicht unbedingt bei der jungen Arbeit ebenso.
00:11:14: Das heißt... Das ist meine Einschätzung.
00:11:16: Die Mädchen haben ganz viel Unterstützung bekommen, Alternativen zu entwickeln, ihren eigenen Weg zu finden und alternative Rollenbilder aufzubauen.
00:11:24: Auch da gibt es Riesen-Herausforderungen – wir sind noch lange nicht bei einer Gleichstellung angekommen.
00:11:28: Aber in diesem Punkt habe ich durchaus den Eindruck, dass die Jungen da nicht die Unterstützung bekommen haben.
00:11:33: In der Vergangenheit, was meines Achtens dazu führt, dass diese Jungen heute ein bisschen forsonallärisch stehen, die auch mit der Einsamkeit zusammenhängen.
00:11:42: Sie haben keine Alternative aufgebaut den Mädchen irgendwas entwickelt, aber das Ganze ist ja ein System.
00:11:47: Und wenn sich im System irgendetwas entwickelt dann passiert an anderer Stelle auch was und was passiert?
00:11:52: Aber bei den Jungen wurde das gefühlt durch andere Vorstellungen von Männlichkeit die sie entwickeln konnten mit Unterstützung.
00:12:01: ich würde sagen Sie hatten weniger Unterstützung darin Und das mag sich möglicherweise auch darin äußern, dass jungen heutzutage zum Beispiel bei schulischen Leistung deutlich schlechter abschneiden als Mädchen.
00:12:11: Da spielen auch andere Aspekte eine Rolle ganz sicher aber vermutlich spielt auch das damit rein.
00:12:18: und ja es ist ein Punkt wo ich durchaus fordern würde einen großen Bedarf sehen würde da mehr Power reinzustecken, dass zb.
00:12:27: außer-schulische Organisationen an Schule kommen können und dort Projekte durchführen können.
00:12:32: Das habe ich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit immer super hilfreich erlebt, da kam von pro Familie oder anderen Institutionen dann männliche Sozialarbeitende die entsprechende Unterrichtsprojekte bei uns im Jugendzentrum außerhalb von Schule durchgeführt haben aber mit Schulklassen dann getrennt nach Geschlechtern.
00:12:49: Und das waren ganz tolle Rollenvorbilder.
00:12:53: Die haben auch wirklich funktioniert weil sie nicht das komplette Gegenteil von dem waren, was Manusvier propagiert.
00:12:58: Sondern ein ganz cooles Vorbild war mit dem sich die Jungen identifizieren konnten und gleichsam haben sie über Gefühle gesprochen, waren reflektiert und genauso etwas braucht es noch mehr.
00:13:08: Wir sind ja hier in Frankfurt.
00:13:10: Es gibt sowas wie die Heroes Offenbach zum Beispiel als Organisation, die junge Männer einbindet, die genau das sind weil bei Jung ist es irgendwie so ein Zufallsprodukt?
00:13:19: wem begegnet da?
00:13:20: ich habe erst mal weniger Identifikationsfiguren So in meinem Großwerden, aber dann ist ja auch noch mal so ein bisschen Zufall.
00:13:28: Wie sind die?
00:13:29: Hab ich einen besonders patriarchalen Vater der dieses klassisch männliche tradierte Rollenbild sehr stark lebt.
00:13:37: Habe ich dann vielleicht den Kindergarten Kita und Grundschule gar keine männlichen Bezugspersonen?
00:13:43: Dann ist dieser Raum für diesen inszenierten und auch KI Inzwischen immer mehr KI generierten Content Ja noch viel größer.
00:13:53: Da brauchen wir mehr Gegengewicht und das dürfen wir nicht dem Zufall überlassen, sondern der Brauch ist Förderung.
00:13:58: Da brauchst Strukturen und da braucht es Power damit alle Geschlechter davon profitieren.
00:14:04: Absolut!
00:14:04: Also kann man nur unterstreichen bzw.
00:14:07: so stehen lassen an dieser Stelle.
00:14:09: Es muss viel passieren aber wie es immer so schön ist, ist einfach eine Riesennachausforderung als vor den Hintergrund Zeitmangel und was sonst alles auf Herausforderungen anstehen, das überhaupt zu bewerkstelligen.
00:14:21: So ein bisschen in die Richtung hatten wir auch noch mal gefragt, euch da draußen ja okay was passiert denn da jetzt in Sachen geschlechterrollen?
00:14:29: In Sachen Social Media.
00:14:30: Männlichkeitsbilder an Vermittlung auch im Schulkontext und das fand ich auch wieder sehr bezeichnet unterstützt was du sagst dass eben und da geht es ja nicht um Schulzuweisung einfach leider Gottes ... sehr wenig stattfindet, beziehungsweise stattfinden kann.
00:14:46: Nämlich haben da sechsen-achtzig Prozent der Gefragten gehabt?
00:14:48: Nein!
00:14:49: Wir haben über diese Themen eben im Unterricht noch nie überhaupt nicht gesprochen.
00:14:54: Das spricht Bände und dann haben wir eigentlich nochmal weiter gefragt ja okay aber falls also für diejenigen, die das bereits aufgreifen konnten in welcher Form habt ihr das eigentlich gemacht?
00:15:04: Weil es ist natürlich auch immer spannend, methodisch zu schauen was kann man mit dem Pädagogischer eigentlich machen?
00:15:09: Was sind vielleicht auch Erprobteansätze, die da draußen schon sind?
00:15:12: Und da hatte uns eine Userin angeschrieben, auch über Instagram.
00:15:17: Ich zitiere das hier einmal Medienkompetenz und ob sie sich mit anderen vergleichen und was das mit ihnen macht.
00:15:23: Das wäre sehr ganz ihrer Meinung nach sehr wichtig darüber zu sprechen.
00:15:28: Und es hat mich gleich wieder zu diesem Zitat oder Aforismus gebracht.
00:15:34: dänischen Philosophensöhren Kirkegaard wird es zugeschrieben.
00:15:37: Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit, da bin ich nämlich auch mal privat irgendwie drüber gestolpert und habe mir dann so gedacht ja, es ist eigentlich ein super spannender Punkt.
00:15:50: also wie können wir auf diesen sozialen Vergleich auch hinweisen dafür sensibilisieren warum gibt's den überhaupt?
00:15:58: Ist er notwendig?
00:15:59: Können wir dem entfliehen?
00:16:01: vielleicht können wir da auch ganz kurz nochmal eben einhaken.
00:16:04: Wie siehst du das?
00:16:04: Also hältst du das für unvermeidlich.
00:16:07: Ist es was Gutes, ist es was Schlechtes?
00:16:10: und wie kann man aber vielleicht auch diese ungesunde Auswüchse... Und das steht ja im Kern der Menospher-Geschichte ja auch vielleicht einhegen und vermeiden?
00:16:20: Jetzt bin ich Medienpädagogin und hoffe ich drücke das trotzdem fachlich qualifiziert aus.
00:16:27: Ich glaube dass Einvergleichen durchaus natürlich ist und unvermaidbar gibt.
00:16:34: Orientierung sich zu vergleichen, hilft dabei die eigenen Stärken auch zu erkennen aber auch Dinge an denen ich arbeiten möchte.
00:16:44: Jetzt ist natürlich nur die Frage mit wem findet der Vergleich statt und Ist es deswegen ein guter Vergleich der mir selber hilft oder ist das ein Vergleich der nicht funktionieren kann und auch dadurch negative Folgen haben kann?
00:17:01: Wir waren ja gerade eben bei dem der Unterrepräsentanz von männlichen Rollenbildern, Rollenvorbildern immer aufwachsen von Jungen und dem großen Raum den dadurch die Medien haben.
00:17:16: Und insbesondere Plattformen wie TikTok und Instagram.
00:17:20: Da sehe ich durchaus dass der Vergleich oft kein realistischer ist und da sehe ich dann ein großes Problem vergleiche ich mich mit Personen die einem ideal entsprechen mir nicht ebenwürdig sind, auf Augenhöhe.
00:17:35: Das kann natürlich motivieren.
00:17:37: wenn ich mehr als Junge einen Sportler anschaue der total gut ist mein liebster Fußballer dann kann mich das motivieren selber mehr Sport zu machen.
00:17:45: Dann ist der Vergleich nicht unbedingt nur negativ wenn es sich nur darin äußert dass ich mich mehr bewege super.
00:17:52: Wenn es aber darin endet dass ich selber in meinem Selbstwert mich zurückgesetzt fühle weil ich niemals das erreichen kann was dieser absolute Weltklasse ein Spitzesportler erreicht hat Dann wird das ganze problematisch.
00:18:04: Und wenn wir dann bedenken, dass diese Vorbilder vor allem ja auch auf medialer Ebene bestehen und die gar nicht die Realität abbilden?
00:18:10: Dann funktioniert der Vergleich nicht!
00:18:12: Das ist kein fairer Vergleich denn das Ganze ist erstens inszeniert und zweitens zunehmend KI generiert.
00:18:19: Das haben wir bei Frauen ja auch über Schönheitsfilter und Ähnliches.
00:18:23: Es ist kein Thema, das nur junge Männer betrifft oder Männer im Allgemeinen betrifgt aber es ist einfach keine realistische Wahrheit.
00:18:30: realistischer Vergleich, da kann ich nur schlecht abschneiden.
00:18:34: Ja absolut und gut dass du auch nochmal darauf hinweist also das genau die soziale Vergleichsdynamik eben ja nicht nur für Männer gilt.
00:18:41: wir haben logischerweise jetzt ein Fokus auf der Menospher gelegt.
00:18:44: Das gleiche findet man bei Frauen auch.
00:18:46: Du hast es angesprochen.
00:18:47: Also ich war da auch noch mal über einen spannenden Vogue-Artikel tatsächlich aus vom Mitte letzten Jahres gestoßen wo das auch sehr schön aufgearbeitet wurde was effektiv nichts anders ist.
00:18:56: ... weibliches Bild, ... ... medial produziert wird über KI-Schönheitsfilter.
00:19:04: Versucht wir dem nahezukommen, deswegen gibt es immer mehr Mikroeingriffe auch im ... ... chirurgischen Bereich und so weiter.
00:19:12: Und da fand ich das Schöne auch so.
00:19:13: Zitat aus dem Artikel ja, dass ist letztendlich so eine Scheinschönheit zum Mitnehmen jederzeit abrufbar.
00:19:20: Ich finde, da kann man super diese Brücke schlagen.
00:19:22: was diesen Manusferekontent auszeichnt er ist genau auch das Ja?
00:19:25: Er is ... Männlichkeit zum Mitnehmen, kurz knapp einfach aufbereitet.
00:19:33: Vermittelt vermeintlich so einen Sinn und gibt halt... Ja aber es ist eine Scheinsicherheit ne Illusion die wie du schon gesagt hast eigentlich nichts mit Authentizitäten, mit Echtheit zu tun hat sondern maximal hochstilisiert Und eben dann auch gefährlich letztendlich.
00:19:49: Sie zeigen ja auch nie den negativen Seiten die es möglicherweise für sie hat.
00:19:53: Das so zur Inszenierung Bis hin zu der Tatsache, dass es ja inzwischen auch viele Profile gibt auf TikTok oder Instagram.
00:20:01: Den Millionen von Menschen folgen die gar keine realen Persönlichkeiten sind.
00:20:05: Das sind keine KI-Avatare, die dann als Vorbilder fungieren... Ich vergleiche mich mit einem KI Avatar oder mit einem kleinen Ausschnitt von dem was mir gezeigt werden soll.
00:20:18: Das ist kein realistisches Bild.
00:20:19: Und ich vergleiche nicht nur mich damit, sondern mein chaotisches Inleben als junger Mensch der in der Entwicklung ist.
00:20:24: also... Ich vergleichen mich ja auch nicht mit meinem Schein nach außen, mit deren Schein da draußen, sondern meinen Inleben!
00:20:30: Mit deren inszeniertem Außen?
00:20:33: Das funktioniert nicht.
00:20:34: Ja eigentlich Wahnsinn wenn man jünger drüber nachdenkt.
00:20:38: Ja super spannend.
00:20:39: ganz kurz bevor wir so ein bisschen noch mal darauf eingehen wollen.
00:20:44: Problemlösung, was kann man denn jetzt eigentlich tun?
00:20:46: Vielleicht nur noch mal so als Hinweis, weil es sehr aktuell nochmal ist.
00:20:52: Um sich wirklich diese Intensität dieses Problems von Menospher wirklich bewusst zu werden, ist auch jüngst noch einmal eine neue Studie rausgekommen im Zuge der Berlinale, nicht Bienale Mitte Februar und zwar die Studienreihe soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte.
00:21:11: Und da hat es schon mal zwei Neunzehren auch eine Studie gegeben, die viel beachtet war zur Geschlechterdarstellung in Social Media.
00:21:21: Die hat eigentlich noch einmal jetzt diese neue Studie wirklich festgehalten, dass dieses Problem sich nochmal drastisch-drastisch verschärft hat, hat sich speziell auch eben Jungen angeguckt, männliche Welt- und Rollenbilder- und Werteverstellungen.
00:21:34: Ich fand das bezeichnend wenn man wirklich da mal rein ... schaut, was da so rausgekommen ist.
00:21:39: Denn da haben zum Beispiel gesagt, Ja, dass sie ein geschlechter Bild haben.
00:21:45: Dass Männern einfach mal mehr Rechte zugesteht als Frauen und das ist auch völlig normal ist beispielsweise.
00:21:51: Und ich schaue hier nochmal gerade also sowas wie auch sieben- neunzig Prozent sehen Männer und Frauen von Natur aus an als völlig grundsätzlich unterschiedlich und unvereinbar sozusagen.
00:22:02: Fünf- neunsig Prozent finden das genderngrundsätzlich abgeschafft werden sollte amalgamiert dann teilweise zusammen wirklich ein weltbild also das wirklich von so einer dominanz von männern und darüber haben wir genau gesprochen dass das eigentlich so die gefahr auch darstellt bis zu hin zur unterordnung der frau bis hin zu sexismus und so weiter und sofort um gewalt ausübung führen kann.
00:22:23: Und hier wurde eben auch gesagt ja, das ist letztendlich jeder vierte dieser befragten jungen der schon so einen Weltbild hat.
00:22:31: Und das zeigt für mich noch mal ganz aktuell jetzt, deswegen wollten wir das auch nochmal aufgreifen.
00:22:35: Das Problem ist akut Es ist auch hochgradig politisch.
00:22:39: es wird dann auch eben schön gezeigt es überschneidet sich mit rechtsextremen Content.
00:22:43: man landet sehr schnell über die algorithmische Ausspielung und Filterungen entsprechend in solchen politischen Blasen.
00:22:51: Ja also nochmal eigentlich nur einen eindringlichen Appell.
00:22:55: Man sollte sich mit beschäftigen.
00:22:56: es ist ein hochgradigt wichtiges Thema Aber man kann was tun und das ist, glaube ich auch das Schöne.
00:23:03: Und da sollten wir am Ende auch noch mal drauf eingehen.
00:23:08: Was kann man eigentlich tun?
00:23:10: Was könnten Ansätze sein?
00:23:12: Auch da hatten wir eine spannende Zuschrift nochmal erhalten von einer Userin namens Unterrichtist Haltung auf unseren Themenposts.
00:23:21: Wir machen ja auch immer begleitend eben Themenpostings auf Instagram.
00:23:24: Sie hatte uns geschrieben, wir brauchen Social Media Sprechstunden an der Schule Also ein Ort, wo Schülerinnen sich hinwenden können.
00:23:31: Wo Lehrerinnen auch sehen was die Jugendlichen da wirklich eigentlich bewegter draußen bei Social Media.
00:23:37: Dieses Konzept Social Media Sprechstunde Was hältst du davon?
00:23:40: Was ist das überhaupt?
00:23:41: Vielleicht kannst du da auch nochmal uns das ein bisschen einordnen.
00:23:44: Ja ich sage ganz pauschal erst mal als Antwort darauf ja dass brauchen wir Das wäre total toll.
00:23:51: Aber warum?
00:23:53: Ja eigentlich Passt das, was ich vorhin ja gesagt habe auch ganz gut dazu.
00:23:56: Ich kann es nicht einschätzen in welchen Glasen sie sich aufhalten und wenn ich heute denke ich hab ein Bild davon sind die jungen Menschen übermorgen ja wieder irgendwo anders.
00:24:05: Das heißt die Basis von allem ist dass ich als erwachsene Person erstmal mir einen interessierten und neugierigen Eindruck verschaffe davon Was machen die denn da überhaupt?
00:24:16: Was fasziniert sie daran, was sehen Sie selber vielleicht schon als problematisch an ohne dabei zu werden.
00:24:22: Das tue ich am besten wenn ich mit jungen Menschen spreche und das wird viel zu selten getan.
00:24:26: Ich glaube wir gehen als Erwachsene viel zu schnell diese Leiter hoch und denken oh das ist so und so und die Jugend funktioniert so und dann sind wir irgendwo in Ableitung aber die treffen vielleicht gar nicht zu.
00:24:34: Weder in die eine noch in die andere Richtung weder ein die sind total unreflektiert.
00:24:38: nein im Gespräch erlebt man was sie doch selbst auch schon kritisch sehen.
00:24:42: Die können super damit umgehen, die sind ja damit aufgewachsen.
00:24:45: Im Gespräch merkt man dann, wir stehen vor Herausforderungen und diese Herausforderung betreffen auch uns alle als Gesellschaft und deswegen finde ich dieses Angebot super toll und wichtig als Möglichkeit ein Raum zu haben wo ich hingehen kann wenn ich Fragen habe, wenn ich Dinge beobachtet habe.
00:25:03: Ich glaube nicht, dass das jetzt von jungen Männern genutzt würde.
00:25:05: Die da schon ganz tief in diesen sehr verfestigten Rollenbildern drin sind.
00:25:10: aber gerade um das im Vorfall zu erkennen.
00:25:12: Gerade Jüngere die erlebe ich auch immer sehr gesprächsbereit und offen in Projekten.
00:25:16: Wenn man eine Frage stellt gehen alle Hände in der Klasse nahezu nach oben sich einfach unvoreingenommen ins Gespräch zu begeben sich zeigen zu lassen was sie dann machen nicht zu werten weil Sie dadurch ja auch so ein bisschen das verteidigen müssen, was ihnen wichtig ist.
00:25:34: Sondern einfach zu schauen Was macht ihr da?
00:25:37: Was interessiert euch daran?
00:25:39: und aber auch zu unterstützen beim Problem weil Das durchaus genau diese Verknüpfung sein kann zwischen Ich kann jetzt individuell ein bisschen was tun, aber ich kann daraus auch Ableitungen treffen wie ich das dann noch mal strukturell an Schule besser einbinden kann.
00:25:53: Welche Projekte es braucht für welche Jahrgangsstufe und das müssen gar nicht mal unbedingt ganz spezifische Projekten zum Enosphere in Klasse elf sein ja?
00:26:01: Auch wäre toll!
00:26:03: Aber auch schon ein bisschen früher anzusetzen.
00:26:06: Danke für die Einschätzung.
00:26:08: Ich hatte auch da nochmal nachgeschaut im Vorfeld.
00:26:12: also dieses Konzept der Social Media Sprechstunde ist ja maßgeblich durch Silke Müller, die Digitalbotschaft Niedersachsens in Verbindung mit einer weiteren Lehrkraft von der Schule an der sie damals Schulleiterin war für über sechzehn Jahre glaube ich und jetzt beurlaubt ist entwickelt worden.
00:26:30: Und also ich finde diesen Ansatz an sich einfach klasse zu sagen auch okay wir haben hier wirklich mal so ein Ort in der Schule.
00:26:38: eine Art ist es immer die Frage wer's dann macht?
00:26:41: Ist das ein Vertrauenslehrkraft?
00:26:43: Ist es vielleicht auch ein Schulpsychologe, der das gut machen kann?
00:26:46: Ich weiß es nicht.
00:26:47: Da bin ich jetzt institutionell nicht tief genug drin.
00:26:50: Aber überhaupt diesen Ort zu haben, dass da Schüler hingehen können darüber sprechen können was ihnen begegnet und was sie erlebt für furchtbaren Content ist ja nun mal so.
00:27:00: Wo haben wir den Raum?
00:27:01: sonst?
00:27:01: mit den Eltern wird es unheimlich schwierig über solche Themen zu sprechen weil dann ganz schnell natürlich droht Handyverbot weg damit.
00:27:12: Ja, also finde ich vom Ansatz her einfach eine schöne Idee ist immer die Frage dann der institutionellen Umsetzung.
00:27:17: Wie kriegt man das auch wirklich hin?
00:27:19: Dann auch in die Breite.
00:27:20: da machen die beiden im übrigen auch jetzt neuerdings ein Angebot auf SocialMediaSprechstunde.de wo sie halt wirklich auch.
00:27:29: es ist aber ein kommerzielles Angebot natürlich Ja, entsprechend auch Anleitungen geben.
00:27:35: Wie so eine institutionelle Ausgestaltung so einer Sprechstunde aussehen kann mit Handlungsanweisung und so weiter?
00:27:40: Will sagen wir konnten das jetzt nicht im einzelnen prüfen und uns anschauen weil wir da auch keinen Zugang zu haben.
00:27:45: aber die Grundidee ist gut Und steht zu vermuten dass es eben auch einfach ein sehr vernünftiger Ansatz sein kann um eben auch diesen Raum zu schaffen über Geschlechterbilder problematische zu sprechen Weil das eben auch ein wichtiges Thema in der Lebenswelt von jungen Menschen.
00:28:02: Ja, haben wir das?
00:28:05: Also danke auch nochmal da für die Zuschrift an die entsprechende Userin.
00:28:10: Was könnten weitere Ansätze, was könnten Lösungen sein – ich meine wie am Jahr auch jetzt ein Unterrichtsempuls, können wir vielleicht ganz kurz darauf eingehen….
00:28:17: ja!
00:28:19: Was siehst du dann noch?
00:28:21: Es ist unglaubliches Potenzial, das jahrgangsübergreifend in allen Klassenstufen einzubinden.
00:28:27: Du hast vorhin von dem Ergebnis berichtet, wie oft das schon an Schule auch tatsächlich aufgegriffen wurde.
00:28:32: Das Thema und neben Ressourcen etc.
00:28:36: liegt eine mögliche Ursache vielleicht auch darin dass es gar nicht so einfach ist sich ganz spezifisch diesen Thema zu widmen.
00:28:43: wenn's jetzt darum geht zu gucken was sind eure konkreten Vorbilder und die kritisch zu betrachten.
00:28:48: Denn erstens gibt es die DSGVO, da stehe ich vor rechtlichen Fragen.
00:28:52: Was darf ich?
00:28:52: Was darf nicht?
00:28:53: Dann gibt's die AGB-Altersgrenzen.
00:28:55: Die dürfen teilweise den Netzwerken noch nicht nutzen.
00:28:58: Dann weiß ich nicht was mir dafür Content gezeigt wird.
00:29:01: Ich möchte ja vielleicht die anderen Schülerinnen der Klasse auch nicht auf einen Content leiten.
00:29:06: Das heißt, wenn ich das Ganze aufgreife, macht es Sinn, wenn man das ganze Lebensweltnahe macht.
00:29:12: Lebensweltenah bedeutet aber ... dass da ganz viele Fallstricke lauern, die auch nach hinten losgehen können.
00:29:18: Und vielleicht liegt es also auch an Unsicherheiten wie das Thema gut aufgreifbar ist.
00:29:24: und genau vor dieser Unsicherheit standen wir mal wieder bei dem Unterrichtsimpuls.
00:29:27: denn auch wir haben genau dieses Problem!
00:29:29: Wir wollen praktische Beispiele bringen aber wir wollen sie nicht auf die Seiten leiten und wenn wir sie selbst inszenieren sind Sie maximal albern und aus Hand von Erwachsenen Funktionieren nicht.
00:29:42: Du sagst, das
00:29:42: wissen wir auch mal ganz selten für dich.
00:29:43: Ja ist so egal wie gut man es versucht.
00:29:47: Deswegen haben wir uns versucht dem Ganzen ein bisschen anders zu nähern im Unterrichtsimpuls nämlich über eine Steckbriefmethode des Vorbildes.
00:29:58: Auftrag zu Beginn der Unterrichtsstunde ist dass sich jede Schüler wenn und jeder Schüler hinsetzt überlegt Welches Vorbild habe ich entweder im familiären Bereich, aber auch im medialen Bereich?
00:30:08: Gerne ein mediales.
00:30:09: Wenn Sie das schon haben der Unterrichtsimpuls startet ab Klasse fünf.
00:30:12: deswegen haben wir das auch auf das familiäre Umfeld und den bekannten Kreis also dahingehend geöffnet auch weil nicht alle da unbedingt mediale Vorbilder haben.
00:30:23: setzen sich also hin und notieren was macht die Person Was zeichnet sie so aus?
00:30:28: welche Eigenschaften hat sie Interessene Eigenschaften, Fähigkeiten möglichst geschlechtsneutral aufzuschreiben.
00:30:36: Leerkraft nimmt sich die ganzen Steckbriefe, ließ sie vor ohne zu erwähnen um wen es sich handelt.
00:30:41: und dann ordnet die Klasse ein.
00:30:43: Vermute ich das ist eine Frau, die Steckpriefe werden erst mal aufgehegt.
00:30:49: Im nächsten Schritt gehen die Schülerinnen durch den Raum und überall liegen gemischt auf den Tischen verschiedene Interessenfähigkeiten, Eigenschafte.
00:30:57: Und Sie haben den Auftrag die Männern und Frauen zuzuordnen und zwar entsprechend der gesellschaftlichen Erwartung.
00:31:03: Es geht also nicht darum, ob Sie selber denken, der Begriff Fürsorge oder fürsorglich oder stark steht für Mann- oder Frau sondern das zuzuordnen wie Gesellschaft es zuschreiben würde was gesellschaftlich so üblich ist.
00:31:19: Manches werden sie vielleicht da aber auch schon auf eine Schnittmenge hängen weil sie sagen Das würde ich jetzt nicht spezifisch einem Geschlecht zuordnen.
00:31:25: durch Gesellschaft Da würde Gesellschaft wahrscheinlich Das ist auch beiden Geschlechter zu schreiben.
00:31:31: Danach gucken Sie, gibt es denn jetzt Dinge wo ihr selbst von euch sagt das trifft auf mich zu?
00:31:38: Ich habe aber das andere geschlecht!
00:31:40: Das ist der Punkt mit dem wir nicht einsteigen bei den Unterrichtsempuls weil ich glaube dass es noch ein bisschen schwierig dann auch gerade so in achten neunten Klassen selber auch offen vor der Klasse zu sagen ich bin ein Junge und bin trotzdem weine trotzdem zum Beispiel abgetroschenes Beispiel zu nehmen.
00:32:02: Sie haben da die Möglichkeiten müssen aber nicht mitmachen, sie müssen sich nicht in allem öffnen dann diese Schnittmenge wachsen zu lassen also weg von der gesellschaftlichen Zuschreibung unter medialen Zuschreibungen hinzugehen zu ja aber wie ist es überhaupt?
00:32:15: und dann so über Leitfragen zu diskutieren?
00:32:18: wer entscheidet überhaupt was in dieser Schnittmenge landet?
00:32:20: Wer entscheidet wem?
00:32:21: was zugeschriebenes?
00:32:22: entscheidendes Gesellschaft entscheidende Medien liegt die Entscheidung bei euch.
00:32:26: und der Unterricht endet damit, dass sie sich da nochmal die Rollen Vorbilder nehmen.
00:32:30: Die Sie zu Beginn bearbeitet haben.
00:32:32: gucken wer steckte dahinter?
00:32:34: hat die Verwaltung zugetroffen oder nicht?
00:32:36: meine Hoffnung ist das da der ein oder andere Influencer die eine oder andere influencerin dabei ist die falsch falsch zugeordnet wurden im falschen geschlecht zu geordnet worden Und dann zu merken Moment!
00:32:49: Das ist ja mein Vorbild.
00:32:50: diese Person verkörpert aber Eigenschaften, die Gesellschaft eigentlich dem anderen Geschlecht zuschreibt und sich dann genau darüber auszutauschen.
00:33:00: Aber die Person ist ja trotzdem Vorbild für mich!
00:33:02: Und wo sind das die Vorbilder?
00:33:03: vielleicht gerade?
00:33:04: Weil sie das auch verkörpern und das gerade leben.
00:33:09: Ja, es war so ein bisschen dieser Zwiespalt aus.
00:33:13: wir haben keine realen Beispiele, aber Sie sollen trotzdem Ihre realen lebensweltnahen Beispiele mitbringen, trotzdem auch gleichzeitig in so einen Schoenraum zu geben... weil im Unterricht sich in so einem Klassen-Setting, wo ich nicht freiwillig mit den anderen zusammen bin und nicht unbedingt mit allen befreundet bin durchaus sich persönlich zu öffnen ohne sich schutzlos auszuliefern.
00:33:33: Es ist nicht so einfach um Unterrichtsmethoden dafür zu entwickeln und ich vermute auch dass daran dann eben scheitern kann das zum Unterricht aufgegriffen wird.
00:33:44: Zumal in der Kräfte Ausbildung das ja auch gar nicht enthalten ist.
00:33:47: Ja, aber danke für die Kurzeinordnung und die Vorstellung.
00:33:50: Das ist zumindest unsere Versuch auch für euch da draußen.
00:33:53: also schaut gerne mal vorbei auf unserem Campus dort findet ihr den Unterrichtsimpuls entsprechend.
00:33:59: Und ja zum Abschluss können wir eigentlich nur noch einmal sagen Danke fürs dabei sein heute.
00:34:06: Und ja, vielleicht noch mal so als Randnotiz weil es mir auch nochmal untergekommen ist also Jungs ist auch nochmal ein satirisches Sachbuch was total auch sehr gut einfach jetzt gerade zu dem Thema passt nämlich Alpha Boys von einem Stuttgarter Comedian namens Aurel, ich weiß nicht ob es richtig ausspreche, März erschienen Anfang Februar um genau zu sein.
00:34:27: Und ich glaube das kann auch noch mal sehr schön und weil's auch ein bisschen sagen wir mal heiterer und humoristischer glaube ich verarbeitet ist ja als Inspirationsgrundlage auch mal dienen sich mit dem Thema einfach mal auseinanderzusetzen und wo wir bei Vorbildern sind Genau so jemand ist eigentlich ein mögliches Vorbild und was dann auch auf Social Media aktiv werden kann.
00:34:47: Und wo man sich entsprechend auseinandersetzen und auch daran reiben kann, denn das ist letztendlich Identitätssuche nicht immer irgendwelchen Schablonen entsprechen sondern einfach mit unterschiedlichen Modellen auseinander setzen, mit Persönlichkeiten und sich vielleicht auch mal segment hier rauspicken, segment da auspicken... Ja, das zu etwas eigenem machen.
00:35:06: Zu der eigenen Identität.
00:35:08: also dass nur so als kleine Randnotiz und Empfehlung von uns Und ja ich würde sagen damit packen was vor.
00:35:14: heute vielen dank wäre.
00:35:16: es war mir ein fest und oft bald.
00:35:19: Vielen Dank!
00:35:20: Das haben wir alle Freude mehr dazu vertreten.
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