#09 No Blame Approach zwischen Schulhof und Smartphone: Mobbing verstehen, lösungsorientiert handeln

Shownotes

Mobbing findet nicht nur analog im Klassenzimmer, sondern auch digital auf Social Media und im Klassenchat statt. In dieser Folge macht Anna Wagner von »Zeichen gegen Mobbing« deutlich, wie variabel Mobbing sein kann und wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen. Dabei kommt vor allem der sogenannte No Blame Approach zum Einsatz: Statt Schuldige zu bestrafen, liegt der Fokus auf der Problemlösung, also darauf, die Situation für die betroffene Person nachhaltig zu verbessern und gefestigte Gruppendynamiken positiv zu verändern. Sich mit den betroffenen Personen solidarisieren, ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind, Lehrkräfte mit einbeziehen und gemeinsam Gruppendynamiken positiv verändern — all das kann helfen.

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00:00:00: Das Mobbing über digitale Medien setzt sich dann zu Hause fort, das heißt es betrifft nicht nur die Schulzeit sondern auch den privaten Bereich.

00:00:07: Egal wo ich mich im Internet aufhalte auf Social Media Plattformen was auch immer ich tue sind da neue Übergriffe möglich außerhalb von Schule?

00:00:15: Ich kann mich dem ja eigentlich gar nicht mehr entziehen.

00:00:28: Wenn ihr dieses Thema im Unterricht besprechen wollt dann findet Ihr passende Unterrichtsempulse auf unserem Campus.

00:00:36: Die EU hat anlässlich des Safer-Internetdays am zehnten Februar, zwanzig sechsundzwanzig einen Aktionsplan gegen Cybermobbing angekündigt.

00:00:44: Studien zeigen wie wichtig das Thema ist denn jedes sechste Kind im Alter von elf bis fünfzehn Jahren war schon einmal von Cybermobil betroffen.

00:00:51: Das sind vier bis fünf Kinder einer Klasse bei durchschnittlicher Klassengröße.

00:00:56: Im Zuge des Aktionsplans soll unter anderem eine App entwickelt werden mit den Betroffene Beweise sichern und Cybermobile melden können.

00:01:03: Aber auch Prävention spielt im Vorhaben eine bedeutende Rolle.

00:01:06: Entsprechende Leitlinien für Schulen sollen dazu überarbeitet werden, aber es sollen auch Ressourcen an Schule und in außerschulischer Bildungsarbeit verstärkt werden.

00:01:15: Bis dieses Vorhabem im gelebten Alltag dann aber ankommt wird noch Zeit vergehen.

00:01:19: Was passiert denn in der Zwischenzeit?

00:01:20: Das schauen wir uns heute an.

00:01:22: Ja und damit herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Spotlight Medienbildung.

00:01:27: Und ja ein bisschen abweichend davon wie man's bislang eigentlich so kennt habe ich heute Fast gar nichts zu tun, sondern ich hab die Ehre eigentlich zu übergeben an meine Kollegin Vera.

00:01:38: Die nämlich ein spannendes Gespräch geführt hat mit einem Gast und einer Gästin.

00:01:44: kannst du da gleich etwas näher sagen?

00:01:46: Wer war das und wen handelt es sich?

00:01:48: Worum geht's?

00:01:49: Sehr gerne!

00:01:50: Ich habe heute mit Anna Wagner gesprochen von der Initiative Zeichen gegen Mobbing.

00:01:56: Zeichen Gegen Mobbing bietet zum einen Präventionsangebote in Form von Workshops, Schulungen... an Schule, zum anderen machen Sie aber auch Interventionsbegleitung in dem Themenbereich an Schule.

00:02:07: Und sie bringt da ganz tolle Expertise mit – zum einen durch ihr Engagement bei der Initiative Zeichen gegen Mobbing, zum anderem aber auch weil sie selbst hauptberuflich als Schulsozialarbeiterin arbeitet.

00:02:17: Deswegen können unsere Zuschauerinnen sehr gespannt sein auf spannende Insights und sehr, sehr praxisnahe Tipps!

00:02:24: Ja perfekt, das klingt doch wunderbar und auch hoffentlich spannend für euch da draußen.

00:02:28: Wir wünschen ganz viel Spaß nun bei der kommenden Folge!

00:02:33: Ich freue mich, heute die Anna Wagner zu Gast zu haben.

00:02:36: Expertin für den Bereich Mobbing.

00:02:38: Anna arbeitet für die Organisation Zeichen gegen Mobbing?

00:02:42: Schönen, dass du heute hier sein kannst!

00:02:43: Ja schön, dass ich eingeladen wurde.

00:02:45: Vielen Dank.

00:02:46: Ich freu mich sehr auf das Gespräch mit dir.

00:02:48: Magst du mal direkt erzählen wer ist Zeichen Gegen Mobbing?

00:02:50: was macht ihr und was bietet ihr an?

00:02:53: Sehr gerne.

00:02:54: Also wir sind eine Organisationenverein der Jahr zehntausend siebzehn gegründet wurde und wir sind in ganz Deutschland aktiv und haben letztendlich so drei Kernprojekte.

00:03:06: Das eine, das ist ein bisschen das Baby des Vereins sind die Präventionsprojekten, die wir an Schulen durchführen.

00:03:14: kann ich gleich gerne noch mal kurz mehr zu sagen?

00:03:17: dann das zweite sind die Interventionen, die Wir begleiten also dass es zum einen die Beratung von Betroffenen von Eltern und von ja schulischen Mitarbeitenden sage ich jetzt mal grob zusammengefasst und dann sowohl Beratung als auch die Begleitung in der Schule, wenn notwendig oder wenn gewünscht bis diese Situation gelöst ist.

00:03:39: Und das Dritte ist das Netzwerk aus Ehrenamtlichen was wir haben wo allein schon durch das Thema bedingt viele sind die selbst in der Vergangenheit auch auf die Erfahrung gemacht haben dass sie vielleicht nicht zwert sind oder also das Gefühl bekommen haben nichts wert zu sein.

00:03:54: Und genau das ist etwas, da setzen wir an.

00:03:57: Dadurch dass sie bei uns sich engagieren, merken Sie immer mehr was für einen Wert sie doch für die Gesellschaft haben und vielen hilft es einfach da dann auch was zurückgeben zu können.

00:04:07: Und genau, das ist also so dieser dritte Baustein letztendlich bei uns im Verein Unsere Präventionsprojekte sind in mit fünf Bausteinen aufgebaut.

00:04:17: Das erste ist eine Vorherumfrage mit den Schülerinnen, das heißt die kriegen nur online Umfragen, die sie dann in der Schule gemeinsam also jeder einzelne ausfüllen aber als Klasse zusammen.

00:04:27: und genau da geht es dann so ein bisschen darum zu erfahren wie geht's den Schülern gerade in der klasse was sind so die größten Herausforderungen?

00:04:35: Und es geht auch so ein bissel darum zu schauen Wie ist das vorwissen zum Thema Mobbing?

00:04:39: und ja die das sind aber anonyme erhobene umfragen Die führen wir also mit den Schülerinnen durch.

00:04:45: Dann in Schritt zwei sprechen wir, so genannte Situationserfassung mit den Klassenleitungen.

00:04:51: Das heißt auch da holen wir uns noch mal die Perspektive ein.

00:04:53: also wir schicken denen einmal die Umfrageauswertung zu und besprechen sie und zum anderen holen wie auch da nochmal so ein bisschen Hintergrundwissen ein dazu.

00:05:02: ja was ist aus deren Sicht gerade die größte Herausforderung?

00:05:05: Was wünschen diese sich für den Workshop Besonderheiten?

00:05:08: dies zu beachten gilt mit der Klasse einfach.

00:05:11: Und dann kommen wir zum Kernbaustein, den Workshops.

00:05:15: Da sind wir dann einen Vormittag in der Schule oder in der Klasse.

00:05:20: besser gesagt und genau das ist dann inhaltlich angepasst an was wir in der Umfrage erfahren haben, was wir eine Situationserfassung erfahren haben und da arbeiten wir dann ja den Vormittel mit der Kasse zu den verschiedenen Themen.

00:05:33: also wir schauen uns an was es eigentlich gewalt, was ist Mobbing?

00:05:37: Der Abgrenzung zum Streit Und dann auch zu schauen, welche Werte sind der Klasse wichtig?

00:05:42: Wie kann es da weitergehen.

00:05:44: Also auch so ein bisschen der Blick in die Zukunft führen bis aus Miteinander.

00:05:47: Das Projekt heißt auch besser miteinander und genau das ist also dann so dieser... Kernbausteinen.

00:05:53: und Schritt vier ist dann nochmal eine Elterninformation in der Regeln Elternabend, wo wir auch die Eltern noch mal mit ins Brot holen als dritte Zielgruppe letztendlich um sie auch miteinzubeziehen.

00:06:03: Weil wir einfach merken es braucht alle um eine Mobbing Situation nachhaltig lösen zu können und je mehr davon im schuldigen Umfeld Bescheid wissen umso besser.

00:06:14: Und Schritt fünf ist dann etwa zehn Wochen nach dem Workshop noch mal eine Nachherumfrage, wo wir also auch schauen wie es die Situation dann zehn Wochen später um zumindest erst Rückschlüsse darauf ziehen zu können.

00:06:25: Wie hat sich diese Situation verändert in der Klasse?

00:06:29: Das ist so das Präventionsprojekt was wir in Deutschland bundesweit durchsetzen.

00:06:36: Ich kann mir vorstellen dass über diese Vorab-Umfrage unter den SchülerInnen durchaus die eine oder andere Mobbing-Situation zur Sprache kommt, die in der Klasse schon besteht.

00:06:47: Ist das Projekt mit den fünf Schritten eher angesiedelt im Bereich Prävention?

00:06:51: Oder greift ihr auch auf Situationen zurück, die tatsächlich in der klasse schon bestehen?

00:06:57: Wie geht ihr damit um?

00:06:58: Ja genau also grundsätzlich ist es ja unser Präventionsprojekt,

00:07:03: d.h.,

00:07:03: der Fokus liegt auch weiterhin auf der Prävenzion und wie ich schon gesagt habe ist da manchmal sichtlich, dass es Mobbing-Situationen gibt.

00:07:12: Und gerade auch die Erfahrung zeigt auch Lehrkräfte wissen davon nicht immer.

00:07:17: also in der Situationserfassung würden wir das ja sonst auch entsprechend mitbekommen und genau wenn wir aber dann in der Klasse sind dann spielt das erst mal keine Rolle.

00:07:25: Also für uns ist natürlich schon interessant zu wissen okay, da gibt's Mobbingsituationen Da wissen Kinder genau wovon wir sprechen.

00:07:30: im Zweifelsfall Aber das ist dann eher so.

00:07:32: erstmal eine Info für den Workshop an sich für dieses Präventionsprojekt Ist das zweitrangig?

00:07:38: Und das ist auch das, was wir in den Schulklassen oftmals direkt sagen.

00:07:43: Genau also Fokus oder so Hauptzielgruppe würde ich sagen von unserem Präventionsworkshops ist halt die gesamte Klasse.

00:07:50: und wen wir am meisten erreichen wollen ist diese zuschauende Teil der Klasse, der sich vielleicht eben nicht positioniert innerhalb einer Mobbing-Situation.

00:07:59: aber genau wenn wir den Workshop durchführen haben natürlich alle da sitzen.

00:08:02: Da haben wir dann mobbende sitzen, da haben wir betroffene Sitzen, Aber da sehen wir die auch einfach als eine Gruppe, als eine Klasse.

00:08:12: Da geht es jetzt nicht darum wer hat was erlebt und so was.

00:08:15: Was aber den Schülern immer offen steht ist natürlich trotzdem während des Workshops eigene Erfahrungen zu teilen Und das kommt auch nicht selten vor dass Betroffene da den Mut finden dann über ihre Erfahrung zu sprechen und genau dann können wir natürlich ansetzen und nochmal Hilfsangebote anbieten vermitteln.

00:08:32: Du hast gerade angesprochen dass Lehrkräfte auch nicht unbedingt wissen, dass es eine Mobbing-Situation in der Klasse gibt.

00:08:39: Dass das für Lehrkräften total wichtig ist anlässlich eines Präventionsworkshops dann noch mal darauf aufmerksam zu werden.

00:08:45: Dass es neben der Prävention noch was anderes braucht und in der Folge dann ja auch darauf eingegangen werden kann und ein Riesengewinn überhaupt darauf aufmärksam zu werden, dass man eine feste Mobbing Situation gibt.

00:08:59: Wir haben jetzt gerade schon ganz viel ... gesprochen über verschiedene Aspekte Mobbing, über Rollen hast du gerade gesprochen.

00:09:08: Lass uns doch sehr gerne nochmal genau hinschauen und erstmal so eine gemeinsame Grundlage schaffen.

00:09:12: was bedeutet Mobbing überhaupt?

00:09:15: Wer sind die Beteiligten im Mobbingprozess?

00:09:18: Ich erinnere mich daran dass ich einen Unterrichtseinheit zum Thema Mobbing und Cyber-Mobbing geschrieben habe und sehr lange nach einer allgemeingültigen Definition für Mobbing gesucht haben.

00:09:29: Es gibt keine Definition vor Mobbing, aber ihr habt eine Definition für eure Workshops.

00:09:35: Wie definiert ihr Mobbing?

00:09:36: Was sind Merkmale?

00:09:37: Woran erkennt man das?

00:09:38: Genau wie du schon sagst es ist super schwierig in der Wissenschaft da eine einheitliche Definition zu finden und dass auch ein großes Problem gerade wenn wir dann später von so Blick auf Studien werfen.

00:09:48: also was ist eigentlich die Grundlage?

00:09:50: weil es halt eben nicht einheitlich eine Definion per se gibt Und wenn es irgendwie Definitionen gibt, dann tatsächlich oft auch aus dem Erwachsenen-Kontext.

00:10:01: Und genau deshalb haben wir das ein bisschen angepasst.

00:10:03: Das vielleicht kurz vorweg weiter ausgeholt.

00:10:06: aber letztendlich in den Schulen arbeiten wir mit fünf Kriterien also fünf Merkmalen die gleichzeitig ja vorliegen müssen damit wir von Mobbing sprechen.

00:10:15: dass eine ist dass sich um Gewalt handelt.

00:10:18: Und da ist auch noch mal wichtig zu sagen, sonst hätte wieder die Frage, wo beginnt denn Gewalt?

00:10:22: und Gewalt ist all das was die betroffene Person als verletzend empfindet.

00:10:25: Also der häufigste Satz den wir wahrscheinlich in Schulen hören ist ja es doch nur Spaß.

00:10:30: aber wenn die Betroffende Persons als Verletzender empfindete dann ist das völlig egal wie das vielleicht auch gemeint war oder nicht gemeint wird.

00:10:38: sobald die Betroffenen sind als Verleitzenden empfindeten handelt sich um Gewalt.

00:10:41: also Punkt eins liegt Gewalt vor.

00:10:45: Der zweite Punkt ist dann ein Kräftungleichgewicht, das wahrscheinlich präsenteste für viele was es als ersten Kopf kommt der ja also viele gegen Einzelnen kann aber auch sein groß gegen klein.

00:10:58: Wir können aber auch davon sprechen, dass beispielsweise jemand beliebter ist und jemand unbeliebter.

00:11:04: Dass jemand intelligenter ist als das Gegenüber.

00:11:06: also egal ob auf körperlicher oder sedelscher Ebene in irgendeiner Weise liegt ein Kraft- und Gleichgewicht vor.

00:11:11: dann die Häufigkeit.

00:11:13: also mindestens einmal pro Woche finden diese Gewalthandlungen statt.

00:11:18: Also es heißt zum Beispiel auch im Sport fallen kann es sein ich habe einmal eine Woche Training erlebe jedes mal dort Gewaltübergriffe Und auch dann sprechen wir von Mobbing sprechen, wenn die anderen Parts erfüllt sind.

00:11:32: Punkt vier ist dann die Dauer und das ist tatsächlich der Punkt wo die Wissenschaft am meisten auseinander geht.

00:11:40: Ist sie vielleicht auch aufgefallen bei deiner Stärke?

00:11:42: Genau!

00:11:43: Und da haben wir gesagt reicht es hat sich aus mindestens einen Monat diese Gewaltübergriffe zu erleben.

00:11:49: Also Wissenschaft geht da bis sechs Monate und das ist gerade so ein Aspekt, der oft aus der Erwachsenenpsychologie oder Erwachsene im Vordergrund rauskommt.

00:11:59: Genau bei Kindern und Jugendlichen geht man davon aus dass die Folgen schneller einsetzen und dadurch entsprechend das Schumacher Untergesetz.

00:12:08: Und es geht ja vor allem auch darum letztendlich eine Definition zu haben um zu wissen wie kann man am besten helfen so eine Situation schon ein Monat zu ertragen.

00:12:17: Das ist oft was, wo Kinder dann auch sagen ... Boah!

00:12:20: So lange das zu erteilen.

00:12:21: und genau das ist halt der Punkt.

00:12:22: Und Streit ist ja letztendlich das, wo es am ähnlichsten zu ist.

00:12:28: Streit dauert vielleicht ein paar Minuten, ne Stunde, einen Tag.

00:12:32: Von daher sind da, wenn wir von Wochen sprechen, dass er deutlich belastender und entsprechen mindestens einen Monat.

00:12:39: Fänden die Gewaltübergriffe regelmäßig statt?

00:12:42: Und der fünfte Aspekt ist die Hilflosigkeit.

00:12:44: Das heißt, anders als bei einem Streit oder bei einem Konflikt ist die betroffene Person generell für die nachhaltige Lösung der Situation Hilfe von außen notwendig.

00:12:55: und genau das ist ja würde ich sagen auch so dass Haupt der Hauptunterschied liegt vor allem auch daran wenn man jetzt diese Kräfteung gleichgewicht denkt Dass es da einfach keine Möglichkeit gibt auf Augenhöhe sich zu begegnen.

00:13:09: Und das andere ist, dass es bei einem Streit eine Meinungsverschiedenheit gibt.

00:13:13: Die zugrunde liegt und beim Mobbing geht's oft um Anerkennung die sich die aktuellen wünschen mit den Mobbenden.

00:13:22: Deshalb ist eine gemeinsame Lösungsfindung durch ein gemeinsames Gespräch schwierig.

00:13:27: Das ist dann eher Hilfe von Außen notwendig.

00:13:29: Ja, da brauchst du dann ganz andere Maßnahmen als beim Konflikt.

00:13:33: Ich kann mir auch vorstellen dass ich in der Situation wenn ich gemobbt werde ja auch kein unterstützendes Umfeld in meiner Anwesenheit in der Klasse habe die mir da helfen würden bei der Lösung.

00:13:46: das sind... Da brauchst du ja ganz anderes.

00:13:50: Das höre ich ganz oft, dieses Ah der hat mich gemobbt so ein bisschen aus Spaß und gemeint damit ist bestenfalls ein Streit wenn überhaupt.

00:13:58: Ein zweites Missverständnis was die Begrifflichkeit von Mobbing angeht erlebe ich auch ganz häufig in den Medien In der Abgrenzung zu Hate Speech Auch von Erwachsenen, die da sehr viel durcheinander bringen.

00:14:10: Weil es auch wahrscheinlich sehr schwer ist das immer voneinander zu trennen.

00:14:14: Immer wieder lesen wir ja irgendwo auf Social Media und YouTube-Kommentaren Kommentare, die durchaus erst mal als Mobbing verstanden werden könnten wenn man das sieht zum Beispiel Mobbing-Handlungen, ich beleidige eine Person.

00:14:31: Ich setze sie herab und greife sie an.

00:14:33: ganz oft steckt aber wenn man jetzt die reine digitale Ebene anschaut auch Hades Beach dahinter das gar nicht die Person selbst gemeint ist sondern die gerade als Projektionsfläche genutzt wird für eine Gruppe von Menschen.

00:14:44: Wir sprechen bei Hades beach hier auf ein gruppenbezogener menschenden Feindlichkeit.

00:14:47: Ich behandle diese Personen jetzt gerade und sie es willkürlich.

00:14:51: diese Person die das abbekommt weil sie Eine Frau ist aus dem anderen kulturellen Hintergrund kommt was auch immer um das auch da noch mal so ein bisschen aufmerksam zu machen.

00:15:01: Das sind Dinge, die vermischen sich sehr schnell und ich denke es ist sehr wichtig.

00:15:05: Es macht viel greifbarer und alles was auch darauf aufbaut dass erst einmal zu besprechen mit jungen Menschen was heißt das überhaupt?

00:15:13: ihr seid ja sehr viel an Schule.

00:15:15: du hast gerade auch den Sportvereinen angesprochen würdest du sagen es findet in Schule im Vergleich zu anderen Orten häufiger statt?

00:15:23: Und wenn ja warum?

00:15:25: Oder wenn nein, warum?

00:15:27: Ist der Sportverein genauso Ort für Mobbing wie die Schule oder gibt es da Unterschiede?

00:15:35: Es ist schon mehr Schule.

00:15:38: Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

00:15:40: Das eine ist, dass die Zeit, die in den Schulen verbracht wird, deutlich höher als bei einem Hobby, das ich vielleicht einmal die Woche eine Stunde oder ander Teil habe.

00:15:48: Vielleicht auch zweimal die Woche.

00:15:50: Also das ist schon mal ein Aspekt.

00:15:53: bei einem Sportverein.

00:15:54: Ich suche mir selber aus, wo ich hingehe und was ich

00:15:56: mache.".

00:15:57: Das habe ich in der Schule nicht.

00:15:59: In der Schule bin ich dieses System ja irgendwie reingezwängt also kann mich frei entscheiden auch wenn ich in einer Gruppe erstmal drin bin.

00:16:08: Also Mobbing ist ein gruppendynamischer Prozess und wenn ich also in eine Gruppe drinnen bin... in der Klasse, dann bleibe ich oft ja über Jahre in dieser Klasse.

00:16:17: Und auch für einzelne Fächer wird das sehr selten aufgeteilt.

00:16:20: Also ich laufe den ganzen Vormittag mit einem und demselben MitschülerInnen und genau das ist also auf jeden Fall etwas was dafür sorgt dass Mobbing tatsächlich ja sehr häufig auch an Schule stattfindet.

00:16:32: und wie gesagt so diese Zeitaspekt ist so das andere.

00:16:35: von daher ja Schule ist dadurch aus.

00:16:37: nochmal so der Ort des Geschehens Und ja, auch so ein bisschen fokussiert ist auf spezifische Fähigkeiten und Stärken.

00:16:46: Ich finde Schule immer sehr zugeschnitten auf Fähigkeit, wo manche sehr glänzen können oder ganz viel schon mitbringen, viele Unterstützung zu Hause bekommen und andere Erfähigkeiten in anderen Bereichen haben die in Schule gar nicht so zum Tragen kommen.

00:17:00: Und dieser bewertende Kontext ist da sicher auch herausfordernd spannend.

00:17:05: Klar, sie sind natürlich sehr lange gemeinsam in einer ganz festen Gruppe im Sportverein an anderen Orten hat man ja immer einen Wechsel.

00:17:12: Ich denke jetzt gerade noch mal an den Ort Internet und das Thema Cyber-Mobbing.

00:17:16: Meine Erfahrung ist, dass in der Regel Mobbing im Direkten gegenüber entsteht und sich dann auf digitaler Ebene zusätzlich fortführt.

00:17:24: Das heißt es ist kein Entweder oder sondern ein Sowohl als auch.

00:17:27: Und Es gibt Aspekte die für mich, dass Mobbing über digitale Medien sehr brisant machen so was wie Gerade so diesen Punkt.

00:17:36: du hast davon gesprochen.

00:17:37: wir verbringen sehr viel Zeit in Schule.

00:17:40: Das Mobbing über digitale Medien setzt sich dann zu Hause fort, das heißt es betrifft nicht nur die Schulzeit sondern auch den privaten Bereich.

00:17:47: Egal wo ich mich im Internet aufhalte auf Social Media Plattformen was auch immer ich tue sind da neue Übergriffe möglich außerhalb von Schule.

00:17:56: Ich kann mich dem eigentlich gar nicht mehr entziehen Je nachdem, wo das stattfindet, erreicht es auch eine große Öffentlichkeit.

00:18:03: Im Klassenchat ist es dann die Klasse aber es gibt ja auch größere Gruppen und noch mehr aus der Schule in den Chats drin sind, aber auch komplett öffentliche Profile, wo Dinge stattfinden können, die dann unbeteiligter am anderen Ende der Welt erreichen.

00:18:16: Es gibt also keine Rückzugsräume mehr.

00:18:20: Das findet rund um die Uhr statt, es erreicht eine große Hast.

00:18:29: du über eure Schulprojekte beobachtet, dass zum Beispiel die technischen Möglichkeiten die künstliche Intelligenz mit sich bringt?

00:18:37: Bildmanipulation oder ähnliches.

00:18:39: Wenn ich von Deepfake-Technologien denke und einfach Videos oder Bilder generieren kann gerade Videomaterial von Personen in ganz anderen Kontexten zeigen kann, erlebst du das es da auch eine Änderung gibt was so Übergriffe im Netz anbetrifft.

00:18:55: also Reden die Schülerinnen und Schüler bei Schulprojekten auch darüber?

00:18:59: Ja, also vor allem merken wir es halt in Beratung.

00:19:03: Wo wir dann natürlich mit Betroffenen noch mal mehr sprechen als jetzt in den Präventionsprojekte.

00:19:08: Aber genau, da hatten wir Beratungsfälle, wo es diese Deep Fakes gab, wo dann Fotos genommen wurden und daraus Videos dann mit KI erstellt wurden und ja teils rassistische Äußerungen getätigt wurden ... Betreffendes Kind halt nie geäußert hat.

00:19:26: Und selbst als es nachher aufgeklärt wurde, war's halt super schwer das Image wieder herzustellen in dem Sinne... Also von daher ist natürlich noch mal eine neue Gewalttantlung dazugekommen.

00:19:37: aber wie du gesagt hast also es ist trotz allem oft eher was ergänzendes und genau eine Ergänzung oder ja eine Einschränkung.

00:19:46: wo ich noch machen, du hast gesagt so Ja im Klassen Chat ist es irgendwie übersichtlich noch.

00:19:50: Das Problem ist dass da aber auch Ich weiß nicht, wer lädt es runter.

00:19:56: Wer teilt es irgendwie?

00:19:57: Wer guckt aber auch an dem Endgerät mit?

00:19:59: Selbst wenn's nicht geteilt wurde, weil das vielleicht eine Einmalansicht war oder so ... Wer hat denn da vielleicht gerade mit reingeguckt?

00:20:05: Oder ich kann ja auch mit einem anderen Handy ein Foto davon machen.

00:20:09: Also auch diese Einmalfotos sind halt nicht nur einmal da und verschwinden danach wieder.

00:20:14: Und ich glaube, dass ist halt auch noch mal ne große Herausforderung, dass das immer noch so'n Irrglaube ist.

00:20:20: Ja!

00:20:21: Ja, alles was jemals digital war lässt sich so schnell verbreiten und ist dann auch außerhalb der Kontrolle derjenigen die das ursprünglich geteilt haben.

00:20:29: Ich erinnere mich an Schulprojekte bei denen haben einzelne Schülerinnen und Schüler berichtet ich habe gar nicht geahnt was ich damit überhaupt auslöse.

00:20:37: Das war Ursprünglichkeit ein böser Wille aber hat eine eigene Dynamik entwickelt Und ich hab gemerkt ich kann es auch gar nicht mehr zurückholen und das tut mir total leid weil das ist jetzt überall Ich hab keinen Einfluss mehr darauf.

00:20:51: Nicht nur ich sehe nicht, wer alles mitbekommen hat, sondern es kann weiterverbreitet werden und das ist ein herviger Satz der immer so aus der Elterngeneration kommt.

00:21:02: Das Internet vergisst nie aber es ist leider genau das.

00:21:05: Selbst wenn ich dafür sorge dass diejenigen, die Sachen hochgeladen haben sie runternehmen weiß halt nicht wie's vielleicht schon weitergeteilt wurde wo noch gespeichert ist auf welchen Servern oder ... auf welchen privaten Endgeräten das einfach schlummert und jederzeit wieder hervorkommen kann.

00:21:23: Und dass ist halt tatsächlich nochmal eine Besonderheit, die wir bei Sabamo Wing dann noch dazubekommen.

00:21:28: Ja auch wenn ich beispielsweise die Schule wechsle muss ja gar nicht ursächlich damit im Zusammenhang stehen oder wenn ich an irgendwelchen neuen Orten bin in einem neuen Sportverein Und irgendwas auf meinen Profilen zu finden ist oder auf anderen, die das teilen muss ich ja auch damit rechnen.

00:21:44: Dass es auf einmal eine Gruppe, die gar nichts mit der anderen Gruppe zu tun hat davon erfährt und sich möglicherweise auch das dann ins Miteinander trägt.

00:21:51: Das ist auf jeden Fall ne Präsence, die dazugekommen ist.

00:21:55: über die digitale Ebene Wie ist es denn mit den Mobbing-Handlungen im direkten Gegenüber an Schule?

00:22:01: Was berichten die Schüler in da?

00:22:02: was kommt da besonders häufig vor an Schule?

00:22:05: Also wir merken, dass vor allem alles was unterschwellig funktionieren kann.

00:22:10: Sei es Beleidigung, sei es Beschimpfung, sei ausgrenzen oder auslachen.

00:22:16: Wir haben schon darüber gesprochen.

00:22:17: für Lehrkräfte, das ist nicht immer so direkt ersichtlich.

00:22:21: Genau das ist halt ne?

00:22:23: Alles was irgendwie unterschuellig passieren kann... werden wir von seelischer bzw.

00:22:28: psychischer Gewalt sprechen, dass es so das was am häufigsten vorkommt.

00:22:33: Wir kommen später auf jeden Fall nochmal genauer drauf zu sprechen, woran Lehrkräfte und Schulsozialarbeiten Mobbing erkennen können auch schon möglichst früh erkennen können.

00:22:43: vieles findet ja sicherlich auch gezielt an Orten statt, wo sie es nicht mitbekommen.

00:22:50: Da gucken wir später auf jeden Fall noch mal genauer drauf.

00:22:53: Spannend wäre noch zu wissen um nochmal bei den Grundlagen zu bleiben Wir haben eine große Klasse.

00:22:58: Wir haben Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende.

00:23:00: Wer davon ist Teil des Mobbing Systems?

00:23:02: Und wer hat welche Rolle?

00:23:04: Ja grundsätzlich lässt sich erst sagen innerhalb von der Klasse.

00:23:07: alle sind Teil von der Mobbing-Situation.

00:23:10: Wenn wir innerhalb von der Klasse Mobbing haben, dann haben die betroffene Personen, die also die Gewalt erfährt, dagegen überstehen dann die mobbenen bzw.

00:23:19: Akteurinnen, also diejenigen, die aktiv die Gewalte ausüben und da auch so ein bisschen ... Ich sag mal, ob die Strippenzirren sind.

00:23:26: Und hinter denen stehen aber noch die mitlaufenden, die ähnlich wie die mobbenden Anerkennung haben wollen in der Regel Und sie hoffen sich aber diese Anerkennung meist eher von den Mobbenden.

00:23:40: Sie wollen halt eine Freundschaft mit denen aufrechterhalten oder generell erst mal gesehen werden und machen deshalb mit, also auch sie üben aktiv Gewalt aus sind dabei jetzt erstmal nicht die Strippenzirren, also so machen aber mit.

00:23:54: Das ist also schonmal dieses Direkte was man ja oft vielleicht noch im Kopf hat wenn man an der Mobbing Situation denkt.

00:24:00: Und du hast schon gesagt, dann haben wir bald ja auch einen Großteil der Klasse.

00:24:03: Der vielleicht erst mal gar nicht dazugehört.

00:24:05: Also lass es vielleicht mal vier, fünf Momente sein mit den Mitlaufenden zusammen und dann haben die aber trotzdem noch einen ganz großen Teil.

00:24:15: Was ich schon einmal wichtig finde zu sagen ist halt für die Betroffenen fühlt sich erstmal so an wie, naja, die stehen alle dahinter, weil ... Da kommen wir zum entscheidenden Punkt, die meisten davon schweigen!

00:24:26: Also nicht, weil sie dem tatsächlich zustimmen, was da passiert.

00:24:29: Aber weil sie sich aus verschiedensten Gründen nicht trauen einzuschreiten oder denken, komm, das schafft die Person schon selber?

00:24:35: Haben vielleicht auch ein anderes Bild von der betroffenen Person?

00:24:37: Denken halt, ja, die ist selbstbewusst, die schafft das schon und kriegt es sonst gut hin ... Genau, also aus irgendeinem Grund schweigen die meisten für sich plausiblen Grund.

00:24:49: Und von dieser Gruppe kann's dann sein, dass noch einen Teil sich ... Oder die können sich auch noch mal entscheiden.

00:24:56: Die einen werden vielleicht zu verstärkenden, so nennen wir sie in unseren Workshops Das sind also all jene, die nicht selbst aktiv Gewalt ausüben Aber letztendlich diejenigen sind, die die Anerkennung den Mammeln geben Also indem Sie lachen, indem Sie jubeln Indem Sie anfeuern wie auch immer.

00:25:14: Also diese ganze Situation nochmal anfeueren und befeueren Und genau das sind also die Verstärken haben wir das eben auch schon angesprochen, noch die Lehrkräfte.

00:25:27: Die bekommen uns halt oft nicht mit.

00:25:29: für dies also erst mal sie haben eine Gruppe vor sich, also die Klasse und ja wissen aber gar nicht wer ist in welcher Rolle da?

00:25:36: Und das ist schon einmal ein entscheidender Punkt dass Sie da Bescheid wissen damit sie ihrer Verantwortung auch nachkommen können, die sie nunmal haben die Mobbing Situation zu lösen weil sie sind letztendlich dafür verantwortlich dass es allen Schülern in der Schule gut gehen kann.

00:25:50: Und genau, das heißt die sind optimalerweise dann also eine helfende Anlaufstelle.

00:25:56: Auch nicht immer sicherlich aber dass es jetzt mal so im Optimum und genauso wie die Lehrkräfte können halt auch andere aus der Klasse oder aus dieser großen Gruppe von Schweigenen können theoretisch auch zu Helfenden werden.

00:26:11: Genau und das ist dann also nochmal so die letzte Gruppe, die dann also der betroffenen Person in irgendeiner Weise hilft.

00:26:16: Das muss nicht immer direkt Ja, ich muss nicht immer direkt dazwischen gehen um zu helfen.

00:26:22: Sondern es gibt auch viele andere Wege, um ja vielleicht... Also das ist etwas was ich oft höre oder was ich auch gut nachvollziehen kann erstmal so diese Angst selbst betroffen zu werden und deshalb finde ich das noch mal wichtig.

00:26:34: also helfen ist nicht immer nur ich gehe in der Situation dazWischen und sage irgendwie Halt Stopp und sorge dafür dass es aufhört sondern vielleicht auch eine Lehrkraft dazu zu holen kann schonmal Hilfe sein.

00:26:43: Ich denke da sehr an eine Situation, die schon viele Jahre zurückliegt.

00:26:46: Die ich selbst erlebt habe in meiner Schulzeit wie wahrscheinlich sehr viele, die uns auch zuhören ähnliche Geschichten... ähnlicher Geschichten ist der falsche Begriff ähnlichen Situationen und Vorfälle im Kopf haben aus ihrer Schulzeit wo Ich mich bis heute frage, weshalb es niemals aktiv Thema war.

00:27:10: Ich erinnere mich an eine Situation, die in der fünften Klasse begann.

00:27:14: Eine Klassenkameradin war zunehmend immer mehr beleidigungen ausgesetzt und wurde wegen ihrem Hobby geärgert, ihren Körpergeruch, allen möglichen Dingen von ... Es waren im Kern tatsächlich auch genau fünf in der Klasse, die da sehr aktiv beteiligt waren.

00:27:35: Und wir haben aber gar nicht miteinander gesprochen wie anderen in der Klasse.

00:27:38: Das war auch niemals Thema mit den Lehrkräften, das Ganze liegt jetzt knapp vierzig Jahre zurück muss man dazu sagen.

00:27:44: ich glaube da hat sich einiges verändert an Schule und ich erinnere mich dass ich hinter sechsten Klasse in einer Situation war wo diese Gruppe ihr gegenüber saß in einer Pause.

00:27:53: keine Lehrkraft war im Raum niemand hatte sonst mitbekommen und sie haben Sie auch wieder massiv beleidigt habe ich ohne vorher nachzudenken, mir nicht in die Situation gegangen und hab gesagt, ich fände das total unfair.

00:28:06: Sie sollen aufhören, sie zu

00:28:07: beleidigen.".

00:28:08: Und hatte ab dem Zeitpunkt dann auch eine etwas andere Rolle in der Klasse.

00:28:12: Saß dann auch neben der Klassenkameradin, die gemobbt wurde für einige Jahre ... Hab dadurch auch schon intensiver Kontakt zu ihr gehabt und hab aber niemals mitbekommen, dass es irgendwie Gespräch war an Schule.

00:28:24: Wird ein Vertrauenslehrkraft?

00:28:28: war in den Köpfen von uns aber auch gar nicht präsent und ich vermute, er war auch eher vertrauenslehrkraft weil es damals noch Raucherzimmer an der Schule gab.

00:28:35: Nämlich dieses!

00:28:38: Aber auch andere Lehrkräfte haben sich das Gespräch mit ihr gesucht, haben teilweise sich auch aktiv an den Handlungen beteiligt ohne dass ich heute einschätzen kann inwieweit sie die Situation dabei wirklich erfasst haben oder inwie weit sie selbst... Dieses Missverständnis hatten, was ich lustig finde ist ja dann schon ein Witz.

00:28:55: Egal wie mein Gegenüber sich ... Was es mit meinem Gegenüber macht und wie meinen Gegenüber darauf reagiert weil das war ihr schon anzumerken dass sie selbst das nicht lustig empfunden hat.

00:29:09: Wie ist es heute?

00:29:10: Was entgegnest du Lehrkräften die sagen?

00:29:13: Das ist ein privates Problem meiner Klasse!

00:29:15: Das ist nicht unser Thema von Schule.

00:29:17: Ich erinnere mich gerne an den Bildungs- und Zutatierungsauftrag, wo ja letztendlich auch der Schutzauftrag mit inbegriffen ist.

00:29:25: Also das vielleicht vorweg.

00:29:26: Also Mobbing ist kein Privatproblem nicht dann wenn wir von Cybermobbings sprechen.

00:29:33: Zumindest in den meisten Fällen nicht.

00:29:35: also nur wenn es einen schulischen Kontext gibt und den gibt's in Klassengruppen.

00:29:39: allein dadurch jetzt nach Hausaufgaben gefragt wird kann Schule da leider nicht einfach sagen erst ein Privat Problem.

00:29:44: wir sind daraus.

00:29:45: Das vielleicht erstmal so.

00:29:46: dazu Schulsozialarbeit ist nach wie vor im Aufbau.

00:29:50: Also auch da kommen selbst aus der Schulsoziellarbeit arbeitet dort und der Stellenflüssel ist einfach noch viel zu gering, also das hat sich natürlich verändert dass wir mittlerweile Schulsoziallarbeit haben aber trotzdem noch weit weg von einem Schlüssel mit dem wir gut arbeiten können um da letztendlich langfristig zu verhindern.

00:30:13: Ansonsten muss ich sagen die Offenheit wächst, würde ich sagen bei den Lehrkräften auf jeden Fall zu verstehen.

00:30:21: Also wenn sie bei uns sind dann ist natürlich auch das Interesse groß bei den meisten, dass die sagen okay wir wollen verstehen wie kann ich es erkennen.

00:30:30: was ist denn Mobbing?

00:30:31: Was kann ich auch tun und das ist aber auch so ein Aspekt im Lärmstudium beispielsweise Fast nie thematisiert und wendern das ist mal so ein Seminar, vielleicht neunzig Minuten.

00:30:41: Vielleicht auch mal einen Vormittag aber mehr Raum nimmt es in der Regel nicht im Studium ein.

00:30:46: also Auch dass in irgendeiner Weise zumindest nachvollziehbar weil's so viele Themen gibt.

00:30:51: Also Medienbildung das werdet ihr ja auch wissen Es da ein großer Aspekt der Thema sein müsste oder noch mehr Präsenz bräuchte dann Mobeng.

00:31:00: also generell das miteinander Aber auch Drogen war es doch immer.

00:31:04: für Lehrkräfte wirds einfach immer umfassender.

00:31:06: die Themen Das merkt man halt schon, dass da weiterhin einfach das Wissen fehlt.

00:31:11: Aber selten aus einer bösen Absicht heraus sondern einfach weil es nie vermittelt wurde.

00:31:16: und umso wichtiger ist es eben ja den Schülern oft zu sagen hey geht's in der Lehrkraft holt euch die Hilfe?

00:31:22: Und auf der anderen Seite Lehrkräfte zu befähigen da auch zu unterstützen oder zumindest zu wissen wo sie Hilfe bekommen können.

00:31:29: Es muss nicht jeder für jedes Thema Experte sein, nur weil er oder sie lehrkraft ist und Dinge dann auch alleine lösen können.

00:31:37: Sondern Hauptsache ich weiß wo ich Hilfe bekommen kann.

00:31:40: Und dann kann ich auch authentisch sagen hey danke dass du mir das gerade erzählt hast.

00:31:44: wenn jemand mir erzählt der hat eine Mobbing Situation erlebt.

00:31:48: Ich weiß grade auch nicht hundertprozentig wie wir es lösen könnten aber ich nehme den Gedanken nochmal mit Spreche mit Expertinnen darüber sofern, dass du nicht in Ordnung bist und melde mich dann wieder bei dir.

00:31:57: Also auch das gehört ja letztendlich dazu einen sicheren Raum zu schaffen.

00:32:01: also ich muss ja nicht alles wissen, Hauptsache ich weiß wo ich es finden kann.

00:32:04: Ja lass uns sehr gerne da mal genau diesen Schritt weiter gehen und gucken.

00:32:10: wie kann ich denn als Lehrkraft überhaupt erkennen liegt da gerade ein Morbingsituation vor wenn ich nicht angesprochen werde?

00:32:18: Und wie kann Ich darauf reagieren?

00:32:19: Du hast doch grade schon etwas gesagt, was ich total hilfreich finde.

00:32:24: So mit welchen Worten kann ich überhaupt darauf reagieren?

00:32:27: Was muss ich selbst können?

00:32:28: Wo gebe ich ab?

00:32:31: Ganz vieles findet ja erst mal außerhalb meiner Anwesenheit statt als Lehrkraft wahrscheinlich auch als Schulsozialarbeit in der Pause auf dem Schulhof oder Rückweg.

00:32:46: Wie kann ich das als Lehrkräfte erkennen?

00:32:48: Also grundsätzlich erstmal braucht es am Ende trotzdem die Bereitschaft und die Sensibilität zu sagen, okay ich möchte das auch irgendwie im Blick haben.

00:32:57: Weil ganz oft haben wir sicherlich das schon irgendwie mitbekommen aber verfolgen es vielleicht nicht weiter.

00:33:02: also ich habe eben gesagt dass etwas unterschwelliges.

00:33:05: also es kann ja auch so was sein wie eine Person bekommt Spitzname genannt oder ist bei Gruppenarbeiten immer die Person die als letztes gewählt wird Sportunterricht beispielsweise.

00:33:16: Und letztendlich ist es dann ein bisschen die Herausforderung zu sagen Wir können es alleine vielleicht nicht erkennen, aber als Team.

00:33:24: Also das heißt auch da zu gucken gibt's eine Möglichkeit zu Sachen vielleicht auch einfach... niedrig zu dokumentieren, ohne dass da direkt irgendwie ich irgendwas zu befürchten habe.

00:33:34: Nur weil ich einen Vermerk in einem Klassenbuch mache oder sowas.

00:33:37: Also mittlerweile auch meist digitale Klassenbücher.

00:33:39: Ich weiß bei uns gibt es so was wie Schutzkonzept an der Schule als Eintragskategorie und das man dort vielleicht vermerkt.

00:33:46: Und dann sieht man... Oder die Klasseneitung haben wir auch den Auftakt immer wieder durchzugucken und wenn sie dann sehen okay Die eine Person wird in mehreren Fächern immer wieder ausgeschlossen, als letztes gewählt.

00:33:57: Dass es schon irgendwie auffällig ist aber dass man so denkt naja okay das war jetzt bei mir, dass in anderen Fächern bestimmt nicht so... ...dass Mandate das Wissen zusammenträgt.

00:34:05: also das kann schon mal gerade für Lehrkräfteteams eine super Möglichkeit sein da einfach ja das wissen aus unterschiedlichen Fächernen oder die Beobachtungen von unterschiedlichen fächern zusammenzutragen.

00:34:16: Dann hast du aber auch angesprochen, dass es völlig korrekt ... Es findet ja oft in Pausen statt oder ähnliches.

00:34:24: Auch da einfach zu überlegen oder Mittagspausen oder so was?

00:34:27: Wer ist denn da eigentlich vielleicht anwesend?

00:34:29: also wenn ich jetzt bei uns an der Schule überlege unser Hausmeister der morgens aufschließt und immer wieder Kinder dann schon sieht die morgens ganz früh da sind oder auch in den pausen steht er an den Toiletten weil er die aufschließt und ist dann auf dem Schulhof präsent.

00:34:49: Plus, er ist für Schülerinnen niedrigschwelliger als eine Lehrkraft.

00:34:54: Von daher auch noch mal ne andere Ansprechpersonen.

00:34:57: Er kommt ganz oft zu mir zur Sozialarbeiterin und sagt hier, Anna, guck mal da sitzt ein Kind.

00:35:03: das hat jetzt zwei Tage geweint.

00:35:05: ich mach mir da Sorgen, guckt mal bitte mit dem Kind und versuchte immer zu erklären welches Kind es ist.

00:35:10: oder wir gucken halt gemeinsam.

00:35:12: Und dann suche ich das Gespräch mit den Kindern.

00:35:15: Gerade Hausmeister, Mensa-Personal ... Vielleicht auch Reinigungskräfte, wenn es im Nachmittagsbereich ist oder ... Ich weiß an meiner alten Schule damals, wir hatten noch eine Reinigungskraft, die in den Pausen an den Toiletten ja auch ein bisschen mit Aufsicht gemacht hat und zwischendurch da immer gereinigt hat, also die war ja dann auch im Schulalltag präsent.

00:35:36: Egal wer, egal welche Profession einfach mal mitdenken.

00:35:40: sind vielleicht auch noch mal so eine Anlaufstelle, die ja auch was mitbekommen oder die vielleicht beobachten.

00:35:45: Okay das Kind kommt jetzt immer wieder mit einer Verletzung wenn wir vielleicht doch auch von körperlicher Gewalt sprechen.

00:35:50: und ansonsten genauso wie Eltern sollten halt auch Lehrkräfte vielleicht auf so ein Signal achten und die selber beobachteten, sodass sie nicht immer nur letztendlich dieses hier wird jemand fertig gemacht brauchen sondern dadurch wird es ihnen zumindest ermöglicht da selbst nochmal andere Beobachtungen zu machen, die sie so vielleicht erst mal nicht eindeutenden könnten.

00:36:13: Also im Gespräch sein mit allen... Ich finde es total interessant wie du nennst, da hätte ich überhaupt nicht dran gedacht dass ein Hausmeister oder Reinigungskräfte oder Mensa Personal so eine wichtige Rolle auch haben.

00:36:28: das mit dem Sportunterricht war schon in meiner Vergangenheit so diese klassische Situation bei den Wellen.

00:36:36: Das hat sich über Jahre gezeigt, wer als Letztes gewählt wurde aus Prinzip in der Jahrgangsstufe zwischen fünf und zehn.

00:36:43: Und das sind ja wirklich ganz wichtige Puzzlestücke.

00:36:45: Wenn man die zusammensetzt und nicht denkt, oh Gott ich habe keine Zeit was in Schule eine Herausforderung ist weil die Ressourcen so wahnsinnig knapp sind.

00:36:53: Diese kleinen Zeichen wo man selber das Gefühl bekommt irgendwie merke ich dass könnte etwas sein das nicht fallen zu lassen, sondern im Gespräch dann direkt aufzugreifen.

00:37:04: Wenn ich das jetzt mitbekomme als Lehrkraft oder auch als Schulsozialarbeiterin ... Ich find deine Doppelrolle auch total interessant und deine Expertise von außen über seine Tätigkeit bei Zeichen gegen Mobbing aber auch diesen Innenblick aus der Schulsozialerbeit.

00:37:23: Du wirst angesprochen wie reagierst du?

00:37:25: Ja Du erfährst dass.

00:37:28: Also, ich war vorher schon mit Zeichen gegen Mobbing und hatte also die Expertise als ich angefangen habe dort zu arbeiten.

00:37:34: Das macht natürlich auch nochmal einen Unterschied.

00:37:36: aber grundsätzlich wir arbeiten viel mit dem No-Play-Maport bei uns im Verein.

00:37:41: Ein No-Planeport ist vor allem eine Haltung tatsächlich.

00:37:46: Der Name sagt es ja schon, das geht darum frei von Schuldzuweisung.

00:37:52: Es ist nicht irgendwie notwendig, dass ich weiß was genau alles passiert ist.

00:37:56: Dass ich nicht genau alles rekonstruieren muss und so weiter sondern es ist eher so ein ... Ich sag mal Blick in die Zukunft und zu schauen okay Was können wir machen oder wie kann der betroffenen Person geholfen werden damit's ihr wieder besser geht?

00:38:10: Und letztendlich grob zusammengefasst sind sie am Ende drei Schritte Die man durchläuft um diese Situation zu lösen.

00:38:19: Am ersten Schritt wird ein Gespräch mit der betroffenen Person geführt.

00:38:23: Also das heißt, was ich eben auch gesagt habe, wie geht es dir eigentlich gerade?

00:38:29: Was brauchst du vielleicht auch?

00:38:30: Vielleicht gibt's ja erst die Ideen und darüber hinaus, dass ich zumindest einmal frage wer sind denn eigentlich gerade so diejenigen, die dir das Leben am meisten schwer machen Und wer sind Leute, die dir vielleicht schon helfen?

00:38:43: Oder von dieser berüchtigten ja zuschauenden Gruppe.

00:38:47: Wer ist denn da, wo du am ehesten denkst, die können mir helfen?

00:38:50: oder die sind generell super hilfsbereit und ich verstehe gar nicht warum sie gerade schweigen.

00:38:56: Aber genau also das sind erst mal so die Sachen, die ich in diesem Gespräch erkläre.

00:39:00: dann findet das zweite Gespräch ohne die betroffene Person statt.

00:39:04: Das heißt, da hole ich mir eine helftig zusammengesetzte Gruppe Mobbenden und den Helfenden oder Potenziellhelfenden.

00:39:13: Und genau also entweder drei von beiden Seiten oder vier von beiden Seiten, die lad ich zu einem gemeinsamen Gespräch.

00:39:21: einen wie gesagt betroffenen Person ist nicht dabei.

00:39:24: Ich bitte dann die Schülerinnen um Unterstützung.

00:39:28: Also das heißt jetzt sage hier X geht es im Moment nicht gut und ich möchte dass es allen in der Klasse gut geht und deshalb brauche ich jetzt Euro.

00:39:35: Unterstützung wird letztendlich von der moderierenden Person das Gespräch eher begleitet und moderiert.

00:39:43: Aber die Ideen, die gesammelt werden, kommen dann von der Unterstützungsgruppe.

00:39:47: Da geht es darum zu schauen, was können wir denn tun?

00:39:52: Man weiß vielleicht keine Ahnung.

00:39:53: Wird als Letztes ein Gruppen gewählt ... Ich wähle immer Gruppen, nehme ich die Personen mal früher oder stehe in der Pause alleine, dann gehe ich dahin.

00:40:02: Es kommt letztendling von dieser Unterstützungskruppe.

00:40:05: Die wissen gar nicht wie viel ich davon weiß.

00:40:08: Es geht nicht darum, die Mobbing-Situation aufzulösen.

00:40:10: Es wird gar nicht von Mobbing gesprochen, sondern nur, dass es der Person nicht gut geht.

00:40:14: Das ist dieses zweite Gespräch und danach werden sie auch wieder in den Schulalltag entlassen und gehen dann in ihre Umsetzung.

00:40:21: Und im dritten Schritt wird mit allen Beteiligten einzeln gesprochen also wohl mit der betroffenen Person als auch aus der Unterstützungsgruppe einzeln.

00:40:30: Einfach, wie hat sich die Situation verändert?

00:40:33: Geht es x wohl gerade besser.

00:40:34: X wird natürlich auch gefragt geht's dir jetzt besser?

00:40:37: und wenn ja dann?

00:40:40: und wenn x auch recht von dem wie immer ihr jetzt geht Dann ist damit der Ansatz erst mal erfolgreich beendet.

00:40:49: Wenn nicht, dann wird das letztendlich noch einmal von vorne wiederholt.

00:40:51: Das ist am ende das wie der No Play Report grob runtergebrochen funktioniert.

00:40:57: Und wie gesagt also es geht halt einfach mehr.

00:41:00: dieser Blick dahin, okay wie kann der betroffenen Person geholfen werden ohne sie ja gefahrt zu laufen in diesen Würfer aus Aussagen zu bleiben oder in irgendwelchen Erinnerungen.

00:41:13: Wann war was und wie?

00:41:14: Und sehr ansatz- und sich ist nicht schwierig die Haltung ist vielmehr das Ding.

00:41:19: Das ist zum Beispiel eine Haltung, die ich einfach schon sehr übernommen habe und wo ich auch relativ schnell in der Schulsozialarbeit gemerkt hab Okay, die habe ich irgendwie inne.

00:41:28: Da ist halt so der Kern, ich muss nicht wissen was alles wann genau wie passiert ist.

00:41:33: Und das ist halt etwas, was wir oft intuitiv erst mal machen.

00:41:37: Ja okay dann erzähl mal, was ist denn passiert und wo?

00:41:40: Wer war alles dabei?

00:41:42: Aber um eine Mobbing-Situation zu lösen brauche ich das nicht wissen.

00:41:45: Das heißt nicht dass ich kein Interesse daran habe oder mir das Kind ting alles ganz im Gegenteil sondern ich gehe auf das Kind zu Und das Kind sitzt bei mir, erzählt mich davon.

00:41:57: Ich find's immer wichtig ... Das hab ich schon zum Ausdruck gebracht.

00:42:01: Er kennt erst mal dafür zu danken, dass diesen Mut aufgebracht hat.

00:42:03: Weil ich bin selbst damit auch gemobbt worden und ich weiß aus eigener Erfahrung, auch von den Kindern mit denen ich spreche oder mit dem Jugendlichen wie viel Mut es einfach kostet diese Hilfe zu holen weil wir wollen alles selber schaffen.

00:42:19: Oder die meisten von uns wollen das Genau, von daher da erst mal auch dafür zu danken für die Offenheit und den Mut.

00:42:26: Und dann auch zu gucken, okay, möchte das Kind gerade vielleicht noch irgendwas Dringendes erzählen?

00:42:30: Aber dann auch sagen ... Okay, ich war jetzt in der Situation nicht dabei.

00:42:33: Das heißt, ich kann es vielleicht auch nicht nachvollziehen weil grade wenn ... Dann sagen ja!

00:42:37: Die andere Seite hat das anderen gesagt und vielleicht sitzen sogar Betroffene und-Morbende an einem Tisch und dann ... Sagen ja aber das war gar nichts so und so weiter.

00:42:46: und wo ich dann sage naja ok Das ist jetzt für mich erst mal zwei Tränken.

00:42:49: Mir ist wichtig, dass es euch wieder gut geht.

00:42:51: in dem Fall oder wenn ich mit einem Trophen an Kinderleine spreche, dass das dir wieder gutgeht und genau dann schlage ich, weil die ich einfach den Ansatz schon kenne, schlage Ich oft den Ansatzt dann auch vor und stelle dem Kind davor wie's ablaufen würde.

00:43:08: Frage ob sich das vorstellen kann.

00:43:09: gebe aber auch Bedenkzeit.

00:43:11: Die Gefühle anerkennen erstmal also wenn oder das ja auch etwas, was Eltern und Lehrkräfte für sonst vielleicht oft haben.

00:43:19: Ja ich bin geschubst worden, dass man dann so denkt okay, ich bin auch schon mal geschubscht worden aber was ist denn jetzt?

00:43:23: Also es kann doch nicht dein Problem sein, ja aber vielleicht einfach die Spitze vom Eisberg Und da das dann einfach anzuerkennen wenn Kind sagt Boah das hat mich heute so krass verletzt dieses Schubsen und keine Ahnung erst erstmal das Anzuerkehren und dann wie gesagt war einfach zu gucken ok was braucht das Kind gerade damit ihm oder ihr gut geht?

00:43:43: Da fände ich es ganz scham an, wenn man kurz nachfragt.

00:43:46: Hey, weißt du selber was dir gut tun würde?

00:43:49: Manchmal haben sie einen Intuition, wo sie sagen, wenn die einfach mal nicht als Letztes wählen würden oder ... Ansonsten gehe ich relativ schnell zum No-Blamer-Portch über.

00:44:05: Das hört sich total sinnvoll an!

00:44:07: Ich hab so viele Situationen im Kopf, Es sind keine Mobbing-Situationen, aber ... es war ein Konflikt zwischen Einzelnen.

00:44:16: Du versuchst herauszubekommen was wahrer Person X sagt und Person Y sagt.

00:44:20: Nach einer Stunde ist man auch gar nicht weiter im Gespräch.

00:44:23: Man weiß immer noch nicht so richtig, was wahr ist, aber auch noch an dem Punkt zu wissen, ja, was macht das überhaupt gemacht?

00:44:30: Was macht das mit denjenigen?

00:44:32: Das lenkt sehr schnell genau dahin zu gucken um diese Intensität auch nachzuvollziehen und einzuschätzen, ist es Morbing oder ein anderer Vorfall gewesen.

00:44:43: Auch da schnell bei dem Punkt zu sein, wie geht das der Person?

00:44:48: Welche Tragweite hat das Ganze, welche Dauer hat es vielleicht schon?

00:44:51: Was war sonst noch, dass man sich nicht aufhält mit einem Ja aber der hat das und der hat Das.

00:44:56: Und gerade wenn dann noch auf der anderen Seite die vielleicht größere Gruppe oder älterer Schüler ältere Schülerin sitzen dass besser kommunizieren können und argumentieren können, wird das Ganze ja wahrscheinlich noch schwierig.

00:45:10: Also auch diese Position mit dem man in das Gespräch ginge werden sehr unterschiedlich.

00:45:16: Ich finde es schön, dass du so Fragen formulierst.

00:45:19: was würde der Person gut tun?

00:45:22: Was fällt ihr ein?

00:45:23: Was ihr helfen würde möglicherweise falls ihr eigene Ideen dazu hat... ...was ich auch sehr im Kopf habe sind Aussagen die oft gut gemeint sind, vermutlich.

00:45:35: Die ich aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit dann eher von Eltern gehört habe.

00:45:39: Wo ich aber auch aufpassen musste, dass ich sie in meiner Rolle als Sozialarbeiterin nicht genau so intuitiv wiedergegeben hab, so ein ... Ach komm die!

00:45:45: Und du weißt doch wie das ist?

00:45:47: Und ach schalt doch auf Durchzug.

00:45:49: Weil damit verlagert sich ja letzten Endes auch die Verantwortung auf die Person.

00:45:52: dieses Wenn es mir schlecht geht und mich verletzt, bin ich schuld weil mein Fell nicht dick genug ist oder weil ich nicht genug kontern kann.

00:46:01: Das ist auch ein ganz wichtigen Tipp, den du gibst.

00:46:05: Fragen zu stellen ins Gespräch zu gehen und nicht versehentlich ungewollt zu werden.

00:46:13: Gibt es aus deiner Erfahrung andere Maßnahmen oder Handlungen die ich nicht tun sollte als Lehrkraft?

00:46:21: Wie du schon sagst, rein intuitiv gibt's super viel was wir ... Da will ich mich gar nicht von freisprechen, die wir immer mal wieder machen.

00:46:31: Und ja, so die Klassischen hast du jetzt auch schon gesagt oder auch so dieses Ja was hast Du denn gemacht?

00:46:37: Also weil ich ja vielleicht oft eher an Streit denke und dann so denke naja ein Streit passiert nicht alleine da gibt es immer zwei Seiten.

00:46:43: So ja was hast du denn gemacht?

00:46:45: aber dann sind wir auch wieder in diesem Was hat denn die betroffenen Personen eigentlich gemacht?

00:46:48: warum wird sie denken also diese Schuldzuweisung in dem Sinne Ähm, das ist auf jeden Fall was.

00:46:54: Oder auch so dieses Jahr geh den doch einfach aus dem Weg?

00:46:57: Da sind wir dann wieder bei der Besonderheit von Schule.

00:47:00: Ich kann denen da nicht aus dem Wege gehen.

00:47:02: Das heißt selbst wenn ich es schaffe in einem Unterricht mich vorne hinzusetzen und die sitzen hinten oder umgekehrt ... Auch dann habe ich keinen großen Abstand.

00:47:11: also die Klassenräume sind mal begrenzt groß.

00:47:15: Oder Aussagen wie werde ich doch mal das was wir immer wieder hören abgesehen davon dass Gegengewalt keine Lösung ist mit dem Kraft- und Gleichgewicht hätten die da nicht mal eine Chance, also nicht mal verbal irgendwie den Bass entgegenzusetzen.

00:47:29: Und genau von daher ja umso wichtiger da wirklich aufmerksam zu sein was erzählt mir das Kind gerade eigentlich?

00:47:37: und wie gesagt die Gefühle anzuerkennen und dann halt auch einfach ne Unterstützung in Aussicht zu stellen.

00:47:46: Also ich muss in dem Moment noch nicht helfen aber mir dass zumindest erstmal anhören Ich finde es auch nochmal wichtig Weil ich es eben nicht noch mal betont hab, aber so dieses ... das Kind wenn es weiß was ihm hilft kannst du das natürlich gerne sagen.

00:47:58: Aber ich finde auch da muss man aufpassen dass man nicht sagt ja dann sag mir wie du geholfen haben möchtest.

00:48:02: also Ich habe eben schon gesagt meine eigene Mobbingerfahrung und die war sicherlich auch sehr ausschlaggebend für das was ich heute mache.

00:48:10: Und damals hat halt mein Lehrer gesagt Ja sag mir, wie ich dir helfen soll und ich werde dir helfen.

00:48:15: Wenn du mir nichts sagen kannst wie ich Dir helfen soll dann überleg mal ob's wirklich so schlimm ist Wie Du gerade tust oder?

00:48:21: vierzehn Jahre, glaube ich zu dem Zeitpunkt oder noch nicht ganz und war völlig überfordert damit.

00:48:27: Ich habe zwei Jahre lang versucht schon alles möglich.

00:48:29: Ich hab auch schon mit anderen Lehrkräften versucht diese Situation zu lösen.

00:48:31: Ich wusste einfach nicht mehr was helfen könnte.

00:48:34: Und genau das ist etwas... was man schon vermeiden sollte.

00:48:37: Nicht zu sagen, dann sag mir wie ich dir helfen soll und mach das auch, sondern zu sagen hast du gerade eine erste Idee?

00:48:42: Und ansonsten nehme ich das mit und überlege für mich.

00:48:46: Dann kann ich immer noch Expertinnen dazu holen oder kann mich noch mal einlesen in verschiedene Ansätze von Mobbing-Interventionsmöglichkeiten.

00:48:54: Oder wenn es wirklich einen Streit ist ... Auch da kann ich ja immer überfordert sein weil ich nicht weiß wer hat den jetzt recht.

00:49:00: Da ist die Frage muss ich wissen, wer Recht hat!

00:49:05: Ich merke, dass es einfach eine Haltungssache ist.

00:49:07: Mittlerweile bin ich auch bei einem Streit relativ schnell weg davon wirklich genau verstehen zu wollen.

00:49:13: Wo kommt das her?

00:49:14: Wer hat was gemacht?

00:49:15: Sondern auch da einfach zu gucken okay wie lässt sich das lösen?

00:49:19: Also von daher ja vor allem offen sein zu hören und Unterstützung anbieten dann so die wichtigsten Aspekte im ersten Moment Sie selbst nicht den Druck machen, die nächsten Schritte selbst in dem Moment schon zu kennen.

00:49:34: Ja authentisch bleiben wir einfach... Ich nehme auch an, gerade bei Mobbing ist es ja eine Situation, die ja schon über einen längeren Zeitraum besteht.

00:49:42: Es ist auch in nur seltenen Fällen notwendig sehr schnell zu handeln.

00:49:46: also mit seltenem Fall meine ich ein intimes Bild hat gerade angefangen die Runde zu machen vor einer Stunde wo ich vielleicht durch schnelles Handeln Möglicherweise die Situation beeinflussen kann noch ein bisschen, aber ich gehe davon aus dass auch das ja ein Punkt ist wo Menschen die angesprochen werden.

00:50:04: Auch nicht sofort die Lösung parat haben müssen sondern wie du sagst sicher selbst noch informieren können.

00:50:11: Wo liegt deine Erfahrung nach im Collegium?

00:50:15: in der Schule selbst auch noch mal Möglichkeiten, sich gegenseitig zu unterstützen.

00:50:22: Wen kann ich da ansprechen?

00:50:24: Also, das ist eine Schulsozialarbeit.

00:50:29: Es ist letztendlich auch unsere Aufgabe, Schulsoziallarbeiten auch Lehrkräfte zu beraten.

00:50:35: Natürlich sind aber nicht alle Schulsoziellarbeitenden im Bereich geschult.

00:50:40: Das muss man einfach dazu sagen oder haben einfach nicht ihren Schwerpunkt ... in dem Bereich.

00:50:46: Aber grundsätzlich Schulsozialarbeit ist auf jeden Fall eine Anlaufstelle, ansonsten ... das heißt ja immer ein bisschen unterschiedlich an den Schulen.

00:50:52: aber Beratungslehrkräfte sind meistens auch noch mal mehr geschult als reguläre Klassenleitung sag ich jetzt mal.

00:51:01: Ansonsten gibt es an den meisten Orten würde ich sagen so was wie schulpsychologische Beratungstellen oder vor Ort Anlaufstellen für Kinder in jeglichen Konfliktsituationen auch da einfach mal zu gucken, was gibt es da?

00:51:17: Ansonsten können sich Lehrkräfte jederzeit wenden.

00:51:22: Also wir machen auch Schulungen im Nobleme-Port für Schulen so dass dann zum Beispiel auch Expertinnen vor Ort sein können die dann wirklich auch ein Noblemem Port durchführen könnten.

00:51:32: Dann wären die auch nochmal eine Anlaufstelle.

00:51:34: Ansonsten, wir beraten auch Schulen.

00:51:37: Nicht nur Betroffene oder Eltern, sondern auch Schulen, wenn sie sagen, okay, wir haben eine Mobbing-Situation.

00:51:41: Oder wir glauben da könnte die Situation sein, dass wir da noch mal gemeinsam draufschauen und gucken, welche Ressourcen gibt es in der Schule um diese Situation zu lösen?

00:51:49: Also das heißt nicht immer, dass Wir dann kommen und das lösen und die Schule ist irgendwie außen vor, sondern wir schauen dann weg.

00:51:54: Könnte denn da helfen, Schlüsselarbeit, Klassenleitung ... Was ja auch sehr nachhaltig ist, sich innerhalb der Schule Strukturen aufzubauen, sofern Sie Du hast ja vorhin die Schutzkonzepte angesprochen.

00:52:07: Schulen haben sich durchaus auch den Thema schon angenommen, weil es kein neues ist.

00:52:13: Sich zwar ein bisschen durch die mediale Ebene weiter verändert aber sicher ein Thema ist was schon lange besteht und auch die Ermutigung sich von außen da nochmal Unterstützung zu holen.

00:52:24: Ich kann mir vorstellen dass gerade so juristische Dinge zum Beispiel schwer zu beurteilen sind liegen Informationen ja manchmal auch immer außen und nicht in der Schule selbst.

00:52:34: Also, auch da nicht die Lösung alleine in der Schule zu erwarten ist sicherlich... Ich glaube es hängt vielleicht auch noch auf eine Schulform ab.

00:52:41: also das merke ich bin einer Gesamtschule und bei uns wir arbeiten mit Abteilungsleitung also sind hier dann auch mit Stufen Koordination wie auch über das an anderen Schulen heißt aber bei uns letztendlich auch Mitglieder der Schulleitung und diese sind zum Beispiel halt in diesen juristischen Aspekten sehr gut.

00:52:56: Und bei uns ist es auch eine enge Zusammenarbeit, ne?

00:52:59: Also wir haben da die klassische Bedcop-Gutkop-Rollenverteilung.

00:53:02: ich bin auf pädagogischer Ebene für die Betroffenen da und wenn's doch irgendwas zu ahnen gibt weil das einfach vielleicht auch ein Straftat beinhaltet oder sowas dann ist das halt Sache von Schulleitung um das halt eben nicht zu vermischen weil sonst wirds halt schwierig mit dem No-Blamerboard.

00:53:18: Wenn ich auf der einen Seite die Mobben dann irgendwie sanktionieren und auf der anderen Seite sagen, komm helft mir doch mal.

00:53:25: Falls ich möchte, dass es dem getroffenen Kind wieder gut geht, dann könnte das auch so ein Interessenskonflikt sein.

00:53:30: aber auch da finde ich ist wichtig in Schule zu überlegen kriegen wir das auch irgendwie hin können wir uns das irgendwie auch aufteilen?

00:53:35: bad cop gut cop.

00:53:36: Und wenn's ein Klassenleitungsteam vielleicht ist zwei Klasseneitungen die sich es aufteilten Dass man ja weil nur welche nur playwatch ansetzt heißt nicht immer dass ich nicht auch vielleicht was anders machen muss.

00:53:48: also Ich hab eben gesagt, dass man schnell handeln muss.

00:53:53: Weil ein Bild online gestellt wurde?

00:53:55: Hab ich jetzt auch noch an körperliche Übergreifen.

00:53:57: Es gibt hier durchaus auch körperlich Gewalt letztendlich.

00:54:01: Auch wenn psychisch das Häufigere ist.

00:54:03: aber die körperlichen Gewalt gibt's ja auch.

00:54:04: da musst du erst Hilfe geleistet werden oder so Sachen müssen natürlich direkt gelöst werden.

00:54:11: Aber ... Ja, ansonsten darf ich mir da auch mal noch den Nachmittag nehmen und zu recherchieren.

00:54:16: Und dann kann er am nächsten Morgen wieder mit dem Betroffene-Kind sprechen und die nächsten Schritte bearbeiten um für den Oblähmeport schon nochmal ein bisschen Werbung zu machen sich da vielleicht auch selbst nochmal reinzudenken oder reinzufuchsen.

00:54:30: letztendlich wir sagen in unseren Seminarners braucht ungefähr zwei Stunden Zeit um den Oblämmeport zu nutzen und damit die Mobbing Situation nachhaltig zu lösen.

00:54:39: also zwei Stunden sind trotz engerer Ressourcen oder knapperere Ressoursen etwas, was man doch irgendwie unterkriegen kann.

00:54:48: Weil es eben im Vergleich zum Benefit einfach noch weniger ist.

00:54:53: Also ich muss wenig Zeit aufwenden und kann die Situation dafür langfristig

00:54:57: lösen.".

00:54:59: Wenn wir jetzt Lehrkräfte haben oder Schulsozialarbeitende ... gerne direkt loslegen würden, finde ich sehr spannend.

00:55:05: Kannst du empfehlen, wo sie sich informieren können?

00:55:08: Habt ihr auf eurer Seite zum No-Blame-Approach Material, wo Sie sich einlesen müssen oder ... Bei uns im Blog ansonsten auch so was.

00:55:18: Schulpsychologische Beratungsstellen, Jugendämter bieten öfter mal Fortbildungen dazu an.

00:55:24: wie gesagt wenn jetzt eine ganze Schule oder Schulleitung sagt da hätte ich aber Lust irgendwie mal so zehn, zwölf Lehrkräfte drin zu schulen Wie gesagt, wir bieten da auch Seminare an.

00:55:33: Da gibt's super viel Literatur zu einfach mal reinlesen... Ich bleibe gedanklich nochmal kurz beim Bereich Intervention weil wir haben über eine Gruppe von Menschen noch gar nicht gesprochen die wahrscheinlich auch eine immense Rolle spielt.

00:55:47: Wir haben über sie gesprochen im Bereich Prävention nämlich die Eltern.

00:55:51: Welche Rolle spielen Eltern bei der Intervention?

00:55:54: Werdet ihr also ich kann mir vorstellen Dass das ja diejenigen sind, die auch sehr schnell von der Problematik erfahren.

00:56:03: Bis hin zu wenn sich Mobbing manifestiert dass auch früher Wissen als es an Schule bei Erwachsenen Menschen in der Schule angekommen sein kann werden Schulen angesprochen.

00:56:14: wie können sie darauf reagieren?

00:56:15: welche Rolle spielen Eltern im Bereich in einer Intervention?

00:56:19: Ja also tatsächlich unsere Beratungsangebote werden vieler von Eltern wahrgenommen Weil, also nicht unbedingt weil sie es immer auch als erstes erfahren.

00:56:28: Also sicherlich wenn's dem Kind nicht gut geht merken Eltern das oft schneller und wenn Sie Glück haben erfahren sie dann auch relativ schnell in Anfangszeichen was da eigentlich dahinter steckt wobei auch dass oft also wir sprechen denn nicht davon dass wir dann wirklich direkt nach den vier Wochen das oft schon wissen.

00:56:42: also oft ist das einfach schon weil die Betroffenen versuchen das selbst zu lösen.

00:56:47: sie wollen es alleine schaffen Schämen sich vielleicht auch dafür.

00:56:51: Also von daher sprechen wir ja oft von der verdeckten Gewalt, die stattfindet wenn wir von Mobbing sprechen und von daher ist es jetzt auch ein Trugschluss zu sagen okay die wissen das immer direkt als erstes oder die bekommen das direkt mit oder vielleicht geht's ihnen auch ähnlich wie Lehrkräften dass sie auch so sagen naja ok du bist heute geschubst worden aber meinst du nicht?

00:57:10: Das ist nicht so schlimm so!

00:57:11: Und dann zieht sich das Kind vielleicht zurück und erzählt erstmal wieder nicht davon.

00:57:16: Ja, doch die spielen schon auch eine entscheidende Rolle.

00:57:18: Weil sie halt eben Dinge eher noch mal mitbekommen oder so bestimmte Signale Eltern auch nochmal eher wahrnehmen können.

00:57:24: also Verlorengängnis oder kaputtes Material Also weil ich vielleicht doch geschubst wurde oder bei mir Dinge entwendet wurden weil ich erpresst wurde was auch immer also aus verschiedensten Gründen kann ja einen Gewalthandlung dafür sorgen dass Material verschwindet oder kaput geht.

00:57:40: das ist etwas was Eltern immer wieder Merken.

00:57:43: dann, wenn sie Material jetzt vielleicht das dritte Geörträg für diese Woche schon kaufen müssen.

00:57:48: Das heißt also Sie merken es auf jeden Fall früh und gleichzeitig sind Sie oft in der Situation, Sie können halt nicht viel verändern weil wenn ich das zu Hause mitbekomme was kann ich denn daran verändern dass mein Kind in die Schule fertig gemacht wird?

00:58:00: Also auch da sind wir wieder bei diesem intuitiv.

00:58:02: oder was ist meine erste Handlung?

00:58:04: Ich will dann in die Schule, ich will mit den anderen Kindern sprechen oder ich ruf die anderen Eltern an und sage hier ein Kind macht mich fertig.

00:58:10: Und sind wir auch noch mal bei den ungeigneten Maßnahmen weil letztendlich das verbessert diese Situation nicht.

00:58:16: Da ist dann aber genau dieser Knackpunkt.

00:58:19: viele holen sich erst mal eine Beratung bei uns um zu gucken was können wir eigentlich machen?

00:58:24: Und wenn wir dadurch eingeschaltet wurden und die Schule mit ins Boot holen, dann also diese Situation langfristig zu lösen... findet, fast so.

00:58:34: schließlich kann es nur in diesem Kontext in der Schule dann auch passieren.

00:58:38: Und da können Eltern in dem Sinne natürlich nichts direkt machen.

00:58:44: aber für das Kind da sein zu Hause das Kind auffangen immer nochmal ein offenes Ohr zu haben.

00:58:50: weil vielleicht ist es auch die Hoffnung ja okay dass jetzt heute angesprochen worden ab morgen geht's mir direkt wieder super und Also viele Kinder und Jugendliche verstehen ja gar nicht, dass sie jetzt über Wochen oder ja über ein Monat dann, wenn wir von morgens sprechen schon selbst vertrauen irgendwie auch verloren haben.

00:59:07: Also auch das beschäftigt sie dann vielleicht weil sie trotzdem dem nicht trauen können, wenn es vielleicht gerade gut läuft und da das Kind einfach zu Hause aufzufangen und letztendlich auch da weiterhin zu beobachten geht's im Kind denn tatsächlich besser?

00:59:20: Oder frisst es grade nur die Sachen mehr in sich rein, weil es sich halt jetzt nicht traut zu sagen Das hilft mir gar nicht, was da versucht wird.

00:59:30: Und da sind Eltern dann wichtige Ansprechpersonen für die Kinder aber auch für alle, die die Intervention

00:59:34: durchführen.".

00:59:36: Ich kann mir vorstellen dass das ein Punkt ist den Eltern auch sehr schnell unterschätzen, was sie beitragen können indem Sie in Anführungszeichen einfach nur da sind und zuhaaren.

00:59:46: Es fühlt sich als Eltern möglicherweise unthältig an weil ich nicht aktiv irgendetwas unternehme Schritte gehe.

00:59:53: Aber ich glaube, das ist ja so einer der zentralsten Dinge überhaupt.

00:59:56: Denn gerade wenn sich ein Mobbing manifestiert hat, ist auch in meinem Umfeld fast niemand mehr oder die für mich da ist mir zuhört... Eine Person, der wichtig ist wie es mir geht oder mir das zumindest signalisiert und gleichsam was ich auch immer mal wieder höre von Schülerinnen und Schülern die sagen.

01:00:16: Oh Gott!

01:00:16: Das kann nicht meinen Eltern erzählen weil sonst ist mein Handy weg, sonst ist XY auch gerade bei diesen aktiven Schritten die Eltern in gutem Willen tun aber die dann nicht unbedingt gut sind dass auch Ängste auslösen kann, kann ich meinen Eltern anvertrauen.

01:00:31: Wenn ich denen das sage, gehen die vielleicht da hin und sprechen die Eltern dann wird es noch schlimmer für mich also sich einerseits bewusst zu machen was man leistet und tun kann für das Kind in dem man da ist und gleichsam was man falsch machen kann wenn man aktiv wird immer diese Vertrauensebene mit dem Kind als wichtigstes im Blick zu haben und vielleicht auch Dinger nicht über den Kopf des Kindes hinwegzutun.

01:00:57: Das habe ich im Jugendzentrum immer mal wieder erlebt, dass Eltern dann auch ohne mit ihrem Kind abzusprechen, zur Schulleitung gegangen sind.

01:01:04: Also auch da die Kinder, das betroffene Kind mitzunehmen wie jeden Schritt gemeinsam zu besprechen nichts einfach zu tun heimlich zu tun oder ohne das Wissen?

01:01:14: Ja genau also es ist tatsächlich eine unserer wichtigsten Ansatzpunkte.

01:01:18: wir machen nichts gegen den Willen.

01:01:19: Ein Aspekt, der auch aus dem Playboy-Porsche kommt.

01:01:23: Solange wir nicht das Go von der betroffenen Person haben ... also die Intervention durchzuführen wird halt keine Durchgefühle.

01:01:30: Das ist manchmal schwer auszuhalten für Eltern da bin ich mir sicher.

01:01:34: aber genau das ist einfach ein Aspekt Beziehungsebene vor.

01:01:40: Ich will jetzt aber selbst das Gefühl haben zu helfen.

01:01:43: Also da muss sich dann vielleicht diesen Schritt als Lehrkräft also egal wäre zurückstecken können, mein eigenes Bedürfnis von ich will aber jetzt helfen hinzu okay ich akzeptiere dass das Kind vielleicht erst mal diesen ganze Energie da reingebracht hat mir davon zu erzählen und diesen Mut aufgebracht hat.

01:02:05: Und dann darf er es auch erstmal sagen wenn man vielleicht schläft dann nochmal eine Woche drüber und dann sagt's ok jetzt habe ich ja auch wieder Energie dafür die nächsten Schritte zu gehen.

01:02:15: Da sind wir auch wieder an dem Punkt, das muss ja nicht überallt werden.

01:02:17: Natürlich wollen wir helfen und es ist sicherlich sinnvoll, das Kind darin zu ermutigen, die Hilfe zu bekommen und Ängste zu nehmen letztendlich.

01:02:26: Aber es hat eben auch nicht dazu zu zwingen.

01:02:29: Nur weil man vielleicht aus eigener Erfahrung weiß oder aus der erwachsenden Perspektive ... Weiß ich vielleicht.

01:02:36: natürlich geht's dir danach besser?

01:02:38: Aber das Kind darf halt selbst erst mal zum Schluss kommen.

01:02:43: Ja.

01:02:44: auch die Verantwortung bei dem Kind zu lassen und nicht sie abzunehmen.

01:02:48: Ich dachte gerade dran, das bringt uns so ein bisschen zur anderen Ebene Prävention.

01:02:53: wie kann man sowas auch im Vorfeld schon kommunikativ klar machen?

01:02:58: was wäre denn wenn?

01:03:01: Man entscheidet immer selbst.

01:03:02: also weil glaube ich mit diesem ich vertraue mich an oder aber ich hole Hilfe für eine andere Person Auch diese Sorgen verbunden sind, oh Gott es wird dann zum Selbstläufer.

01:03:14: Und dann passiert irgendwas damit was wir nicht mehr selbst beeinflussen können.

01:03:19: und das bringt mich jetzt zu dem Bereich Prävention weil schön ist natürlich wenn solche Situationen so wenig wie möglich entstehen und da gibt sicherlich auch Raum an Schule Dinge zu tun um da die Risiken ein bisschen zu senken, vorzubeugen.

01:03:39: Natürlich ist allgemein auch das Wertesystem, dass miteinander einer Schule, wenn es gelebt wird, zahlt sicherlich darauf ein.

01:03:46: was kann ich so ganz konkret im Bereich Prävention machen?

01:03:49: Du hast ja schon ein bisschen erzählt von eurem Präventionskonzept.

01:03:53: Was sind also die wichtigen Punkte, die wirklich helfen, dass Mobbing vielleicht seltener entsteht Oder sie sich handlungssicher auch fühlen im Umgang dann mit, was ist wenn wir so das Gefühl haben?

01:04:06: Da könnte sich eine Mobbing-Situation anbahnen.

01:04:10: Jetzt wahrscheinlich die unbeliebte Antwort.

01:04:13: Generell ist es erst mal wichtig, die Beziehungsebene einfach zu stärken, Empathievermögen zu stärkern, Selbstwirksamkeitsgefühl zu stärkeln ... Ähm, ja und letztendlich halt auch einfach die Werte, die man vereinbart hat.

01:04:29: Auch selbst vor Leben ne?

01:04:30: Also wenn ein Kind die Erfahrung gemacht hat ... Wenn ich das Mama oder Papa erzähle dann ... Oder wenn ich Lehrkraft erzähle, dann rennen die direkt los und dann Kopflos machen die das nächste.

01:04:42: Und das meine ich jetzt nicht irgendwie abwertend sondern einfach ein ... Ein sehr intuitive Gegenüber einfach erlebe Dass vielleicht erst handelt und dann überlegt dann auf eine Herausforderung stößt.

01:04:56: Dann hab ich natürlich nichts zu vertrauen, wenn die Person mir plötzlich erzählt so ja wir sprechen erst mal und wir machen noch nicht.

01:05:02: also wenn ich aber weiß okay Mama Papa Klassenleitung wer auch immer hört mir erstmal zu und nimmt auch meine Gefühle ernst und schaut gemeinsam mit mir wie wir Lösungen finden können dann habe ich da natürlich schon von vornherein ein ganz anderes Vertrauen in der Klasse.

01:05:22: Gerade weiter für eine Schule ist ja oft noch mal so ein Break zu Grundschulen.

01:05:25: Also Grundschule ist nach dem Kindergarten relativ eng, auch mit den SchülerInnen verbunden und dann kommt weiter für in der Schule und es blitzt sich nicht mehr ganz so eng.

01:05:36: Es verläuft sich, es gibt viel mehr Fachlehrkräfte.

01:05:39: Und da aber trotz allem als Klassenleitung ein bisschen zu schauen was kann ich denn eigentlich tun?

01:05:45: Um über Gefühle sprechen zu können also einen Klassenrat machen wo's irgendwie normal ist... Gefühle zu äußern.

01:05:53: In dem Moment, wo ich denke ... Okay, ich hab noch nie mit der Person über Gefühlen gesprochen.

01:05:57: Natürlich ist meine Antwort auf die Frage, wie geht's mir gut?

01:06:01: Aber in dem Moment wo ich weiß, ich spreche regelmäßig über Gefühl und kann auch mal sagen, ich habe Angst oder bin wütend ohne dass ich direkt Ärger bekommen oder dass ich da irgendeine Hilfe übergeschüttet bekomme, die ich gar nicht brauche, sondern das Gefühl ist halt einfach da uns geht wieder.

01:06:15: Das ist ja auch mein Ordnung!

01:06:17: Ich hab ja auch mal traurig sein, ich muss mal ängstlich sein Das Gefühl darf auch von alleine wiedergehen oder mit Unterstützung gehen.

01:06:22: Aber in dem Moment, wo ich halt einfach weiß ... ne?

01:06:26: Ich darf über Gefühle sprechen und kann über Gefülle sprechen.

01:06:28: Ich bin es gewohnt, in diesem Umfeld über Geföhle zu sprechen.

01:06:31: Falls mir im Endeffekt sicherlich auch leichter ist, über eine Mobbing-Erfahrung zu sprechen als in einem anderen Kontext.

01:06:37: Und gerade wenn's so im Alltag eingeübt ist ohne dass eine Situation wie Mobbing im schlimmsten Falle im Raum steht dann ist das ja auch noch leichter Das erst mal zu trainieren, weil es um alltägliche Situationen geht.

01:06:51: Ja genau, tatsächlich präventiv zu denken und nicht erst in der Situation, in der wir tatsächlich Mobbing oder festgefahrene Konflikte haben, sondern von Anfang an einfach ... Aber ja, zu lernen und zu trainiern über Gefühle zu sprechen.

01:07:12: Er ist auch ein Erfahrungsraum, den vielleicht nicht alle so Zuhause haben, alle Kinder.

01:07:17: Ich denke auch gerade an andere Anlässe, die so Anfang der Fünften immer mal wieder dazu geführt haben das Mobbing zur Sprache kam ohne dass es vorher Thema war.

01:07:26: Das ist so der Bereich Klassen Chat weil auch da ist ja so ein Bruch von der vierten in die fünfte Klasse.

01:07:31: spätestens da bekommt er größere Teil der Klasse dann die ersten Geräte weil die Schulwege weiter werden die Kinder erreichbar sein sollen und das Interesse der Kindern natürlich auch.

01:07:40: da isso beid seitig zu Hause Und in der Regel kommt es ja dann im Klassenchat zu ganz diversen Problem.

01:07:46: Unter anderem auch Zu-Ausschluss und Ähnlichem, was den Bereich Mobbing gehen kann.

01:07:52: Das Klassenchat ist ja dann sukzessive immer mehr Austragungsort für Mobbing.

01:07:59: Und regelmäßig wenn ich an Schulen war haben wir erst mal ... wenn es um das Thema Glassenshet ging und wir hatten da mehrere Stunden Zeit darüber gesprochen.

01:08:08: Worüber können wir jetzt in dem Rahmen reden?

01:08:10: Und worüber nicht, wie gehen wir mit Dingen um, mit Konflikten aber auch dann mit Themen wie Mobbing weil sehr häufig darüber auch ein Mobbing-Situation überhaupt erst angesprochen wurde ich teilweise nach den Präventionsangeboten an Schule noch zusammen saß weil sie darüber erst durch ihr Beisein wie er in dem Projekt überhaupt erst dazu kam und das vorher nicht bewusst war.

01:08:37: Auch da Räume zu haben, wo es gar nicht erstmal Primär- und Mobbing geht, die aber so durchaus auch mit Mobbing zu tun haben können ... Auch da kommt dann vieles zur Sprache oder Sportunterricht oder Ähnliches.

01:08:52: Es gibt ja verschiedene Settings, wo man auch ... Entweder ein Raum schaffen kann, weil man weiß da kommen dann vielleicht die Gespräche automatisch drauf oder aber einen Raum schaffen können Alternativen zu trainieren und beim Wählen im Sportunterricht könnte es dann ja auch eine andere Art der Wahl sein.

01:09:09: Die nicht darauf basiert dass die sportlich stärksten wählen und also alternative Erfahrungsräume zu schaffen wenn ich so zurückdenke an die Situation die wir in unserer Klasse hatten Und meine Reaktion.

01:09:22: wo ich nachgedacht habe denke ich rückblickend wäre für mich hilfreich gewesen.

01:09:28: Wenn wir vorher in der Klasse mal überlegt hätten, wie könntet ihr überhaupt reagieren wenn?

01:09:33: Dann wär ich vielleicht gar nicht auf den Gedanken gegangen, in der Situation selbst so dazwischenzugehen.

01:09:38: Ich würd's nicht rückgängig machen im Nachhinein aber war nicht der weiseste Entschluss für alle.

01:09:44: Sondern hätte dann eher das Gespräch mit anderen gesucht, wo ich vermutet hätte die Teilen meiner Haltung und hätte dann vielleicht auch Hilfe gut.

01:09:51: Ich glaube vieles resultiert aus einer gefühlten Handlungsunsicherheit weil ich nicht so richtig weiß was kann ich denn tun?

01:09:58: Und auch ein Gefühl von ja aber ich bin da ja gar nicht beteiligt!

01:10:02: Ich habe ja gar nichts gemacht.

01:10:04: ich kriege das irgendwie mit und finde es blöd Ich hab damit ja nix zu tun.

01:10:08: Also das, was du vorhin erwähnt hast mit dem jeder ist Teil des Systems in der Klasse und auch die Zuschauer haben eine aktive Rolle, auch wenn sie nur im Anführungszeichen zuschauen, ist ein ganz wichtiger Punkt.

01:10:20: dann in der Prävention um gerade die Macht der Zuschauenden zu nutzen, die doch einen großen Einfluss haben darauf.

01:10:27: Ja genau also deshalb sind die halt unsere Hauptzielgruppe, ohne dass wir jetzt da tatsächlich differenzieren.

01:10:35: Wie gesagt, wir haben eine Klasse vor uns sitzen wenn wir dieses Präventionswerk machen.

01:10:38: aber letztendlich wollen wir halt genau diese Unsicherheit von den Zuschauenden ja nehmen und umwandeln in erste Ideen oder auch einfach das Bewusstsein dafür was sie damit bewirken können.

01:10:52: also weil das ist auch so ein zentraler Satz den wir in den Workshops immer sagen alle haben die macht etwas zu verändern auch daran letztendlich, ja es sind alle beteiligt.

01:11:03: Aber alle können halt auch etwas verändern und deshalb seid ihr deiner Rolle bewusst.

01:11:07: also das ist so etwas was wir immer wieder sagen.

01:11:10: Und ja genau du hast gesagt also für die einen ist es die Lösung zu sagen okay ich stell mich direkt dazwischen und sind damit auch im Nachgang happy.

01:11:17: Also du hast jetzt gesagt Ja du bist nicht unglücklich damit aber so richtig war's nicht Die perfekte Lösung für dich.

01:11:23: Für andere ist es das Und da fände ich es auch immer hilfreich einfach zu zeigen Okay Es gibt aber noch so viel mehr.

01:11:30: Weil diese Angst, die deine Erfahrungen ja auch so ein bisschen bestätigt in Anführungszeichen.

01:11:38: So dieses, naja meine Rolle verändert sich danach ja auch.

01:11:41: aber ich kann ja genauso gut zum Beispiel zu der betroffenen Person hingehen und sagen hey das was da heute passiert ist nicht in Ordnung du bist gut so wie du bist.

01:11:50: also ich kann erst mal die Betroffene Personen stärken oder ich kann fragen hey ich habe das vorhin gesehen ich hab das Gefühl es geht dir damit nicht gut.

01:11:58: liege ich damit richtig?

01:11:59: Ähm ... jetzt auch so formuliert, dass ich nicht einfach frage.

01:12:04: Geht's dir gut?

01:12:05: Weil dann ist es oft die Anfrage, ja, weil ich eh das Trauen hab.

01:12:08: Aber wie gesagt, wenn in der Klasse über Gefühle gesprochen wird, da wird die Antwort vielleicht ehrlicher sein, wenn man fragt, wie gehts dir.

01:12:16: Genau, leckhaft einschalten, betroffene Person stärken.

01:12:22: Vielleicht bin ich aber mit den Mobbenden eigentlich befreundet und frag mich grade was geht da eigentlich ab.

01:12:27: Auch dann kann ich hingehen noch mal sagen, das ist überhaupt nicht in Ordnung was da gerade abgeht.

01:12:32: Lass es mal finde ich nicht cool.

01:12:34: also Es kommt halt auch drauf an was traue ich mir selber zu wie es mein verhältnis zu den verschiedenen Beteiligten innerhalb dieser Konstellation und dann so den eigenen Weg finden und du hast auch angesprochen so dieses Ich muss es ja und alleine machen ich habe ja vielleicht ein gespieler für Wem gefällt dass da gerade auch gar nicht und draußen vielleicht auch nicht Und dann sind wir halt zu zweit oder zu dritt sind gemeinsam auch stärker.

01:12:58: und ja, jede einzelne Person kann etwas verändern.

01:13:02: Aber wenn zwei, drei, vier Leute den Anfang machen ist die Wahrscheinlichkeit noch viel höher, dass sie halt mehr mitziehen und sich die Konstellation noch mehr Auflös oder verändert.

01:13:12: Was ist für dich eine ganz, ganz wichtige Sache?

01:13:16: Die wir unbedingt aus dem Podcast noch mitgeben sollten.

01:13:19: das wichtigste von all den Dingen über die wir heute gesprochen haben?

01:13:25: Ja, seid ihr dann auch alle bewusst?

01:13:27: Ich habe es eben schon kurz gesagt.

01:13:28: Also dass einfach alle Beteiligten wissen sie können etwas verändern und Sie müssen vielleicht auch einfach etwas ver ändern.

01:13:35: Und ja sich da im Zweifelsfall aber auch Unterstützung zu holen wenn man merkt okay ich schaffe es aber einfach nicht alleine.

01:13:40: Die Macht liegt auch bei Zuschauenden, auch bei Lehrkräften Auch bei Schulsozialarbeit.

01:13:46: Alle die unterstützen können können helfen auch Mobbing zu verhindern möglicherweise oder mobbing zu lösen.

01:13:53: Vielen lieben Dank, dass du heute zu Gast warst und unsere wertvolle Einblicke gegeben hast in das was ihr tut bei Zeichen gegen Mobbing.

01:14:00: Aber auch in das, was an Schule getan werden kann um Mobbing möglichst zu verhindern oder aber auch gut mit solch einer Situation umzugehen.

01:14:10: Ja, vielen Dank.

01:14:10: Danke, dass ich da sein dürfte!

01:14:12: Liebe Vera, vielen dank, dass Du quasi ja eigentlich auch ein bisschen so meine Arbeit und unsere Arbeit von mir natürlich auch an der Stelle übernommen hast.

01:14:21: Ich fand ein sehr, sehr spannendes, hilfreiches Gespräch.

01:14:25: Natürlich ist entscheidend was die Leute da draußen denken.

01:14:29: Was würdest du sagen?

01:14:30: Was ist noch mal bei dir wirklich hängen geblieben?

01:14:33: Ich fand besonders wichtig das Anna den Aspekt hervorgehoben hat dass die Zuschauer eine ganz wichtige Rolle im Mobbingprozess spielen und zwar insofern dass bei ihnen große Macht liegt Mobbing entweder zu verhindern oder aber auch Mobbing Prozesse zu beenden.

01:14:50: Und diese Verantwortung, die Sie da haben oder diese Rolle, die sie spielen ist Ihnen in der Regel gar nicht bewusst.

01:14:57: Und damit Sie dieses Bewusstsein bekommen aber auch Werkzeuge in die Hand bekommen wie Sie denn handeln können?

01:15:04: Haben wir einen Unterrichtsempuls entwickelt?

01:15:06: Den können Lehrkräfte- oder Schulsozialarbeitende in forty fünf Minuten umsetzen und bedarf keinerlei Vorbereitung.

01:15:13: er ist komplett ausgearbeitet und soll eine Maßnahme sein wie wir die Zwischenzeit überbrücken können, bis hoffentlich auch von EU-Seite und Länderebene da nochmal mehr Möglichkeiten und Maßnahmen in die Hand gegeben.

01:15:29: Das klingt doch super!

01:15:30: Und wie immer findet ihr genau diesen Unterrichtsimpuls und auch vieles weiter natürlich auf unserem Campus.

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