#10 Regel-Upgrade Klassenchat: Zuständigkeiten klären und Haltung leben

Shownotes

Nicht zuletzt die WDR-Doku »Inside Klassenchats« hat gezeigt: Immer mehr Kinder berichten von belastenden und verstörenden Inhalten im Klassenchat. Wir schauen hin: Warum reichen Regel-Plakate allein nicht aus, welche Zuständigkeiten müssen geklärt werden und welche Rolle dürfen und sollten Eltern beiin diesem Gebilde der Medienerziehung spielen?

Wichtig: Ohne dich geht es nicht — gib uns Feedback zu unserem Podcast und nimm gerne an unserer Umfrage teil: https://campus.digitale-helden.de/umfrage/podcast-spotlight-medienbildung

Gefördert von der Stiftung Klassenziel.

Zusatzmaterial und unsere Kanäle

Wir freuen uns über deine Fragen und Anmerkungen: spotlight@digitale-helden.de

Quellen & weiterführendes Material 1 infratest dimap (2026): Nutzung von Klassenchats an Schulen in Deutschland 2026. Eine Umfrage im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks, wdr.de, Zugriff: 07.05.2026 2 Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) (Hrsg.) (2025): KIM‑Studie 2024: Kindheit, Internet, Medien. Grafikbericht, mpfs.de, Zugriff: 07.05.2026 WDR (2026): Inside Klassenchats, in: ARD Mediathek, 18.03.2026, ardmediathek.de, Zugriff: 07.05.2026

@netzlehrer: Ausschnitt aus der Doku „Inside Klassenchat“ (…), 19.03.2026, instagram.com, Zugriff: 07.05.2026

Empfehlung: medien-kindersicher.de (Portal zum technischen Jugendmedienschutz, das Eltern über technische Schutzlösungen für die Geräte, Dienste und Apps ihres Kindes informiert)

Transkript anzeigen

00:00:00: Letztendlich ist es ja auch nicht eine Diskussion um eine technische Ausgestaltung.

00:00:03: Es ist eigentlich keine digitale, technische Frage und wo das stattfindet und was wir da einstellen können.

00:00:09: Aber im Kern geht's um Werte und um die Kernfrage wie wollen wir als Menschen miteinander umgehen?

00:00:15: Und wie wird das ein gelungener Rahmen in dem wir dann sozial interagieren?

00:00:18: Und dann gibt es auch durchaus Eltern, die sagen dass liegt komplett in meiner Verantwortung.

00:00:21: auch etwas passiert und ich kontrolliere auch was in den Klassenchats passiert.

00:00:35: Wenn ihr dieses Thema im Unterricht besprechen wollt, dann findet Ihr passende Unterrichtsempulse auf unserem Campus.

00:01:04: Wenn nicht gar die größte Herausforderung.

00:01:07: Deshalb schauen wir uns heute an, was tun wenn sich jemanden nicht dann eine Regel hält?

00:01:11: Wer darf was im Klassenchat in welchem Rahmen sprechen wie regelmäßig über das Miteinander im Klassenschat?

00:01:17: und was können Eltern tun damit der Klassenschat zu einem gelungenen Trainingsraum für digitale Kommunikation wird?

00:01:25: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts Spotlight Medienbildung.

00:01:31: Ja herzlich Willkommen auch von meiner Seite aus.

00:01:33: Augenscheinlich haben wir heute wieder das Vergnügen miteinander zu sprechen.

00:01:37: Ich freue mich sehr, Vera und ja als geneigter Zuschauer oder Zuhörer in kann man sich natürlich jetzt die Frage stellen wieso eigentlich schon wider?

00:01:48: Das Thema Klassen Chat?

00:01:49: denn wir haben ja wer aufmerksam von euch aufgepasst hat und vielleicht schon dabei war letztes Jahr vor circa einem halben Jahr tatsächlich schon zu dem Thema gesprochen.

00:02:00: Die Folge hieß Klassenschät vom Chaos zur gemeinsamen Lösung.

00:02:03: Und so ein bisschen fragt man sich natürlich, grüßt da Halbjährig das Klassenchat-Murmeltier?

00:02:09: und warum eigentlich?

00:02:10: Denn na ja, warum sprechen wir heute wieder über das Thema.

00:02:15: Im Prinzip weil dieses Murmeltier täglich in den Klassen grüst...

00:02:19: Also zeitloses Murmeltier quasi!

00:02:21: Ein wenig schon zum einen Das ist es natürlich ein Dauerthema bei dem sich bei den grundlegenden Hintergründen nur bedingt etwas ändert aber doch ja in den Details.

00:02:33: Entwicklungen, technische Entwicklungen zum Beispiel durchaus Einflüsse haben auf den Class'n Chats.

00:02:37: Aber auch spannende neue Dinge passieren

00:02:39: z.B.,

00:02:40: hat Infratest-Deemap kürzlich eine Umfrage gemacht und hat sie in bis sechzehnjährigen... Es gibt uns noch mal ein anderes Bild auf die Problematiken zum Beispiel aber auch allgemein auf die Nutzung und die Relevanz von Class'N Chats.

00:02:53: spannend da zum Beispiel hinzuschauen.

00:02:56: Und außerdem sind wir natürlich auch im Austausch mit den Menschen direkt mit dem Class'nschatz zu tun haben, weil sie als Lehrkräfte an Schulen arbeiten oder als Schulsozialarbeitende und wir hatten da einige Rückmeldungen bekommen auch nach dem letzten Podcast.

00:03:11: Die nochmal klarmachen wie alltäglich diese Anblick tatsächlich in den Klassenzimmern ist.

00:03:16: Regeln werden in sehr vielen Schulen sehr früh gemacht aber immer wieder kommt auch das Problem auf dass wir im letzten Podcast zumindest ein bisschen angesprochen hatten Ja, was passiert denn mit diesen Regeln an der Wand?

00:03:27: Wie kommen die wirklich miteinander an?

00:03:29: Weil kaum ist das Smartphone-Anatmus gefühlt sind.

00:03:31: Die Regeln schnell vergessen und da würden wir gerne heute noch mal ein bisschen genauer hinschauen, nochmal ein paar Impulse so mitgeben weil das einfach eine Riesenherausforderung ist.

00:03:42: So ist es.

00:03:43: also du hast es schon ein bisschen vorweggenommen wo's heute speziell nochmal drum gehen soll... besondere Perspektive eigentlich auf das Thema.

00:03:50: und ja, du hast es angesprochen.

00:03:53: Wir haben auch eine neue quasi auch medial breit rezipierte Umfrage im Prinzip wo man wirklich nochmal einen schönen aktuellen Datenstand bekommt über das ganze Thema Und was vor allen Dingen eben auch beim WDR breit Rezipiert wurde auch unter Beteiligung von Bildungsinfluencern wie Bob Blume, die in dieser großen Doku-Inside-Klassenschat auch befragt wurden.

00:04:16: Also auch da wer das noch nicht gesehen hat gerne mal reinschauen haben wir euch auch in den Show Notes verlinkt.

00:04:22: aber bevor wir jetzt quasi mit diesem neuen Blick sozusagen reingehen auf dem Klassenschat steigen wir vielleicht doch nochmal in diese Zeitkapsel für einen Moment und versetzen uns ein halbes Jahr zurück.

00:04:36: ja wenn uns noch mal reinversetzen, was wir da besprochen haben beziehungsweise du mit meiner Kollegin Mirna.

00:04:44: Was würdest du sagen?

00:04:45: Welche Erkenntnis welcher Satz welcher Eindruck ist dir dann nochmal so zentral hängen geblieben und was es wirklich ganz ganz wichtig gewesen.

00:04:54: Es ist eigentlich der Satz Der Klassen Chat ist eigentlich das erste Lern- und Erfahrungsraum digitaler Kommunikation den junge Menschen mit Gleichaltrigen haben in dem keine Erwachsenen anwesend sind.

00:05:08: Und ob der ein gelungener Erfahrungsraum ist oder nicht, hängt sehr davon ab wie sie dabei unterstützt werden von Seiten der Eltern und der Lehrkräfte.

00:05:18: Sprich erst gestaltbar.

00:05:19: das ist ja auch glaube ich den ganz ganz wichtiger Punkt da gewesen.

00:05:23: Jetzt schlüpfe ich für einen Moment mal in die... Das liegt mir eigentlich auch gut muss ich jetzt an dieser Stelle sagen so ein bisschen in diese skeptiker Rolle weil dass es ja auch etwas was uns sehr häufig begegnet ist immer wieder Ja, der Einwurf auch seitens von Lehrkräften zum Teil eben zu sagen ja Moment mal was geht mich denn das an?

00:05:41: Ich habe so viel um die Ohren.

00:05:43: Ich hab hier genug zu tun.

00:05:45: Wieso soll ich mich eigentlich noch mit diesem privaten Thema eigentlich von jungen Menschen beschäftigen?

00:05:51: Was hat das eigentlich mit mir zu tun mit meiner Arbeit?

00:05:55: ist es nicht eigentlich woanders verantwortungstechnisch aufgehoben z.B.

00:05:58: im Elternhaus?

00:06:00: Ich schmeiße das jetzt mal einfach so an den Kopf.

00:06:02: Was würdest du da auch nochmal rückwirkend?

00:06:04: Auch das hatten wir in der Folge schon ein bisschen besprochen, festhalten weil es ganz wichtig ist glaube ich noch einmal das vorauszuschicken.

00:06:12: Vorweggenommen – ich kann durchaus nachvollziehen dass diese Fragen ausgelöst werden, weil die Zeit wirklich sehr knapp ist und es ein sehr großes Thema ist was auch Raum braucht an Schule und Zeit braucht.

00:06:26: Erst einmal ist der Klassenchat ja in der Tat ein privater Kommunikationskanal.

00:06:30: Die gründen die Schülerinnen und Schüler unter Sicht, Lehrkräfte dürfen da nicht drin sein aufgrund der DSGVO.

00:06:36: Eltern sind es in der Regel auch nicht Und die Verantwortung liegt primär erstmal bei den jungen Menschen was sie da teilen wie sie kommunizieren wie Sie miteinander umgehen.

00:06:45: Aber das sind Kinder und Jugendliche Das heißt die brauchen noch unsere Begleitung und Unterstützung.

00:06:51: Wir schauen später ja bei den Eltern nochmal hin deren Unterstützung natürlich auch.

00:06:55: Also es ist vor allem Frage der Medienerziehung und deswegen gehen wir später noch darauf ein, aber auch Schule ist wichtig in dem Punkt zu unterstützen denn Schule hat einen Erziehungsauftrag.

00:07:06: Schule ist gefordert soziale Kompetenzen zu fördern.

00:07:10: Schule hat den Bereich der Demokratiebildung, den sie aufgreifen und all das hat ganz viel mit dem Klassen-Chat zu tun.

00:07:19: Und in der Praxis ist es ja auch so, dass das gar nicht anders funktioniert.

00:07:25: Probleme tragen sich vom Klassenraum in den Klassenschat.

00:07:28: Auch deswegen ist Schule verantwortlich, weil ... Den Klassenschat wird es gar nicht geben ohne den Verpflichtenden, nicht freiwilligen Rahmen dieser Gruppe, der durch Schule und die Schulpflicht entsteht.

00:07:40: Aber die Probleme, die dann im Klassentat entstehen, tragen sich wieder in den Klassenrahmen.

00:07:46: Und ich kann noch so häufig sagen, ich hab keine Zeit dafür.

00:07:52: letzten Endes stehe ich vor der Situation, dass Montag morgens ein Gruppe da sitzt die nicht lernfähig ist weil es irgendwelche Vorfälle im Klassenchat gab.

00:07:59: und das ist einfach alleine deswegen notwendig das aufzugreifen.

00:08:04: Und am besten auch präventiv aufzugreiben, weil ansonsten mich die Folgen auch einholen in formassiverer Probleme an der Schule

00:08:11: ja

00:08:12: aber tatsächlich auch rechtlich verordnet bei Schulsozialarbeit und auch Lehrkräften.

00:08:17: Aber ich glaube das ist dann nochmal neben dem Punkt den wir Eingangs jetzt hatten, also ihnen zu sagen es ist ein gestaltbarer Raum der ist mit nicht nur negativ sondern man kann ihn auch etwas positiven entwickeln.

00:08:28: Etwas ganz wichtiges was wir aus der letzten Folge mitgenommen haben und eben genau das was wir jetzt gesagt haben ja es macht Sinn dass auch als Lehrkraft in der Schule anzugehen weil es allein schon auch im wohlverstandenen Eigeninteresse ist weil es auch mein Leben einfacher macht und das gesamte Schulklima wollen wir auch abzielen, dass es eben ein gesundes respektvolles gegenseitiges wertschätzendes Klima sein sollte und allein deshalb.

00:08:57: muss das Thema eigentlich besprochen werden.

00:09:00: Deswegen ist es so wichtig und das ist ja auch sowas, wo wir immer gesagt haben okay lass uns nicht zu sehr in diese Verantwortungsdiskussion immer abgleiten und dieses Ping-Pong was ich da auch in erster Folge schön mit dem Bild beschrieben sondern eben zu sagen nein es ist ein gemeinsam geteilter Verantwortungsraum alle im einem Boot sitzen wir um und lasst uns eigentlich dieses hin und her schieben vermeiden weil das führt zu nix.

00:09:22: Ich glaube dass war auch noch mal ganz wichtiger Punkt aus der Folge.

00:09:28: Genau, dann kommen wir so ein bisschen vielleicht schon dazu ... ja, so ein kleines Update mal vorzunehmen.

00:09:33: Wir hatten es eingangs erwähnt.

00:09:36: Es gibt neues sozusagen Zahlen- und Datenmaterial mit dieser Infratestimabumfrage die ich glaube das war Mitte März rausgekommen ist im Auftrag des WDR erstellt.

00:09:47: Und dann gab's eben auch die Begleitdoku Insight Classenshed dazu einen Podcast glaub ich noch dazu auch Begleidartikel wo wirklich Ja, auch nochmal Schülerinnen und Schülern selbst aus ihrer Rolle geschildert haben.

00:10:00: Was da wirklich ja teilweise auch an sehr negativen Dingen eben läuft.

00:10:05: also wer das noch nicht mitbekommen hat gerne mal reinschauen die entsprechenden Sachen wirklich spannend.

00:10:13: Wir wollen jetzt so ein bisschen mal tiefer in die Infotest immer umfragen Ergebnisse nochmal reingehen Und mal so ein paar schlaglichter setzen weil ich glaube für uns auch sehr erhellend und für euch hoffentlich natürlich auch.

00:10:24: fangen wir mal mit dem Ersten an, da wurde dann gefragt eben relativ als eine der ersten Fragen.

00:10:31: Bist du Mitglied in einem oder mehrerer Klassenstädts?

00:10:35: Befragt wurden, du hattest gesagt zehn bis sechzehnjährige Kinder in Deutschland.

00:10:41: Da haben dann zweiundachtzig Prozent insgesamt gesagt, dass sie das sind und schon auch aufgeschlüsselt nach Alter tatsächlich einen Fünfzig Prozent der Kinder im Grundschulalter, Was sind da deine Gedanken zuerst mal?

00:10:58: Diese Zahl fand ich besonders erstaunlich.

00:11:01: Grundschulalter geht in etwa bis zehn, selten auch bis elf und der bisherige Zeitpunkt an zudem die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler ein eigenes Smartphone bekommen hat war immer der Übergang zur Weiterführenden Schule.

00:11:16: Ich glaube das ist weiterhin auch so.

00:11:18: aber Punkt, weshalb mich diese einundfünfzig Prozent so gewundert haben und ich mich schon frage sind das vielleicht auch teilweise noch Kinder die die Smartphones ihre Eltern mit benutzen?

00:11:30: Und darüber an einem Klassenchat teilnehmen.

00:11:34: Wenn man sich die andere Altersdifferenzierung anschaut, die hier vorgenommen wurde dann haben wir bei zehn bis elfjährigen vierundsechzig Prozent die mindestens in einem Klassenschat sind.

00:11:44: Das kann nicht besser nachvollziehen weil das ist ja durchaus schon auch die fünfte Klasse Könnte aber so ein bisschen darauf hindeuten, auch wenn weiterhin so dieser Hauptkipppunkt der Weg in die fünfte Klasse sein wird.

00:11:55: Dass das auch sukzessive noch mehr an Grundschule ankommt und da gibt es tatsächlich deutlich weniger Angebote.

00:12:01: Da hängt dieses Regelplakat nicht so selbstverständlich im Klassenraum.

00:12:05: Ja könnte künftig für die Grundschulle tatsächlich vielleicht noch relevanter werden?

00:12:10: Aber es zeigt auf jeden Fall gerade wenn man dann die zwölf bis dreizehnjährigen anschaut mit den achtundachtzig Prozent dass die absolute Mehrheit ab der sechsten, siebten Klasse in Klassenchätts ist.

00:12:21: Und das entspricht auch absolut den Rückmeldungen, die wir seit Jahren bekommen von Pädagoginne wie auch von Schülerinnen, dass Sie sagen, das ist so das erste Problem was entsteht.

00:12:31: Der ist gegründet.

00:12:32: noch bevor andere sich Gedanken gemacht haben, wie sie sich vernetzen gibt es diesen Klassenschat schon und sobald es ihn gibt starten auch die Probleme.

00:12:41: Du hast jetzt schon gesagt, Klassen-Schätz.

00:12:43: Also du hast den Pluch als schon verwendet in weißer Voraussicht nämlich an.

00:12:47: Denn dann wurde ja auch eine Frage eben gestellt, ja in wie vielen bist du denn eigentlich als Kind?

00:12:53: Und da fand ich es auch total spannend dass tatsächlich der überwiegende Teil, nämlich siebenfünfzig Prozent der befragten Kinder in mindestens zwei Klassen Schätz gleichzeitig war.

00:13:04: bevor wir da weiter drauf eingehen nur ganz kurz als Randbemerkung Wir werden das versuchen, gerade auf YouTube auch noch mal parallel einzublenden.

00:13:12: Also wer gern dieses visuelle Begleitmaterial sehen will die Zahlen, Daten und Balkendiagramme kann gerne auf YouTube vorbei schauen.

00:13:23: Aber was sagst du da noch zu?

00:13:24: Was spricht da dich besonders an der Zahl?

00:13:28: Zum

00:13:28: einen denke ich, oh Gott!

00:13:29: Das ist ja dann die doppelte Anzahl an Nachrichten, die ankommt.

00:13:33: Wenn man mindestens zwei Chats hat... Aber ich finde ganz spannend zu überlegen, woran liegt das?

00:13:38: Dass ich mehrere Klassenchats habe.

00:13:39: Ich hab hier nur eine Klasse.

00:13:40: Wieso gibt es mehrere Chats in der Klasse?

00:13:42: und da kann ich nur interpretieren und mal Gedanken aufmachen.

00:13:46: Die eine Möglichkeit und die würde für eine Medienkompetenz sprechen, die ich durchaus toll fände wäre.

00:13:53: Die Klassen sind soweit dass sie zwei getrennte Chats haben nämlich den einen für Formelles und den anderen für Informales.

00:13:59: weil das übliche ist kommen viele Nachrichten an.

00:14:01: die wichtigen schulischen Infos gehen unter so was wie was haben wir in Mathe auf?

00:14:06: Und meine Erfahrung ist auch dass sich das mit den Jahren durchaus etabliert dass hier älter die SchülerInnen sind sie durchaus genau solche Zwei Chat Kanäle aufmachen damit die auch entscheiden können.

00:14:15: will ich nur im schulischen dabei sein?

00:14:16: will ich in beiden dabei sein und nichts mehr verpassen.

00:14:20: Also eine Form von Differenzierung, hier auch?

00:14:22: Genau.

00:14:23: Kompetent!

00:14:24: Welcher Kanal für was mit welchem Ziel?

00:14:26: Und dich dann bewusst zu entscheiden wo möchte ich dabei sein und wo nicht oder welchen stelle ich Sturm und welchen nicht?

00:14:32: Variante B wäre... Ich habe zwei getrennte Chats für meine Eltern weil wenn meine Eltern mich gut begleiten werden sie vielleicht mit mir ausmachen.

00:14:41: Ich würde gerne mal regelmäßig mit ihr drüber sprechen was bei euch im Klassenchat los ist.

00:14:45: und manche Eltern sagen vielleicht auch Ich würde auch gerne mal in den Klassenchats schauen.

00:14:50: Du darfst dein Handy in der Hand haben, ich schau drüber und dann gibt es auch durchaus Eltern die sagen das liegt komplett in meiner Verantwortung auch was da passiert und ich kontrolliere auch etwas in den klassenchads passiert.

00:15:00: Und gerade wenn's dann so in dem Bereich geht der weniger mit der Vertrauensebene zu tun hat Sondern damit er Kontrolle, da funktioniert das nicht mehr.

00:15:08: Aber solange ich mich auf der Vertrauensebene befinde, kann ich auch meinen Eltern immer noch sagen ... Ich zeig dir jetzt den Klassenjet und dann zeige ich nur den einen, wo es keine Probleme gibt.

00:15:15: Zeige den anderen vielleicht nicht.

00:15:17: Fifi!

00:15:18: Das kennen wir doch von früher.

00:15:20: die zweite Fernbedienung oder?

00:15:22: Ja, stimmt mir.

00:15:24: Oder der Trend zum Zweit-Handy beim Smartphoneverbot an Schulen oder was auch immer.

00:15:30: Jungliche finden Wege zeigt auch so ein bisschen ...

00:15:32: Ich merke schon, ich war nicht smart genug.

00:15:36: Ist ja der Fernseher im Wohnzimmer, hatte keinen Zweck.

00:15:38: Ich habe es nicht versucht aber könnte auch eine Möglichkeit sein dass das ein Stück weiter hinter steckt oder auch dass es vielleicht einen großen Klassen Chat gibt aber auch noch mal kleinere Chats in denen da nicht alle drin sind und es können durchaus sinnvolle schöne Chats sein, es können aber auch durchaus Chat sein die dann zum Mobbing-Zwecken wirklich dienen ausschließlich.

00:15:58: Es ist wie so oft die reine Zahl lässt viele Interpretationen zu Ganz klare Rückschlüsse.

00:16:07: Das sind ja auch alles jetzt nur mal Spekulationen und Szenarien, die wir uns ausmalen können aber das geben die Daten halt umfragen nicht her.

00:16:15: Beziehungsweise

00:16:16: die auch die Rückmeldung ergeben von Schülerinnen und Schülern, von Lehrkräften dass es so... dass es das gibt.

00:16:21: Stimmt klar.

00:16:21: Wie

00:16:21: sich das zusammensetzt?

00:16:22: Es werden alle drei Ebenen sicherlich sein, nur die Zusammensetzung können wir nicht einschätzen.

00:16:28: Ja und dann wurde ja auch gefragt im Prinzip auf welcher Plattform oder Plattformen.

00:16:35: Plural findet das ganze statt, das fand ich jetzt auch wieder erhellend weil uns ja oft mal die Frage entgegengespiegelt wurden und auch im Hinblick auf unsere Angebote wie so fokussiert ihr eigentlich so stark auf WhatsApp?

00:16:47: Das fand ich noch einmal für uns in dem Fall jetzt auch unterstützend.

00:16:51: warum wir diesen Fokus wählen?

00:16:53: weil nämlich zwei neunzig Prozent der befragten Kinder eben gesagt haben Ja gut!

00:16:58: das Ganze der Klassenstädte findet eben auch auf WhatsApp statt.

00:17:00: Das heißt, WhatsApp regiert den Klassenstedts.

00:17:03: So könnte man es eigentlich plakativ zusammenfassen.

00:17:06: Schulinterne Plattformen, das fand ich auch noch mal spannend.

00:17:09: tatsächlich auf Rang zwei mit knapp zwanzig Prozent hätte ich jetzt auch nicht vermutet.

00:17:15: ehrlich gesagt war für mich eine Überraschung.

00:17:17: aber insgesamt des Bild zeigt eigentlich okay.

00:17:19: wir reden über WhatsApp als meist genutzten Messenger.

00:17:22: zur Organisation Die Schulinternplattform haben mich auch sehr verwundert, weil ich dachte, das meiste passiert doch vermutlich in den Gruppengleichalträger und nicht wenn Lehrkräfte.

00:17:34: Oder wir wissen ja auch die, die hauptsächlich dann in Schulinterren-Plattformen aktiv sind.

00:17:38: Das mitbekommen.

00:17:39: Erinnere mich aber auch ein Gespräch bei der Didakta das wir geführt haben und eine Lehrkraft sagt er ganz oft.

00:17:44: Haben die Angebote, die wir nutzen und einsetzen im Unterricht auch die Möglichkeit anonym zu chatten?

00:17:48: Ach ja gut ist dann auch ne schulische Plattform sofern es Anonymität ermöglicht oder eine Kommunikation außerhalb von Beobachtungen von Lehrkräften und Schulsozialarbeitenden.

00:17:59: Dann ist da auf jeden Fall viel Raum und eigentlich ist es dann auch total egal, ob das Telegram heißt oder Signal oder WhatsApp.

00:18:05: Abseits des Datenschutzes ändert es nichts an den Problemen die in einem Klassenchat bestehen, auf welcher Plattform es stattfindet.

00:18:13: Wichtig ist aber – hier ist auch Instagram genannt zum Beispiel und TikTok – ein Punkt der ist durchaus bemerkenswert.

00:18:19: wenn's auf WhatsApp stattfindets und wir sprechen im Moment über Social-Media Altersgrenzen Dann sprechen wir bei diesen Altersgrenzen überhaupt nicht über einen Klassenchat, weil in der Regel ist WhatsApp bei Social Media-Plattformen nicht mit gemeint.

00:18:31: Das heißt es würde keinerlei Einfluss auf den Klassenchat haben ob's eine altersbegrenzung geben wird bei Social media-Platform oder nicht?

00:18:38: Ja auch nochmal ganz wichtig ein Hinweis.

00:18:40: Weil sehr oft missverstanden wird als Allgemeinlösung für alles würde an dieser Stelle dann bei der Definition nicht greifen.

00:18:49: Genau.

00:18:50: und dann gab's noch mal die Frage im Prinzip nach der Häufigkeit Nachrichtenanzahl sozusagen, was da alles so reinkommt.

00:18:57: Möchtest du da noch mal etwas zu sagen?

00:19:00: Tatsächlich ist es bei etwa der Hälfte der Chats so dass nur bis zu zehn Nachrichten täglich ankommen finde ich auch schon viel wenn man die alle liest.

00:19:07: aber das ist ja tatsächlich sehr überschaubar.

00:19:11: Die andere Hälften dann aber auch wieder knapp fünfzig Prozent.

00:19:14: da kommen mehr nachrichten an.

00:19:16: neun dreißig Prozent sagen bis zu fünfzig Nachrichten zehn prozent sagen bis zur hundertnachrichten.

00:19:22: Jede zehnte Schülerin, die sagen, es sind schon bis zu hundert.

00:19:27: Und drei Prozent sagen mehr als ein Hundert und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen aus Schule.

00:19:33: Da kommt ganz viel an vor allem bei den jüngeren in fünften und sechsten Klassen, die dann ganz viele Bilder reinschicken und in einzelnen Buchstaben schreiben und Smilies schicken.

00:19:41: Das ist oft so ein Konfliktpunkt recht früh, wenn sie gerade anfangen, Klassentests zu nutzen.

00:19:50: Ganz interessant fand ich, wenn man da jetzt aber nochmal so eine andere Studie auch dazu legt.

00:19:57: Nämlich die Kinderinternet-Medienstudie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest wird alle zwei Jahre durchgeführt und da werden im Prinzip sechs bis treizehnjährige befragt nach ihrer Mediennutzung – auch der nationsberechtigte – und da sagen von den zwölf bis dreizehnjährigen, die ein Smartphone besitzen, Ich nehme dieses Smartphone mit ans Bett.

00:20:20: Es waren auch sehr hohe Zahlen für Badezimmer und

00:20:22: Co.,

00:20:23: zeigt aber, wenn diese Nachrichten nachts ankommen ist da nachts keine Ruhe.

00:20:27: die Nachrichten kommen rund um die Uhr an Und auch die Kinder, denen das Handy nachts nicht am Bett haben, haben dann morgens den Druck sich auf den Stand bringen zu müssen.

00:20:35: was ist denn da gerade passiert?

00:20:36: Um wieder mitsprechen zu können?

00:20:38: es sind also nicht nur insgesamt hohen Nachrichten sondern viele nachrichten rund um Die uhr.

00:20:43: Ja und da reden wir jetzt quasi ja auch nur quasi Ich sag's jetzt mal plakativ.

00:20:48: Eingeschränkten Schlaf, den man vielleicht hat nur aufgrund der Anzahl der Nachrichten nicht auf Grund der Qualität der Information was vielleicht da auch an Inhalten eben reinkommt was mir auch den Schlag erfrauben kann.

00:20:59: auf einer anderen Hinsicht also ist auch schonmal wichtig mitzunehmen.

00:21:03: wo wir aber bei Themen quasi sind fand ich auch nochmal sehr spannend.

00:21:07: es wurde dann auch gefragt wofür werden denn deine Klassen schätzt genutzt und ganz weit vorne mit neunzig Prozent Tatsächlich schulische Themen.

00:21:16: Folgend sind dann lustige Inhalte mit sixty-fünfzig Prozent und zum privaten Austausch mit achtundfünftig Prozent, politische Inhalten relativ vernachlässigbar mit vier Prozent.

00:21:27: also auch da finde ich sehr erhellend also wirklich überwiegende Mehrheit nutzt, Klassen schätzt für schwulische Nutzung wobei ich mich ja auch ein bisschen tatsächlich gefragt habe ob das nicht Ein Stück weit auch bei anderen Fragen schon ein bisschen reinspielt, dieses Problem sozialer Wünschtheit.

00:21:45: Also wenn ich das jetzt gefragt würde... ...würde ich vielleicht auch nicht damit hausieren gehen, dass ich jetzt die ganze Zeit da nur, weiß ich nicht, Memes oder sonst was teilen würde?

00:21:53: Ich könnte mir vorstellen, dass man das einpreisen muss so ein bisschen.

00:21:57: Aber trotzdem steht zu vermuten, dass es tatsächlich um schulische Themen geht.

00:22:03: Was an sich ja auch... Ja, ich sag mal gut und schön ist.

00:22:06: Weil das ist genau das was ja auch gut zur Selbstorganisation dienen kann.

00:22:12: Ich glaube auch es ist eine Frage der Interpretation Was bezeichnet man selbst als schulisches Thema?

00:22:18: Als junger Mensch wenn ich über eine Klassenkameradin oder einen Klassenkamerade spreche Der im Unterricht X frage z nicht beantworten Kann Und mich über die Reaktion amüsiere der Lehrkraft Oder was auch immer wäre es ja möglich das als schulisches Thema zu betiteln.

00:22:36: Und nicht als privates, aber es zeigt eigentlich ... Es ist eine Gruppe die über die Schulpflicht entsteht in einem nicht freiwilligen Kontext, die sich über Vorfälle auch unterhält oder die irgendwie Thema sind im Klassenchat.

00:22:51: Also es hat ganz viel mit Schule zu tun und dann zu sagen, es hat gar keinen Raum an Schule drüber zu sprechen finde ich schwierig.

00:23:03: Kommen wir so ein bisschen zu dem, ich sage jetzt mal negativen Inhalten die einem begegnen können im Klassen-Shad.

00:23:12: Da wurde ja auch gefragt eben hast du schon einmal etwas im Klassenshed gesehen das unangenehm war oder dich belastet hat?

00:23:21: Überraschend, dass da etwa ein Drittel eben gesagt haben.

00:23:26: Ja habe ich aber mit zwei Drittel schon eine deutliche Mehrheit eben.

00:23:30: Nö hab' ich noch nicht und da hattest du ja auch nochmal spannend beigesteuert.

00:23:34: Es gibt auch ne interessante Altersentwicklung wo man auch paar Interpretationen so anstellen kann.

00:23:40: Vielleicht gehen wir da auch nochmal näher drauf ein.

00:23:42: Total!

00:23:42: Also ich hätte da ganz andere Zahlen erwartet?

00:23:44: Ich hätte erwartet das... Ich habe schon Dinge gesehen, die ich unangenehm empfunden hat oder die für mich belastend waren.

00:23:53: Die zehn bis elfjährigen sagen mit vierunddreißig Prozent.

00:23:57: Das ist so, hab' ich gesehen?

00:23:59: Die zwölf- bis dreizehnjährigen mit zweiundvierzig Prozent.

00:24:02: da sehen wir also einen Anstieg und was ich ganz spannend finde bei den vierzehn bis sechzehnjährigen sag nur einunddreizig Prozent dass sie belastende oder unangengemene Inhalte gesehen haben.

00:24:11: jetzt Möge man meinen, mit den Jahren der Medienutzung baut sich ja diese Erfahrung auf.

00:24:16: Das heißt ...

00:24:17: Mit sechszehn

00:24:17: hab ich schon mal was gesehen, was unangenehm war.

00:24:23: Mhm.

00:24:24: Ähm... Wie interpretiert man das?

00:24:25: Genau!

00:24:25: Es ist eine reine Interpretation von mir.

00:24:28: Ich glaube es hängt sehr mit der Art der Fragestellung zusammen, denn es wurde nicht gefragt, hast du schon einmal ein gewalthaltiges Video gesehen oder ein pornografisches Bild oder ähnliches?

00:24:41: sondern es wurde ja nach dem gefragt, was es auslöst.

00:24:44: Ob der Person unangenehm war oder genau dich belastet hat.

00:24:50: und ich glaube das hat etwas mit Abstumpfung zu tun durch die Häufigkeit, die ich in Halte sehe dass wenn ich älter bin durch die Häufigkeit und die Dauer den ich schon ausgesetzt bin vielleicht gar nicht mehr als so belastend erlebe.

00:25:01: und das könnte man möglicherweise als gute Schutzfunktion deuten aber auch als riskante Entwicklung weil das ja auch was machte miteinander in der Empathiefähigkeit möglicherweise, da müsste man wirklich noch mal ins Detail rein und sich damit intensiver auseinandersetzen um das wirklich gut einschätzen zu können.

00:25:19: Aber... Das ist meine Vermutung!

00:25:22: Ja und genau wie du sagst, also es kann das eine sein.

00:25:24: Eine gute Schutzfunktion oder ein Signal dafür.

00:25:26: Es kann aber auch genauso gut eben für ne Form von Überzeit geschliffen werden im Sinne von auch einer Normalisierung von problematischen Situationen und Manifestationen eigentlich herhalten.

00:25:38: dass ist ne form von Abstumpfung auch ist was ja dann eben eine hochgradig problematische Entwicklung wäre Aber ja super spannende Geschichte die man sich mal näher auch nochmal an schauen sollte.

00:25:50: Gerne auch mal eure Meinung tatsächlich dazu, also wenn ihr da persönlich auch Erfahrungen mit habt lasst die uns gerne mal zukommen über spotlightatdigital-helden.de per Mail aber auch gerne auf Instagram schreiben oder kommentieren oder bei YouTube.

00:26:05: wir haben da alle Möglichkeiten für euch eigentlich offen gelassen genau weiter im Text ein bisschen oder in der Umfrage viel mehr.

00:26:15: Wenn wir jetzt ein bisschen den Bereich der Herausforderung, den haben wir schon angeschnitten da noch mal tiefer reingehen ist ja auch eine Frage die wir uns immer gestellt haben und auch weiterhin stellen.

00:26:25: Von denen Herausforderungen werden wir gleich nochmal ein bisschen kursurisch drauf eingehen.

00:26:29: was davon ist denn jetzt eigentlich so das was am meisten vorkommt?

00:26:32: Was sind die drängendsten Probleme die sich dann manifestieren?

00:26:37: Und genau da wurde auch nachgefragt, nämlich welche belastenden oder unangenehmen Inhalte hast du in Klassenstädts schon einmal gesehen.

00:26:46: Mehrfachnennungen waren da möglich und ganz weit vorne waren tatsächlich Beleidigungen oder Bloßstellungen von Schülern oder Lehrern also auch beides zusammen folgend dann mit Gerüchten oder Lügen über Schüler oder Lehrer so was wie Videos oder Bilder von Gewalt oder Verletzungen oder auch eben ja Darstellungen, Nacktarstellung, sexualisierte Darstellung folgen dann eher viel weiter unten.

00:27:14: Fand ich jetzt auch wieder persönlich relativ überraschend.

00:27:17: also ich hätte die Reihenfolge nicht so vermutet.

00:27:21: deine Gedanken dazu?

00:27:24: Ja in den ersten drei Bereichen haben wir ganz klar Inhalte, die in dem Bereich Mobbing fallen können und deshalb verwundert es mich nicht denn der Klassenchat in speziellen, aber WhatsApp auch als Kommunikationskanal.

00:27:40: Als solcher ist das Instrument für Mobbing im digitalen Raum schlecht hin und ja eigentlich beruhigend dass es viele als belastenden Inhalt insofern bezeichnen also dass es deutlich macht dass viele die das miterleben vielleicht gar nicht selbst betroffen sind durchaus merken.

00:27:58: das ist nicht okay Weil wir gerade über Abstumpfungen gesprochen haben.

00:28:02: Vielleicht betrifft die Abstumpfung diesen Bereich auch weniger als den anderen Bereich?

00:28:06: Weiß nicht, wir sind ganz viel im Bereich Interpretationen von Zahlen grade oder einfach Gedanken, die in dem Zusammenhang entstehen und andererseits erschreckend festzustellen noch mal in Zahlen schwarz auf weiß zu haben wie relevant das Thema ist.

00:28:20: denn wir bewegen uns bei allen drei Angaben Beleidigungen Gerüchte und Lügen Ausgrenzung Mobbing In allen Bereichen über fünfzig Prozent bei dem ersten Hoss gesagt, bei neunundsechzig Prozent.

00:28:32: Ja und für mich ist es ein bisschen offen geblieben weil wir jetzt auch tatsächlich nicht tiefer eindringen konnten in die Art und Weise wie das methodisch umgesetzt wurde ob das jetzt Vorgaben eigentlich sind die gemacht worden sind also im Sinne von diese Kategorien Beleidigungen Gerüchte usw.

00:28:47: Ob die von den Fragestellenden vorgegeben wurden und quasi die Zuordnung dann nur noch durch die Kinder erfasst worden ist oder ob so eine Art offengestellte frage war und nachträglich quasi geklastert wurde in diesen kategorien weil das macht natürlich einen riesen unterschied denn solche ja auch problematischen erscheinungsforms des klassen schätzt.

00:29:10: du hast es vorhin angesprochen nachrichten stresse spam etc.

00:29:15: Naja, die finden sich hier eigentlich namentlich nirgendwo wieder.

00:29:18: Und es steht zu vermuten, dass das trotzdem natürlich junge Menschen auch beschäftigt.

00:29:23: Deswegen ist so ein bisschen die Frage.

00:29:24: Also wenn diese Kategorien vorgegeben waren vielleicht ist da auch gar nicht alles erfasst.

00:29:29: oder wollen wir noch mal ganz kurz auf die Herausforderung eingehen was da so alles im Klassenstitt passieren kann?

00:29:35: Ich würde vielleicht ganz kurz nochmal drauf eingehen gerade wegen der Unsicherheit was ist erfasst?

00:29:40: Oder was ist vielleicht auch ein Problem ohne dass die Schülerinnen und Schüler als Unangenehm Inhalt bezeichnen würden es, aber durchaus trotzdem relevant ist im Zusammenhang mit dem Klassenchat um da nochmal ein vollständiges Bild auch zu haben.

00:29:54: Du hast gerade den Nachrichtenstress angesprochen.

00:29:56: der zieht sich vermutlich über die gesamte Schulzeit ist aber besonders massiv meine Erfahrung nach in den ersten Jahren in den Schülerinnen und Schülern dann in diesen Klassenchats landen.

00:30:06: Das erzeugt einfach einen Druck immer erreichbar sein zu müssen.

00:30:09: Es gibt sehr viele Streitigkeiten in der Klasse.

00:30:12: im Bezug auf die Frage, wieso hast du mir nicht sofort geantwortet?

00:30:15: Du hast es doch gelesen.

00:30:16: Also so dieser ... Sorgen das was sich dann irgendwann mit den Jahren etabliert, so ein Regeln, unausgesprochene Regeln in der Kommunikation sind da einfach noch nicht entwickelt.

00:30:29: Es ist wirklich noch ein absoluter Erfahrungsraum ab Punkt Null.

00:30:33: Denn alle kommen ja mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen regeln in diesen Klassenschät rein.

00:30:39: Wir haben da Kinder, die haben ganz klare Regeln zu Hause und zeitliche Grenzen.

00:30:45: Die haben vielleicht auch begleitet schon Erfahrungen gesammelt?

00:30:47: Dann gibt es Kinder, mit denen überhaupt keine Erfahrung gesammelten.

00:30:49: Dann gibt's Kinder, sie durften bisher alles.

00:30:53: Sie kommen also aus unterschiedlichen Selbstverständlichkeiten individuellen zusammen und müssen aus den individuellem Perspektiven im ungünstigen Fall unbegleitet dann irgendwann über Jahre ... Zu so einem Art Regelwerk kommen, was sich so bildet über Situationen.

00:31:10: Und das sind gerade zu Beginn Konflikte über Nachrichtensbeamten oder nicht gelesene Nachrichten.

00:31:16: Dann gehört auch sehr dazu dieses Teil der Gruppe sein wollen – Fear of Missing Out.

00:31:21: bei den Kindern ist es natürlich so wenn dann einige in der Klasse darüber sprechen und Dinge im Klassenchat passierten sind und sie können nicht mitsprechen.

00:31:30: Dann liegt natürlich der Gedanke nach, ich will da auch mitreden!

00:31:32: Ich will wissen was passiert und ich möchte dafür gerne ein Handy haben weil das ist meine Tür zu diesen Informationen.

00:31:39: Und ich glaube dieser Punkt ist aber eigentlich besonders relevant bei Eltern, weil ich meine dass genau über diesen Aspekt eine Dynamik entsteht irgendwann so in der vierten Klasse.

00:31:49: es gibt immer einen gewissen Prozentsatz an Kindern in der Klasse die haben ein Handy und dürfen alles damit machen.

00:31:53: Das ist aber der viel kleinere Teil Und dann kommen die Kinder nach Hause und ein Elternteil nach dem anderen ist in einem erzieherischen Zwiespalt.

00:32:01: Und denkt sich, oh ja einerseits halte ich mein Kind noch für zu jung aber andererseits möchte nicht dass es außen vorsteht... ...und kauft dann den Kind ein Smartphone!

00:32:11: Das erhöht dann wiederum den Druck auf diejenigen die noch keines haben und so entsteht so einen Kreislauf der dazu führt das vermutlich ganz viele auf einmal Smartphones haben obwohl der Großteil der Eltern eigentlich dachte das ist uns noch zu früh Und da könnte man auf der Elternebene noch mal ansetzen.

00:32:27: Da kommen wir später auch nochmal drauf zu sprechen, welche Eltern... wie spielen Eltern da eine Rolle?

00:32:31: Darf vielleicht zugucken!

00:32:33: Können wir diese Dynamik ein bisschen aufhalten oder ausbremsen?

00:32:36: Dann hatten wir Schlafmangel.

00:32:38: fehlende Grenzen.

00:32:39: sind wir gerade darauf eingegangen.

00:32:40: problematische Inhalte sind sehr vielseitig die werden von den Schülerinnen und Schülern ja recht unterrepräsentiert genannt hier in der Befragung aber ich erlebe sie durchaus als Sehr präsent, wenn ich mit Schülerinnen und Schülern spreche.

00:32:53: Und sehr breit gefächert.

00:32:54: Kettenbriefe zum Beispiel zu Beginn die verängstigend sind irgendwann... Wenn ich älter werd habe ich verstanden den muss ich nicht glauben.

00:33:01: da sind es dann eher andere Aspekte desinformationen politische Inhalte die so ein bisschen in die Richtung gehen die verengstigen mich.

00:33:10: Ich entwickle Sorgen quasi die Ketten Briefe zwei Punkt Null.

00:33:14: Dann haben wir Challenges, die durchaus riskant sein können.

00:33:17: Weil Kinder in dem Alter, indem sie WhatsApp nutzen nicht unbedingt einschätzen können welche gesundheitlichen Gefahren mit Challenges einhergehen.

00:33:24: es gibt diskriminierende Memes.

00:33:25: auch das ist schwer.

00:33:26: einschätzbar war auch zum Beispiel ein Beispiel in der Doku, die du gerade angesprochen hast in Zeitklassen.

00:33:32: Schätz dass ein Schüler in der Situation war rechtsextremistische Inhalte zu teilen.

00:33:40: Memes gibt diese Ja, Nazi-Sticker in Anführungszeichen.

00:33:45: Die aber auch reichen können bis hin zu verfassungsfeindlichen Symbolen.

00:33:50: und er hat nicht damit gerechnet dass irgendwann die Polizei tatsächlich auch sein Elternhaus aufsuchten ins Gespräch geht weil ihn nicht bewusst war das vieles davon was er da getan hat rechtlich strafbar war.

00:34:03: laut seiner Aussage ja und ich glaube aber das ist ganz oft so.

00:34:06: ich mein welches Kind in der fünften Klasse weiß unbedingt was es mit Anne Frank auf sich hat.

00:34:12: Gewalt und Pornografie wird sehr viel geteilt.

00:34:15: Auch wenn ich weiß, es ist vielleicht nicht richtig irgendwas zu teilen wiegen ja auch in dem Alter andere Interessen... möchte Anerkennung bekommen, ich möchte einen guten Stand haben in der Klasse.

00:34:28: Gerade in Klassengemeinschaften die sich erst entwickeln.

00:34:30: deswegen ist der Anfang der fünften Klasse ja auch so präsent weil da geht es hier auch drum zu schauen welchen stand habe ich in der klasse mögen mich die anderen?

00:34:37: das ist nochmal mit ganz anderen Unsicherheiten vielleicht verbunden als in den siebten achten wo irgendwie vieles schon so manifestiert ist.

00:34:44: Die klassengemeinheit gründet sich erst und Da sind einige dann vielleicht doch versucht auch Dinge zu teilen die dann besonders krass sind und aufmerksamkeit erregen.

00:34:53: Da fand ich im Übrigen, um da ganz kurz einzuhaken.

00:34:56: Auch die Doku tatsächlich, also Inside-Klassenschat ja wie soll ich sagen sehr bezeichnend weil das auch noch mal einen konkreten Fall gezeigt hat zwar eben in Hattingen wo wirklich eine riesige Klassenschätgruppe die auch mehrere Schulen im Prinzip umfasst hat sich gegründet hat.

00:35:15: Die dann wirklich von der Größe auch nah dran an diesem Maximum an teilnehmenden gelegen hat mit über tausend Kontakten hatten, hatte man es nachher zu tun.

00:35:26: und was wurde da geteilt?

00:35:27: unter anderem eben nacktfoto sexualisierte Darstellung von Kindern oder Erwachsenen.

00:35:33: Und die angesprochenem rechtsextremen Inhalte auch.

00:35:36: und das ist wirklich auch ja wie soll ich sagen Es nimmt einen mit wenn man das sieht weil da auch diverse Schüler und Schülerin Teil waren im Prinzip jetzt in dieser Doku.

00:35:49: Interviewt wurden, wie sie das wahrgenommen haben.

00:35:51: und wenn man dann hier einen jungen Menschen da sitzen sieht der dann sagt es ist erste mal dass ich ein Menschennack gesehen habe und auf diese Art und Weise mit den ganzen Dingen die da mitschwingen ja auch die Geschlechterbilder die Sexualitätsvorstellung wie Sexualität zu sein hat.

00:36:09: Und dann sitzt so ein junger Dotz sich muss du sagen sitzt da und sagt, ich war so verstört.

00:36:14: Ich musste diese Bilder erst mal aus meinem Kopf kriegen.

00:36:16: Das hat ganz lange gedauert, ich konnte nicht mehr

00:36:18: schlafen.".

00:36:19: Also auch diese Ebene mal wirklich sich konkret an solchen Beispielen mal anzugucken welche Folgen das wirklich haben kann.

00:36:26: Ja sollte man mal tun also immer nur auf die emotionale Ebene es bringt nichts.

00:36:31: wir wissen dann eigentlich auf die sachliche wieder zurück.

00:36:34: aber gerade dieser Beitrag finde ich sehr gut gezeigt und auch in einem guten Verhältnis einen guten Match zwischen quasi Emotionalität und ja dann aber auch, was können wir tun im Form eines sachlichen Problemen aufzeigens- und bearbeitens.

00:36:50: Aber das sind wir jetzt genau bei dem Punkt.

00:36:53: Jetzt haben wir eigentlich sehr viel in den letzten zehn Minuten über Herausforderungen gesprochen negative Erscheinungsformen.

00:37:00: Was ist da so?

00:37:01: alles geben kann?

00:37:04: Ist das alles?

00:37:04: Kann das alles sein?

00:37:05: und wie kommen wir, wenn wir schon mit solchen Dingen konfrontiert sind eigentlich zu einer Lösung oder zumindest so eine Form von Bewältigung dieser Schattenseiten die du jetzt gerade aufgezeigt hast.

00:37:16: Was können wir da festhalten?

00:37:17: was können wir mitgeben?

00:37:19: Ja es hilft uns wenig uns nur bei den Risiken aufzuhalten also du kennst mich ich bin ein riesen Fan von Chancen und auch den Blick ganzheitlich auf ein Thema zu werfen.

00:37:31: Mich machen die Risiken und Berichte und Dinge, die ich erfahren habe von Schülerinnen und Schülern sehr betroffen.

00:37:35: Das ist sehr heftig was ihnen dort begegnen kann und was das auslöst individuell.

00:37:41: Aber trotzdem ist es ganz wichtig zu gucken wie gehen wir jetzt damit um?

00:37:44: weil egal welches Verbot kommt oder welche Maßnahme wir begreifen oder was auch immer es wird sich niemals ganz verhindern lassen und deswegen ist es wichtig gemeinsam mit jungen Menschen hinzuschauen Wie könnt ihr damit bestmöglich umgehen?

00:37:58: Um Wissen aufzubauen, daran mangelt es oft tatsächlich.

00:38:02: Im Umgang mit solchen Inhalten aber auch Handwerkszeugen mit an die Hand zu geben.

00:38:06: und ein ganz populäres Handwerkzeug im Bereich Klassenschätzung sind Regeln.

00:38:10: einfach weil's zeitlich auf dem Zeitfeld Anfang der fünften Klasse wenn sich Klassengemeinschaft gründet wo wir ohnehin darüber sprechen an Schule wie wollen wir miteinander agieren unsere Zeit an Schule gemeinsam gestalten.

00:38:24: Es gibt ein Wertesystem der Schule, was da noch mal viel Raum findet aber ich kenne das auch aus Klassen dass sich da aktiv auch darüber ausgetauscht wird und dieses digital analog lässt sich ja gar nicht mehr klar voneinander trennen und das Digital ist genauso real.

00:38:37: von daher liegt es auch nahe gerade auch beim Klassen Chat gemeinsam Regeln zu entwickeln Und wirklich mit den Schülerinnen und Schülern zusammenzuschauen.

00:38:46: Was wünscht ihr euch?

00:38:47: Was ist euch wichtig und welche Lösungsmöglichkeiten seht ihr?

00:38:52: Denn Sie selbst können am besten einschätzen, was funktioniert in der Klasse.

00:38:56: Genau damit stärkt man Gemeinschaft, fördert auch so die Selbstorganisationen.

00:39:00: wenn sie regeln selbst entwickeln achten sie auch mehr darauf dass sie und andere sich daran halten ein bisschen wie beim selbst gestalteten Klassenzimmer wird auch nicht so schnell irgendwas kaputt gehen wie wenn andere das getan haben.

00:39:13: ja und wirklich Medienkompetenz praktisch erfahrbar machen denn Genau mit dieser Zeit, die man sich nimmt baut sicher die Medienkompetenz auf.

00:39:21: Die dann wieder übertragbar ist auf andere Situationen.

00:39:24: mehr im weiteren Leben hilft.

00:39:26: Und manchmal hilft es ja auch einfach mal die jungen Menschen selbst zu fragen was habt ihr davon?

00:39:31: Was gibt euch das denn?

00:39:33: wenn alles was im Klassenstädt passiert nur negativ wäre dann würden sie den überhaupt nicht gründen bzw.

00:39:41: sich daran beteiligen und B würden sie dann auch nicht.

00:39:44: in so einer Umfrage, wie hier auf die Frage hat der Klassenstädt schon einmal dabei geholfen ein Problem zu lösen dass ihr in der Klasse habt dann mehrheitlich mit einem sechzig Prozentjahr sagen ja hattest also sprich auch da einfach mal junge Menschen zu adressieren und zu fragen na wie geht es euch damit würde eigentlich schon zur Erkenntnis führen.

00:40:04: Naja, also es kann nicht alles schlecht sein.

00:40:05: Da gibt es positive gestaltbare und einhickbare und begleitbare Möglichkeiten in Klassenstädts zu etwas Tollen machen, so einem tollen Instrument.

00:40:14: Und genau wie du richtig sagtest letztendlich ist das ja auch keine Diskussion um eine technische Ausgestaltung.

00:40:19: Es ist eigentlich keine digitaltechnische Frage wo das stattfindet und was wir da einstellen können.

00:40:25: Ist alles in der Begleitung natürlich durchaus relevant aber im Kern geht's um Werte und die Kernfrage Wie wollen wir als Menschen miteinander umgehen.

00:40:34: Und wie wird das ein gelungener Rahmen, in dem wir dann sozial interagieren?

00:40:37: Das ist eigentlich das was im Kern steht und nicht irgendwie Einstellungsmöglichkeiten oder sonst was.

00:40:42: Das ist alles was hinten raus natürlich zu zur Einhegung sicherlich taugt und wichtig ist aber im Kern es eine Wertediskussion und ein demokratisches Aushandeln genau dieser Art und Weise wie wir miteinander leben wollen.

00:40:56: Ja

00:40:57: unbedingt!

00:40:58: Du hast ja gerade darauf hingewiesen, wie wichtig uns auch besonders dieses Partizipative aushandeln durch die jungen Menschen selbst.

00:41:06: Dabei ist eben sich selbst Regeln zu schaffen.

00:41:10: In der Anmoderation hast du gesagt Ja es ist jetzt schon so erfreulicherweise das in vielen Klassenzimmern eben da ein Plakat hängt mit Regeln, die dann auch im besten Fall partizipativ zum Beispiel auch mit Materialien von uns quasi ausgearbeitet wurden.

00:41:25: die große frage, die sich aber dann stellt ist na ja kommt dieses erst mal tote Material was da an der wand hängt?

00:41:34: kommt das in die gelebte praxis?

00:41:35: und wie können wir das sicherstellen?

00:41:37: Wie können wir auch commitment sicherstellen wenn wir wissen dass alle Das ist ja eine altersunabhängige Frage.

00:41:44: Regeln alleine bringen es noch nicht, sondern die müssen auch erst mal irgendwie eingehalten werden.

00:41:50: Die müssen gemonitert und vielleicht mal überarbeitet werden.

00:41:55: Und genau da wollen wir jetzt nochmal einen Fokus heute setzen.

00:41:58: wie kommen wir da weiter?

00:41:59: Wie schaffen wir das wirklich in die gelebte Praxis um ins gemeinsame Commitment zu bringen?

00:42:05: Ich glaube dass ist tatsächlich das woran die meisten regeln wenn sie scheitern scheittern dass es zu selten wieder im Alltag aufgegriffen wird und nicht wirklich ganz gezielt und geplant überlegt wird, wo und wann sprechen wir wieder drüber in welchem Rahmen.

00:42:24: Lernen ist Übung!

00:42:26: Und auch das Miteinander muss trainiert werden – und das wird auch nicht durch eine Regel an der Wand funktionieren.

00:42:31: genauso wie Mathematikkompetenzen nicht daraus entstehen, dass ich eine Rechnung an der Tafel lese oder vielleicht mal da ein bisschen mitgedacht habe.

00:42:39: Sondern das ist immer wieder selbst Anwände Fehler machen und aus diesen Fehlern lerne und die auch nicht unbedingt nur negativ konnotiert sind.

00:42:46: Das gehört einfach dazu.

00:42:47: also Deswegen auch so ein bisschen in dieser Trainingsraum.

00:42:50: Ich

00:42:50: kann mich nur erinnern, ich hatte immer eine Formelsammlung wo du sagst Mathematik, eine Formellsammlung da liegen.

00:42:54: das hat mir dann auch nichts geholfen dass die Formel da stand.

00:42:56: also im Endeffekt ist es sehr vergleichbar wenn wir jetzt die Regel da an der Wand stehen haben.

00:43:00: wie.

00:43:00: aber jetzt kommen wir quasi in die aktive Ausübung und Umsetzung.

00:43:04: auch Also ist ne riesen schwierige Frage.

00:43:07: Wir wollen jetzt ein paar Impulse ja mitgeben wie das gelingen kann.

00:43:10: vielleicht steigen wir damals direkt mit ein.

00:43:12: Ich würde erst mal sagen wir steigen mit den Zuständigkeiten ein denn das ist was was durchaus noch sehr direkt mit dem Vereinbaren der Regeln auch überlegt werden sollte.

00:43:22: Stellen wir uns vor, die Klasse hat Regeln entwickelt für einen Umgang mit verschiedenen Problembereichen.

00:43:26: präventiv, interventiv haben alle unterschrieben hängen das an die Wand und eine Stunde später passiert im Klassen Chat irgendwas.

00:43:35: was passiert dann?

00:43:37: da hängt ne Regel und im Klassenschat wird etwas anderes gemacht und dann macht es durchaus Sinn wirklich vorher mal zu überlegen Wer wird dann aktiv?

00:43:45: Also wer hat welche Zuständigkeiten im Chat, wer ist denn die Person, die sagt, finde ich nicht okay oder denkt doch mal an unsere Regeln.

00:43:53: Oder was auch immer tut irgendwie aktiv zu werden.

00:43:55: Erstmal ist eine Regelplakat ja noch nicht mit Zuständigten verknüpft sollte es aber sein und Zuständigkeiten könnten recht unterschiedlich aussehen.

00:44:05: Es könnte zum Beispiel in Zuständigkeit sein darauf hinzuweisen, freundlich dass da gerade eine Regel nicht eingehalten wurde.

00:44:12: Es könnte auch die Zuständigkeit sein bei Streitigkeiten zu schlichten oder darauf zu achten das genau zum Beispiel so Informationen nicht untergehen wie Hausaufgaben und die Anzupinnen also eher so ein bisschen moderierende Zuständigkeitsformell moderieren.

00:44:27: dann könnte eine Zuständigkeit in der Schnittstelle liegen Hilfe zu holen irgendwo Ansprechpersonen zu kontaktieren aber auch in einer reinen Verwaltung eine zuständigkeit zu haben.

00:44:36: So wer darf denn was?

00:44:37: Also wenn wir keine Zuständigkeiten haben, dann endet das Ganze innerhalb von einem Tag so.

00:44:42: Dass ein paar Personen einfach alle möglichen Neuen in die Gruppe dazuholen und irgendwen aus der Klasse ausschließen.

00:44:47: also beginnt es eigentlich schon mal bei der Zuständigkeit wer da fasst?

00:44:49: Haben alle die gleichen Rechte oder gibt es einen Team, dass andere Rechte hat als andere?

00:44:57: Ja, es gibt ein Team sinnvollerweise.

00:44:59: Und dieses Team sollte dann auch technisch erst mal die Rechte haben, dass sie selbst ausschließlich entscheiden dürfen wer wird aus der Gruppe ausgeschlossen, wer wird hinzugenommen das nicht alle tun dürfen.

00:45:10: und dann ist es wichtig in der Klasse drüber zu sprechen.

00:45:12: was sollten Sie noch tun dürfen um das gemeinsam auszuhandeln?

00:45:16: Und auch zu überlegen wer ist denn dieses Team überhaupt?

00:45:19: wie kommen wir denn so diesem Team?

00:45:21: Möglichkeit wäre, ganz klassisch zu sagen wir wählen dieses Team wie Klassensprecherin.

00:45:27: Ich weiß aber nicht ob das die optimale Lösung ist weil dann hat man vermutlich zwei wie üblich in jeder Klasse die dann für das gesamte Schuljahr verantwortlich sind und alle Macht inne haben alle Vollverantwortung dafür.

00:45:41: Das finde ich eine ganz schöne Verantwortung, die sie zu tragen haben und außer wenn eine Person krank ist es steht die andere ganz schön alleine da.

00:45:48: also ich würde dafür plädieren das nicht mit so einer Wahl zu machen sondern eher zu sagen wir haben rotierendes System.

00:45:54: das kommt auch aus dem Gespräch.

00:45:55: der Detekter hat eine Lehrkraft auch gesagt ja super Erfahrung damit gesammelt finde ich einen sehr guten Gedanken zu sagen Wir haben ein Dreiertim Und die rotieren vielleicht alle zwei bis vier Wochen weil man muss dann immer die Zuständigkeiten im Chat umstellen Und das könnte man als Blindwahl zum Beispiel machen, dass alle die sagen ich trau mir diese Rolle zu ihren Namen aufschreiben.

00:46:15: Nicht blindwahl, blind losverfahren.

00:46:17: Ich schreibe meinen Namen auf, ich werfe ihn in eine Kiste und dann werden die ersten drei gezogen und die sind's für die nächsten vier Wochen und danach werden die nächsten drei gezog'n.

00:46:25: Sodass diese Verantwortung einfach auch mal wechselt, dass Alle in der Situation sind so erleben wie herausfordernd es ist zum einen aber auch daran zu wachsen Erfahrungen zu sammeln und so gucken, wie also wirklich alle mal jede Perspektive teilen.

00:46:42: Diejenigen die dem ausgeliefert sind im Moderationsteam, diejenigen die selber mal die Rolle durchführen ja genau.

00:46:49: Also das ist auf jeden Fall total wichtig damit nicht ein absoluter Wildwuchs- und Chaos entsteht bei denen dann wieder diejenigen den großen Einfluss haben letzten Endes entscheiden was in der Gruppe passiert.

00:46:59: Das ist ja im Kern dann erstmal so dieser Gedanke.

00:47:01: okay es gibt da eine Art Edmund Team sag ich jetzt mal was ein Stück weit herausgehoben ist, was aber gemeinschaftlich bestimmt wurde über eine bestimmtes Verfahren.

00:47:10: Das kann man ja auch unterschiedlich gestalten wie du schon sagtest und das hat dann verschiedene Rollen inne sowas wie Regelwächter, was du vorgesagt hast Schlichtungsfunktion usw.

00:47:23: Das ist ja quasi der erste Schritt.

00:47:24: Aber dann ist natürlich die Frage Was darf denn dieses Team machen, wenn es eben zu Regelverstößen kommt.

00:47:31: Also ich sage jetzt mein Anfangstrich die Ahndung des Ganzen da muss sich ja auch irgendwie weiter kommen.

00:47:37: was könnten da Ansatzpunkte sein?

00:47:39: Wenn die Schüler infrage wie wäre denn die Konsequenz wenn sie jemand nicht an eine Regel hält kommt sehr schnell und das ist einfach sehr naheliegend.

00:47:46: dann muss die Person die Gruppe verlassen und das Atmen-Team ist dafür zuständig auszuschließen aus der Gruppe weil haben ja die Rechte per Einstellung.

00:47:55: Ein Ausschluss aus der Gruppe, ein Finaler sollte nur der letzte Schritt sein.

00:47:59: Und deswegen ist es wichtig nicht nur zu überlegen welche Zuständigkeiten haben wir sondern auch was passiert im Sinne eines Stufenplans wenn sich jemand an eine Regel nicht hält.

00:48:08: denn es gibt ja unterschiedliche Arten von Regelverstößen.

00:48:11: Wenn wir uns die Regel aufstellen Wir antworten nicht in einzelnen Buchstaben und Es wird niemand gemobbt jetzt sehr platt gesagt Dann ist es ja was anderes, ob ich mal in einzelnen Buchstaben schreibe oder eine feste Morwig.

00:48:24: Also es funktioniert nicht da mit einer pauschalen Reaktion darauf zu reagieren sondern mit einer Pauschalen Konsequenz, sondern einen Stufenplan zu entwickeln und das gemeinsam mit der Klasse zu tun.

00:48:36: Was könnte zum Beispiel das Ergebnis sein?

00:48:39: Es könnte erst einmal eine freundliche Erinnerung sein.

00:48:42: Und die könnte die ganze Klasse auch zusammenschreiben, das muss ja nicht das Admin-Team tun sich immer zu überlegen wie schreibe ich das jetzt?

00:48:48: Nee!

00:48:49: Die Klasse setzt sich hin und schreibt zusammen, wie wäre eine freunliche Erinnierung?

00:48:52: Das haben sie einmal als Anleitung weil alle sind ja mal in der gleichen Situation einmal als Einleitung für alle, die diese Aufgabe übernehmen.

00:48:59: Darauf können alle zurückgreifen Handlungssicherheit, Instrumente in die Hand geben.

00:49:03: Haben also erst mal die freundliche Erinnerung.

00:49:05: Moment XY, du hälst dich da nicht an der Regel außer es ist jetzt wirklich was ganz gravieren das was ja in der Regel nicht die Mehrheit ist der Vorfälle.

00:49:12: und dann könnte man überlegen können zum Beispiel aus dem Sport Gedanken übertragen so etwas wie die gelbe Karte.

00:49:19: Gelbe Karten auszusprechen eine Verwarnung sozusagen darauf hinzuweise du weil jetzt die freunde erinnerung ist wieder passiert gelbe karte.

00:49:27: wenns nächstes mal was passiert dann gibt's noch meine andere reaktion.

00:49:32: Es könnte auch möglich sein, an so kleine Social Tasks zu denken.

00:49:37: Also eine Wiedergutmachung?

00:49:38: Was könnte die Person tun um das was sie da gerade getan hat wieder gutzumachen?

00:49:42: Im Optimalfall steht es im Zusammenhang also nicht Tafelwischen wie früher sondern abhängig von dem was vorgefallen ist sich Dinge zu überlegen und ich glaube dass in Schülerinnen und Schülern auch sehr kreativ.

00:49:54: Ich gebe jetzt nur Gedanken mit Das muss man der Klasse komplett überlassen.

00:49:58: das zu entwickeln Könnte zum Beispiel sagen Ähm ... dass eine Person, wenn sie was als ich dafür gesorgt hat, die Hausaufgaben untergehen weil sie ständig gespammt hat.

00:50:10: Dann dafür zuständig ist eine Woche lang alle wichtigen schulischen Informationen so etwas wie welche Hausaufgammen haben wir auf immer ganz oben zu pinnen?

00:50:18: Oder zusammenzufassen?

00:50:19: Genau

00:50:20: ja oder zusammenzufassend, was auch immer zu tun.

00:50:24: Oder es könnte auch eine Analogeentschuldigung, wenn du merkst Da ist eine Person, die hat eine Beleidigung ausgesprochen und dann überlegst naja aber die andere Person steht mir nicht gegenüber.

00:50:36: Ich sehe die Reaktion nicht.

00:50:38: das senkt möglicherweise die Hürde im Klassenschat-Dinge zu sagen weil ich manchmal versehentlich verletze oder auch gar nicht die Tragweite dessen erkenne und dann diese Entschuldigung nicht digital zu machen so ein analog Gesicht Genau, Auge in Auge sich in die Augen zu blicken und sich zu entschuldigen.

00:50:57: Oder ein Komplimentetag wo sie alle nur nette Dinge schreiben dürfen.

00:51:01: oder ja Medienexperte auf Zeit weg gegen eine Regel verstößt recherchiert zum Beispiel genau zu diesem Thema und gibt Wissen weiter.

00:51:09: ich habe einen Kettenbrief geteilt.

00:51:11: dann ist meine Aufgabe zu recherchieren welche Arten von Ketten briefen gibt es eigentlich meine klasse dazu zu informieren.

00:51:17: Aber ich glaube, dass ein Schönerin und Schüler total kreativ.

00:51:19: Und das ist doch der Punkt wo Regeln dann auch anfangen Spaß zu machen wenn ich sowas überlege.

00:51:23: Das ist so ein wichtiger Punkt.

00:51:25: die sollen Freude daran haben die Regeln zu entwickeln.

00:51:27: Die sollen es wollen im Optimalfall viele davon und Freude haben sich Dinge auszudenken die für sie vielleicht funktionieren oder wenn's da nicht funktioniert dazu sagen gut dann probier was nächste.

00:51:37: aus positive Fehlerkultur probieren wir jetzt das nächste was vielleicht funktioniert weil es ja halt auch nicht von oben vorgegeben wurde von irgendjemandem sondern aus ihnen selbst heraus kam.

00:51:47: Ja gut, jetzt haben wir so ein bisschen diese Wiedergutmachungsaspekte.

00:51:53: Wenn es dann aber enger wird oder auch zu Tragweiten, also Rehlverstößen mit Trag weite kommen könnte man auch durchaus überlegen so einen zeitlichen Timeout zu haben.

00:52:01: Dass die Person jetzt nicht auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen wird sondern für eine Woche.

00:52:06: Manchmal reicht vielleicht auch ne Stunde oder zwei kennt ja auch Situationen wo sich irgendwas hochschaukelt Und beide Parteien, die involviert sind es nicht schaffen sich mal einen kurzen Moment zurückzunehmen und wieder runterzufahren und abzukühlen.

00:52:20: Dieser Timeout der im analogen Leben auch wichtig ist ich verlasse kurz den Raum Ich lenke mich mit irgendwas ab um eine emotionale Distanz zu bekommen.

00:52:28: Vielleicht notwendig ist ihn technisch umzusetzen wenn man merkt Es gelingt ihnen gerade nicht bevor eine Situation noch mehr eskaliert Ja, oder am Ende halt wirklich dann mit dem Ausschluss zu arbeiten.

00:52:40: Oder aber vorher noch mal in klärendes Gespräch zu gehen und das ist dann der Punkt wo sie schon durchaus überlegen sollten auf welchem Punkt sind denn?

00:52:46: Ist denn das Admin-Team auch in der Verantwortung wen an der Schule anzusprechen?

00:52:52: Klassenlehrkraft Vertrauenslehrkraft, Schulsozialarbeit.

00:53:00: Vielleicht sind es aber erst mal Streitschlichterinnen oder KlassensprecherInnen dann eher Gleichaltrige die ich ansprechen kann.

00:53:05: also das auch gut zu durchdenken.

00:53:06: mit wem findet denn dann Gespräch statt?

00:53:08: wen informiere ich?

00:53:09: wo hole ich Hilfe dazu aktiv um weil die Lösung einfach mehr braucht als nur eine einseitige kurze Reaktion.

00:53:17: Fassen wir also da kurz zusammen.

00:53:19: Also im Endeffekt ist es bloß nicht mit Kanonen gleich auf Spatzen schießen, also in Sinne von Ausschluss direkt als Allheilmittel für alle Probleme sondern abgestuft vorgehen sich gemeinsam was überlegen Was könnten solche Stufen und sage ich jetzt mal Eskalationsschritte sein Und die dann auch gemeinsam und das ist ja das Tolle was wir auch dazu einladen oder mutigen wollen dass wirklich Demokratie erlebbar machen.

00:53:41: und das ist ja, also ich bin immer drüber nachdenke.

00:53:43: Das ist ja ein wunderbarer Rahmen.

00:53:45: wirklich da geht es um Entscheidungsverfahren.

00:53:48: gerade schon ist es ein Losverfahren.

00:53:50: machen wir's mit Mehrheit wie kommen wird zu der Bestimmung dieser Personen und zu diesen Regeln?

00:53:54: Also es ist dann wirklich Demokratie Bildung im Nukleus im Kern eigentlich der da schon stattfindet also wirklich etwas was man Ja, fördern sollte und das ist eine super Anlass da auch sehr früh schon reinzugehen mit solchen Themen.

00:54:09: Genau!

00:54:09: Das war jetzt so ein bisschen diese Ahndungsperspektive.

00:54:13: Jetzt ist es ja so dass man auch mal solches einmal erstelltes Regelwerk zwischendurch mal überprüfen muss, anpassen musst was erwähnt.

00:54:22: neue Herausforderungen kommen vielleicht hinzu die es vorher noch gar nicht gab.

00:54:25: Mit dem Alter erinnert sich auch etwas Was könnten denn so Impulse sein?

00:54:31: Regel Review nenne ich es jetzt mal oder wie auch immer Monitoring, wie man das auch immer kompliziert ausdrücken will durchzuführen als junger Mensch.

00:54:42: Ich glaube, dass kann vor allem Lehrkraft am besten entscheiden oder Schulsozialarbeit welche Anlässe im Schulalltag taugen um wirklich regelmäßig konstant immer wieder drauf zu schauen Auch in dem Wissen von allen, das findet dann zu diesem Zeitpunkt statt.

00:54:56: Also dass nicht den Zufall zu überlassen sondern zum Beispiel im Klassenrat so er da eine Rolle spielt noch im eigenen Unterricht.

00:55:04: Da

00:55:05: z.B.,

00:55:05: das als einen ganz festen Punkt aufzugreifen und zu gucken wie ist die Situation gerade im Klassenschat?

00:55:10: Wie läuft es?

00:55:10: Was hat gut funktioniert?

00:55:11: Was halt nicht so gut funktioniert braucht es vielleicht eine neue Regel, die wir aufnehmen?

00:55:18: müssen wir eine bestehende Regel umformulieren?

00:55:20: können wir eine Regel zum Beispiel zu Kettenbriefen irgendwann mal streichen, weil es nicht relevant ist und sich auch gegenseitig Feedback zu geben.

00:55:27: Auch dem Moderator in einem Team Feedbackzugeben ist toll wenn ich alle vier Wochen das im Klassenrat habe Und die wechseln alle vier wochen.

00:55:33: Es ist doch ein toller Zeitpunkt mal zurückzuschauen und danke zu sagen für die Arbeit oder da auch nochmal Feedback Zu geben um Gemeinsam zu schauen einfach gemeinsam zu wachsen und zu lernen auch dadurch dass allemal in der Rolle sind.

00:55:46: Wenn es denn wirklich alle sind oder zumindest alle die sie zutrauen dann ist es ja auch Ein wechselseitiges Feedback geben in die eine und andere Richtung.

00:55:56: Also einfach regelmäßig drüber sprechen, im Austausch sein.

00:55:59: Super!

00:56:01: Jetzt haben wir über viele Möglichkeiten gesprochen wie man das Ganze wirklich auch praxislebbar macht.

00:56:08: Wir hoffen, dass da viele Impulse für euch auch dabei waren.

00:56:11: Es gibt nicht die goldene Regel, wir haben es im Vorfeld auch noch beim Vorgespräch gesagt.

00:56:15: also man kann jetzt leider nichts mitgeben das überall in jeder Situation in jedem Kontext funktioniert.

00:56:20: Das ist es auch nicht.

00:56:21: darum geht's nicht sondern euch eigentlich dazu animieren genau so ein bisschen kreativ zu überlegen ja was was kann das denn sein.

00:56:28: wie können wir da für uns auch Prozesse und Instrumente finden die einfach für uns in unserer Situation gut funktionieren?

00:56:34: Jetzt haben aber eigentlich immer noch über einen Kontext gesprochen, wo es hauptsächlich um, sag ich jetzt mal Selbstregulation von jungen Menschen.

00:56:43: Von Schülerinnen und Schülern untereinander geht in Verbindung eben mit der begleitenden Lehrkraftschulsozialarbeiterin etc.

00:56:52: Eine Gruppe von Menschen hatten wir bislang nicht im Boot Und das sind nämlich die Eltern.

00:56:58: Wie bekommen wird die denn jetzt noch da rein?

00:57:00: Total wichtig weil sie beeinflussen das ganze natürlich quasi Erziehung Medienerziehung im speziellen Beeinflussen, die natürlich unglaublich was in dem Klassenschat passiert.

00:57:13: Und es ist total divers!

00:57:15: Es ist so interessant älter mit ihren Perspektiven mitzubekommen.

00:57:18: Die Reichen von das ist mir total egal.

00:57:20: Das ist ihr Ding, was sie da machen und wir machen das schon vertraue den mal bis hin zu oh Gott, oh Gott... und ich will das überhaupt nicht.

00:57:26: und alles ist schlimm.

00:57:27: und was da alles die Runde macht.

00:57:29: Viele Standpunkte sind auch legitim, aber sie sind sehr divers.

00:57:33: Und sie sind so divers wie die Kinder wiederum sind und die Regeln zu Hause sind.

00:57:37: So es ist aber wichtig mit ihnen darüber zu sprechen gerade wegen dieser Diversität um irgendwie zu einer gemeinsamen Sprache zu kommen und auch zu einer gemeinsam Wissensgrundlage Wenn das Thema aufgegriffen wird in der vielleicht Anfang der fünften Klasse waren auch immer.

00:57:52: Es ist in meinen Augen sehr sinnvoll die Eltern auch im Vorfeld darüber zu informieren Und zwar insofern, dass ich den Eltern sage wir machen das.

00:57:59: Das ist unser Vorhaben.

00:58:01: Das hat diese und hier eine Gründe.

00:58:03: Das bedeutet nicht, dass ihr Kind schon ein Smartphone haben muss oder Teil des Klassenchats sein muss.

00:58:07: Optimalerweise entstehen diese Regeln e vor dem ersten Klassenchat also um da auch kein Druck auszuüben auf Eltern sondern klar zu machen naja per AGB es ist WhatsApp ohnehin gerade ab dreizehn.

00:58:18: Wir beschäftigen uns mit einem Thema von dem wir wissen, dass viele oder einige in der Nutzung da noch gar nicht involviert sind, es wird irgendwann kommen.

00:58:27: Aber viele trotzdem schon sind auch wenn die Geschäftsbedingungen das anders vorgeben.

00:58:33: Dann genau darüber zu informieren was passiert, dass Regeln entwickelt werden und den Kindern dann am Ende die Regeln auch mit nach Hause zu geben und das auch im Eltern-Rieschen anzukündigen, dass sich die Eltern diese Regeln anschauen können.

00:58:46: Was ist besprochen?

00:58:49: In Verbindung mit der Verantwortung regelmäßig mit dem Kind im Gespräch zu sein Und mal zu gucken, wie läuft es bei euch mit den Regeln?

00:58:55: Wie ist die Situation im Klassenchat.

00:58:57: Es macht doch durchaus Sinn in Eltern nicht nur Informationen zu dem Unterrichtsgeschehen mitzugeben sondern sie das zu nutzen, sie wirklich mit ins Boot zu nehmen.

00:59:05: Wir haben eine Unterrichtseinheit zur Erstellung von Regeln im Klassenschat und hat einen Elternbrief.

00:59:10: und was wir da getan haben ist zum Beispiel auch noch aufzugreifen wie Eltern ihr Kind beim Thema Klassenschät gut begleiten können.

00:59:18: Sie ihr Kind bestärken, wenn es noch nicht im Klassenchat ist.

00:59:25: Sie sich durchaus selbst informieren und auch darin bestärgen oder versuchen den Druck zu nehmen unbedingt im Klassenschat sein zu wollen.

00:59:34: Wenn das Kind aber dann tatsächlich im Klassenschat ist regelmäßig Gesprächsanlässe zu schaffen beim Kind zu hören wie der Klassenschat aussieht.

00:59:42: Auch immer wieder auf die Atmins zu verweisen und zu hören, wie funktioniert das Ganze?

00:59:48: Wie lebt ihr das?

00:59:50: Und dann das Kind im Prinzip in einem eigenen sicheren umgang mit dem klassen chat zu unterstützen sprich zu gucken gerade bei jüngeren was ist privat was es nicht privat?

01:00:00: was könntest du im klassenchat von dir teilen?

01:00:02: wo musst du vielleicht aufpassen?

01:00:03: was solltest du niemals von dir am handy teilen?

01:00:06: wie sprichst du im klassenschat mit anderen?

01:00:09: dieses wissen tief zu verankern über austauscht dass man im klassenschat keinesfalls gemeiner mit anderen spricht, als man das im realen Leben tun würde.

01:00:18: So emotionale Distanz, digitale Distance nochmal so ein bisschen aufzugreifen auch über die Inhalte zu sprechen, die kursieren vor allem immer wieder klarzumachen egal was passiert im Klassenchat und grundsätzlich am Handy wenn irgendwas ist auch wenn es gegen eine Regel war die ihr vereinbart habt oder die wir vereinbart haben kommt zu mir und spricht zu mir.

01:00:40: Es ist viel wichtiger als alles andere, ich verspreche dir nicht sofort das Handy wegnehmen für eine Woche, denn daran scheitert dann oft das Anvertrauen bei den Eltern.

01:00:50: Das Gerät technisch mit den Kindern einzustellen auch zum Beispiel so was wie Gruppenstummstellen zu nutzen da haben wir in unserem Elternbrief Medien-Kinder sicher verlegend weil es ein Tollo Webseite ist wo man Entsprechend des eigenen Gerätes und Anleitungen bekommt, wie man gewisse Funktionen ausstellt.

01:01:07: Dass nicht jeder sehen kann wann ich online bin, dass nicht jeder mein Profilbild sehen kann und ähnliches Gruppenstummen stellen etc.

01:01:15: Ja also die durchaus auch die technische Ebene mit aufzunehmen.

01:01:23: Dann haben wir noch digitale Pausen mit drin in dem Elternbrief.

01:01:27: Auch wichtig einfach zu Hause zu überlegen Wo ist es okay, Zeit am Handy zu verbringen und wo nicht?

01:01:32: Und klar, Medienfreie Zeiten zu vereinbaren wie Nachts am Bett hatten wir vorhin bei den Aufgaben.

01:01:39: Und da auch gerne zu überlegen, wie gelten die für die gesamte Familie?

01:01:43: Wie bin ich also als Eltern ein gutes Vorbild in dem Punkt?

01:01:46: Also so'n bisschen Medienkompetenzförderung bei Eltern schon mal einen kleinen Samen zu sehen was dann aber durchaus sinnvoll ist... Das ist ein kurzer Elternbrief mit wenigen Zeilen.

01:01:57: Das ganze Thema noch mal intensiver aufzugreifen, indem man entweder selbst an Schule eine Elterninfoabend möglichst in der fünften Klasse macht zu dem Thema oder aber Expertinnen von außen dazu holt werden zum Beispiel oft von Medienanstalten finanziell unterstützt, von mediumpädagogischen Trägern die buchbar sind für den Abend sich auch komplett im Thema Klassenschat annehmen können und allen Problemen die beim Klassenschat auftreten können.

01:02:21: damit kann er einen Elternabend sehr gut füllen Ja.

01:02:25: Ich fand tatsächlich, wir haben irgendwann mal auch darüber gesprochen.

01:02:27: also dieses Bild eines Sicherheitsnetzes oder dieses letzte Sicherheitsnetz was Eltern eben ausfüllen, fand ich eigentlich sehr passend und zutreffend weil es ja schon auch um diese Beziehungsebene geht, die Vertrauensebene das überhaupt der Raum entsteht dass sich mein Kind mir anvertraut und mir das berichtet.

01:02:43: Und das schaffe ich in der Regel nicht über Kontrolausübung und dass ich überall dabei sein will und da drin bin im Zweifel auch noch sondern damit torpediere ich das eher noch.

01:02:53: Und da ganz kurz, ich habe nur gerade hier noch mal spontan reingeschaut.

01:02:56: Weil das ja auch gefragt wurde.

01:02:57: tatsächlich in dieser Infotestimab-Umfrage Ja mit wem sprichst du denn über problematische Inhalte?

01:03:04: Und Eltern sind da an Platz eins mit dreieinfünfzig Prozent aber wir haben auch über sechsendreißig Prozent die gesagt haben ja ich spreche mit niemandem.

01:03:13: Das heißt Das Potenzial, was bei Eltern ja auch vor allen Dingen liegt genau das zu signalisieren.

01:03:20: Hier bin ich hier hast du deine Anlaufstelle.

01:03:23: naja das erschließt sich meist eben indem man dann die Verantwortung ganz klar schon beim Kind verortet und sagt es ist euer Raum er kümmert euch drum aber ich bin da ich bin ansprechfähig ihr könnt euch offenbaren an statt eben jetzt komplett sozusagen überall sich rein zu begeben und in Zweifel alles selbst moderieren zu wollen.

01:03:46: Also das fand ich auch noch mal sehr erhellend, will aber sagen zusammenfassend alle an diesem Prozess beteiligten sind wichtig egal ob sie Schülerinnen und Schüler selbst sind die Eltern sind oder eben Lehrkräfteschuhe, Sozialarbeiterin

01:04:00: etc.,

01:04:01: pp.

01:04:01: also es ist dieses gemeinsame Boot und wir sollten alle da was für tun damit es in die richtige Richtung fährt

01:04:08: auch zu überlegen, wie können Eltern dann mit Lehrkräften Kontakt aufnehmen?

01:04:12: Weil sie erfahren vielleicht vor den Lehrkräften was im Klassenschat passiert.

01:04:16: Sehr vermutlich sogar weil die werden wahrscheinlicher angesprochen.

01:04:21: und da gemeinsam zu Überlegen Mit dem Kind Wie können wir zur Lehrkraft gehen das nicht über den Kopf des kindes hinwegzutun Aber auch nicht selbst vorschnell aktiv zu werden weil dann eskaliert ganz schnell sobald Eltern aktive im Klassenschat mit schreiben.

01:04:35: Es ist in der Regel so, dass sich die Situation verschärft und auch da einfach im Austausch zu sein.

01:04:41: Dass Eltern wissen ich kann Schule dafür ansprechen?

01:04:44: Ist auch total wichtig.

01:04:45: nicht nur kindweise ich kann Eltern und in der Schule Menschen ansprechen sondern auch Eltern können Kontakt aufnehmen optimalerweise oder unbedingt im Wissen des Kindes aber ja da auch im Austauch zu sein.

01:04:58: Ja Ich glaube wir haben so ziemlich alles was wir gerne euch mitgeben wollten zusammengefasst, kommen wir da ja so ein bisschen zum Ende.

01:05:08: Wir haben jetzt viel über Herausforderungen gesprochen tatsächlich aber auch glaube ich ja so'n Bild aufgemacht wie der Classenschat zu einem wirklich tollen Ort einen funktionierenden Lernen und Erfahrungsraum von Kommunikation werden kann und das dann großes Potenzial eben auch liegt.

01:05:28: Und wie immer am Ende wollen wir euch natürlich auch was mitgeben, denn wir haben auch zudem Thema ein Angebot bzw.

01:05:36: eingehen, wenn wir ehrlich sind mehrere Angebote.

01:05:38: Vera bitte!

01:05:39: Eines hatte ich ja schon im letzten Podcast gesagt.

01:05:43: Wir haben eine Unterrichtseinheit zweimal von hundvierzig Minuten zu dem Punkt der Regelvereinbarung, Regelfindung.

01:05:50: Da ist es das Plakat aus einer Wandhackt.

01:05:52: Deswegen haben forty-fünf Minuten Unterrichtsimpuls gestaltet, bei dem es genau um die Frage geht.

01:05:58: Wie kommen die Regeln von der Wand dann denn eben miteinander an?

01:06:02: Und genau das, worauf wir gerade eingegangen sind mit Ausnahme der Elternperspektive wird gemeinsam erarbeitet in diesem Unterrichtsempuls mit der Klasse so wer darf was ja haben grade drüber gesprochen.

01:06:14: Grundsätzlich finde ich ist aber wichtig in diesem Punkt auch nochmal zu überlegen wie sinnvoll ist es dass nachhaltig zu verankern?

01:06:19: auf einer anderen Ebene Denn wir haben gerade gemerkt dieses Regelplakat des letzten Endes auch nur sinnvoll, wenn es nachhaltig verankert ist und man regelmäßig drüber spricht muss aber vielleicht gar nicht ausschließlich über die Pädagogin funktionieren.

01:06:32: Denn wir haben auch ein Mentorenprogramm.

01:06:34: das ist ein Schuljahres füllendes Programm dass im Rahmen von AGs oder Wahlpflichtunterricht umgesetzt wird an Schulen wo wir die inhaltliche Grundlage liefern.

01:06:44: Wir haben verschiedene Themenkurse.

01:06:46: mit diesen Themenkursen kann dann Lehrkraft- oder Schulsozialarbeit vor Ort mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die etwas älter sind.

01:06:53: So meistens sind sie aus der achten neuntenzehnten Klasse Wissen aufbauen, dass die dann in den Rahmen von Klassenbesuchen oder anderen Aktionen an die Jüngeren weitergeben.

01:07:02: sprich das allererste was stattfindet ist Sie setzen sich mit dem Thema Klassenschat auseinander Und machen dann ein Klassen Besuch zum Thema Klassen Chat in den fünften Klassen weil er sich einfach sehr früh bildet.

01:07:13: und es ist aber was anderes ob nahezu gleichaltrige das tun oder ob wir Erwachsene das machen denn die haben so Sie sind ja nicht gleich alt, die haben Erfahrungsvorsprung von einigen Jahren und das macht schon viel aus.

01:07:25: Das heißt sie können noch mal ganz gut mit ins Gespräch gehen und aus ihren Erfahrungen berichten und gemeinsam überlegen was hat bei ihnen gut funktioniert?

01:07:32: Was hat nicht so funktioniert?

01:07:33: Und diese Hürde oh Gott ich muss da erklären was passiert ist vielleicht gar nicht so weil die wissen ja eh was da passiert.

01:07:39: Die haben das ja selbst erlebt und können auch nochmal zum Beispiel bestärkend hinwirken auf diejenigen die noch nicht Teil des Klassenchats sind und es unbedingt wollen SchülerInnen aus neunzehnten Klassenhöhere ist der Punkt.

01:07:54: Ja, ich wäre eigentlich ganz froh gewesen oder war eigentlich ganz vor dass ich selbst noch nicht in diesem Klassenschat war in der fünften Klasse rückblickend und das ist was anderes ob das meine Eltern sagen oder ob ich das von älteren Schülern höre.

01:08:06: deswegen starkes Play-Doh je vor allem für das Mentorenprogramm Dass sich im Bereich der Prävention ansiedelt um größeren Problemen möglichst gut fortzubeugen.

01:08:18: Super, danke für die Darstellung und ja ich glaube damit packen wir es vor heute.

01:08:23: Vielen Dank dass ihr eingeschaltet habt.

01:08:25: alle wichtigen Links auch zu unseren Angeboten, die gerade angesprochen wurden findet ihr wie immer in den Show Notes Und ja würde sagen wäre wie immer.

01:08:34: vielen dank das du dabei warst und so viel Wissen beigesteuert hast.

01:08:38: also Ich bin immer wieder ein Neid erfüllt hier und wir sagen bis zum nächsten Mal.

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